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AgrarMarkt Austria: Marktbericht Obst und Gemüse, November 2018

"Die diesjährige Apfelernte hat das Prädikat Rekordernte wirklich verdient"

Österreichische Apfelernte eingefahren
Sowohl national als auch europaweit ist seit langem von Rekordernte die Rede. In Österreich hat die diesjährige Apfelernte dieses Prädikat wahrlich verdient. 

Rund 240.000 Tonnen Äpfel aus Intensivobstanlagen wurden heuer auf einer Gesamtfläche von 6.700 ha eingebracht. Dies entspricht einem saftigen Plus von 86 % zu 2017 und ist damit 16 % über dem zehnjährigen Schnitt lokalisiert.

Auch die Hektarerträge waren mit 356 dt/ha beinahe doppelt so stark wie im Vorjahr. Der Großteil des Erntevolumens wurde durch die etablierten Sorten wie Golden Delicious, Gala und Jonagold abgedeckt. Naturgemäß stehen gerade diese Sorten, ob der starken Konkurrenz, preislich unter Druck.

Unterdessen dominierte im BIO- Anbau Gala knapp vor Topaz und Golden Delicious. Aufgrund des knapperen Angebots zeigt sich der BIO-Markt heuer deutlich ausgeglichener und die Preise sind stabiler.

Noch eklatanter als im Erwerb zeigte sich der Produktionsanstieg bei extensiv geführten Anlagen (Streuobstbau). Ein Plus bei von 131 % bei Sommer- und 167 % bei Winteräpfeln (inkl. Mostäpfeln) erzeugten enormen Warendruck und die Verarbeiter sahen zumeist keinen Anlass frei Silo mehr als 4-6 EUR/dt zu zahlen.

Selbstverständlich gab es positive Ausreißer, welche an ihren Stammlieferanten festhielten. Faire Konditionen sichern langfristig die Versorgung und bilden erfahrungsgemäß das Fundament für eine gesunde, nachhaltige Geschäftsbeziehung.

In Folge der bereitgestellten Mengen hatte sich der gewichtete Großhandelspreis im November für Lageräpfel Klasse I weiter korrigiert und notierte nun mehr 34 % unter dem korrespondierendem Vorjahreswert. Eine vergleichbare Entwicklung vollzog auch der Schnittpreis der vier größten Apfelproduzenten der EU. Dieser verlor zum November des Vorjahres 28 % an Wert. Nach der ersten Schwemme ist davon auszugehen, dass sich die Preise entsprechend der Marktlage einpendeln.

Hier finden Sie den vollständigen Marktbericht.

Wie sieht die EU-Versorgungsbilanz für die aktuelle Vermarktungskampagne aus?
Heuer belaufen sich die Erntemeldungen der EU, bei einem Eigenverbrauch von etwa 10 Mio. Tonnen, bei 12,5 Mio. Tonnen. Laut Prognosen der europäischen Kommission, wird der Import frischer Ware wieder auf 400.000 Tonnen schrumpfen, während mit Exporten von 1,6 Mio. Tonnen gerechnet werden kann. Somit wird der Exportanteil theoretisch von 11 % 2017/18 im laufenden Wirtschaftsjahr auf 20 % anwachsen.

Die Sanktionen gegen die russische Föderation erweisen sich für die europäische Landwirtschaft erneut als Bumerang. Es trifft hierbei die Apfelbranche im Allgemeinen und seine Vermarkter im Besonderen, da das sechste und letzte Hilfspaket betreffend Marktrücknahmen/Krisenintervention der europäischen Kommission mit 30.Juni 2018 ausgelaufen ist. Immerhin wurden seit Inkrafttreten der Verordnung etwa 500 Mio. EUR an Beihilfen in diesem Zusammenhang an die Erzeugerorganisationen der jeweiligen Mitgliedsstaaten ausbezahlt.

