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LEH-Kette investierte 140 Mio. in automatisierte Anlage in Berbersdorf

Edeka erweitert Lager in Nordbayern-Sachsen-Thüringen

Nur dreieinhalb Jahre nach der Fertigstellung des Edeka-Logistikzentrums im mittelsächsischen Berbersdorf gibt es laut Betriebsleiter Ulrich Günther bereits Planungen, die nächsten Erweiterungsschritte umzusetzen. „Das wird uns wahrscheinlich die nächsten Jahre beschäftigen“, kündigte er beim Kälteforum des Kühllogistikverbands VDKL und des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) vorige Woche in Dresden an.

Details verriert er zwar nicht. Es sei aber Fakt, dass der Standort für die Belieferung, der vor allem in Sachsen ansässigen Einzelhändler, künftig nicht mehr ausreichen werde. Das habe vor allem mit dem Erfolg der Einzelhändler in der ostdeutschen Region sowie der gesamtwirtschaftlichen Situation zu tun, sagte Günther.

In die stark automatisierte Anlage in Berbersdorf hatte Edeka 140 Mio. EUR investiert. Sie läuft erst seit 2016 im Vollbetrieb. Grundsätzlich ist eine Erweiterung nach so kurzer Zeit ungewöhnlich. Früher war es bei bei solchen Neubauten üblich, erst nach etwa 15 Jahren über einen Anbau nachzudenken.

Auch an den übrigen Standorten der Regionalgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen seien Erweiterungsinvestitionen geplant. Edeka ist in sieben Gesellschaften aufgeteilt, die jeweils über eine operative Logistik verfügen. Diese agieren als Großhändler, die letztlich die selbstständigen Einzelhändler beliefern.

Berbersdorf hatte 2015 die sächsischen Standorte Borna bei Leipzig und Hof bei Riesa abgelöst und gilt als modernster der elf Standorte der Regionalgesellschaft. Von der Fläche her ist die Anlage mit rund 49.000 Quadratmetern das zweitgrößte Lager in der Region. Das Grundstück hat eine Größe von 225.000 Quadratmetern. An dem Standort führt Edeka etwa 12.000 Artikel aus allen Temperaturbereichen. In Berbersdorf werden jährlich etwa 46 Mio. Kolli umgeschlagen, was einem Umsatz von ungefähr 470 Mio. EUR entspricht.

Personal wird händeringend gesucht
Aktuell beschäftigt Edeka in Berbersdorf circa 360 Mitarbeiter. Es sei allerdings immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, fügte Günther an. Das gelte an seinem Standort vor allem bei den Jobs im Leitstand, wo die Mitarbeiter ein gewisses Prozess- und IT-Wissen mitbringen müssten.

Im Kommissionierbereich sowie bei LKW-Fahrern gehe es noch. Der Mangel an Fahrern sei zwar deutlich spürbar, „aber wir finden immer noch Personal, da die Bedingungen bei uns etwas attraktiver sind als bei manch anderem“. Hinzu komme die geografische Lage im Osten Deutschlands. Denn der Bedarf werde häufig mit Mitarbeitern aus osteuropäischen Ländern gedeckt. „Auch im Kommissionierbereich steigt der Anteil ausländischer Mitarbeiter“, sagte Günther weiter.

Der Mangel an Lagerpersonal in bestimmten Regionen war für Edeka bereits zwischen 2011 und 2015 ein Grund, technisch aufzurüsten. Große Summen flossen unter anderem in den Um- und Ausbau sowie die Automatisierung der Lagerstandorte. Die nötige hohe Leistungsfähigkeit und die breiten Sortimente ließen sich mit konventioneller Technik nicht mehr bewältigen, hatte Edeka damals begründet. Die schnelle Warenverfügbarkeit spielte ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Quelle: Deutsche Verkehrs-Zeitung


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