Karottenpreis unverändert zum Vormonat
Im November war die Karottenernte 2018 und deren Einlagerung abgeschlossen. Der Markt präsentierte sich wie gewohnt konstant. Das Angebot konnte die Nachfrage zu jeder Zeit bedienen und der Rampepreis notierte mit durchschnittlich 42,5 EUR/dt für Karotten gewaschen in 5 kg gepackt gegenüber dem Vormonat unverändert. Das Preisniveau war dabei mit 54 % über dem Vorjahr außerordentlich respektabel. Exporte fanden, den regen Anfragen zum Trotz, nur im kleinem Rahmen statt. Die neuesten Außenhandelszahlen belegen den schwachen Jahrgang 2017 und die damit verbundenen Einbußen in der Bilanz. Auch 2018 ist der Ernteertrag laut Statistik Austria mit 93.800 t zum wiederholten Mal rückläufig.

Österreich hatte bis September 2018 10.000 Tonnen Karotten im Wert von 8.3 Mio. EUR. importiert. Im Vorjahr waren es zum korrespondierenden Zeitraum erst 6.400 Tonnen im Wert von 4,9 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Anstieg der Einfuhren 2018 von 32 % im Volumen und knackigen 70 % im Wert. Vor allem geschnittene und tiefgefrorene Karotten für den Außer-Haus-Konsum und die Verarbeitung werden importiert. Bei Frischkarotten setzten Handel und Endverbraucher traditionell auf heimische Erzeugnisse.

Hier finden Sie den vollständigen Marktbericht.

Zwiebelexporte auf Schiene
Ein gut ausreichendes Angebot heimischer Zwiebel trifft auf saisontypisch steten Inlandsabsatz, welcher sich mit Abnahme der Temperaturen merklich intensivierte. Wie erwartet hat sich die heurige Ernte mit - 7 % zum Vorjahr und - 20 % zum 5-jährigen Schnitt als unterdurchschnittlich erwiesen. Resteuropa, ausgenommen Spanien, zeichnen ein ähnliches Bild. Die Erzeugerpreise konnten, der gesteigerten Nachfrage folgend, noch einmal zulegen. Während laut niederösterreichischer Landwirtschaftskammer Anfang des Monats durchschnittlich 30 EUR/dt für Zwiebeln sortiert, gepackt in Kisten, angeschrieben wurden, waren Ende November bereits 32 EUR/dt veranschlagt. Auch die Großhandelspreise der AMA zeigen mit einem Durchschnittspreis von 38 EUR/dt ab Rampe eine Steigerung von +19 % zum korrespondierenden Vorjahr. Über die Grenzen hinweg sind österreichische Zwiebel sehr gefragt.

Besonders bei gängigen Haushaltssortierungen von Kaliber 40/60mm und Übergrößen können Erlöse deutlich über dem Inlandsniveau lukriert werden. Preismeldungen von bis zu 53 EUR/dt, zum Beispiel aus Deutschland, lassen den heimischen Exportmotor schnurren. Solange der Vorrat reicht.

Kartoffelpreise werden fester
Abgesehen von vereinzelten Aktionen im Handel lief der Inlandsmarkt für Kartoffeln saisontypisch ruhig. Einerseits um die Andienung etwas anzukurbeln, andererseits um dem hohen internationalen Preisniveau Rechnung zu tragen, wurden die Erzeugerpreise von den meisten Aufkäufern angehoben. In Niederösterreich und Oberösterreich wurden Speisekartoffeln zumeist um 22 EUR/dt übernommen. Für Partien mit überdurchschnittlich hohen Absortierungen lag der Preis bei 18-22 EUR/dt. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA- Gütesiegel waren durchschnittlich 24 EUR/dt fällig. Angesichts der hohen Ausfälle die logische Konsequenz. Ein weiteres Anziehen der Preise scheint mehr als wahrscheinlich.

In der Tat wäre der Exportmarkt, hinsichtlich der schwachen europäischen Ernten, höchst aufnahmefähig. Alleine exportfähige, konditionsstarke Ware fehlt. Zum Leidwesen aller Beteiligten hat sich die Qualität der eingelagerten Knollen in den letzten Wochen im Großen und Ganzen weiter verschlechtert. Der Rekordsommer und seine unerwünschten Begleiter (Stolbur, Drahtwurm usw.) haben vielen Partien nachhaltig ihren Stempel aufgedrückt. Ausgeprägte Qualitätsmängel und rasche physiologischer Alterung sind die Folge dessen. Früher als Lagerhalter und Verbraucher lieb sein kann, neigen sich heimische Vorräte dem Ende zu.

Hier finden Sie den vollständigen Marktbericht.


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