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Pfälzer Rosenkohl findet seinen Weg in den regionalen Großhandel

''Gemüse liegt im Trend, aber Anbau ist besonders schwer''

Der übergroße Teil des in Deutschland verhandelten Rosenkohls wird nach wie vor aus den Niederlanden sowie Belgien bezogen. Stellenweise gebe es allerdings Versuche das Kohlgemüse regional anzubauen. Auch in der Pfalz werden aktuell Kohlsprossen aus lokalem Anbau vermarktet. Was vor vier Jahren als reines Hobby anfing, hat sich mittlerweile zu einer lieferfähigen Produktion auf ca. 8 ha entwickelt, erläutert Jens Hellmann des gleichnamigen Erzeugerbetriebes im Herzen der Pfalz.

Problematischer Anbau
Normalerweise gedeihen hauptsächlich Kartoffelspezialitäten auf dem Feld nah an der Ortschaft Lingenfeld. Seit vier Jahren produzieren Bernd und Jens Hellmann allerdings auch Kohlsprossen die seit diesem Jahr über einen regionalen Abnehmer vermarktet werden. Angefangen haben die beiden Erzeuger damals mit der maschinellen Ausstellung eines niederländischen Produzenten aus Numansdorp, der den Anbau aufgegeben hatte. ''Dieses Jahr ist noch ein Versuchsjahr, aber ab 2019 wollen wir unseren Hauptkunden der Wasgau AG größere Mengen anbieten'', schildert Jens Hellmann.

Da die Kultur an sich normalerweise in ganz anderen Anbauregionen gedeiht, sei die Produktion alles andere als einfach. Hellmann: ''Der Rosenkohl benötigt natürlich ein ganz anderes Klima und auch die verfügbare Pflanzenschutzmittel sind da wenig hilfreich. Zudem ist auch die weiße Fliege hier sehr aktiv und ist es besonders schwierig die zu bekämpfen. Deswegen waschen wir die Kohlsprossen auch mit einer Salatwaschmaschine, damit keine Rückstände mehr drauf sind.''

Ausfälle bis 50 Prozent
Dieses Jahr habe der Erzeuger zusätzlich mit Wetterextremen zu rechnen: Denn die langanhaltende Hitze während der vergangenen Sommermonate habe auch in der Pfalz ihre Auswirkungen auf den dortigen Anbau, gerade bei einer empfindlichen Kultur wie dem Rosenkohl. ''Wegen der diesjährigen Sommertemperaturen haben wir 50% Ausfall. Im Vorjahr haben wir dahingegen 90 Prozent der Erzeugnisse ernten können'', schildert Hellmann die aktuelle Situation.

Das Gemüse an sich liege jedoch deutlich im Trend. ''Die langfristige Rentabilität des Rosenkohl-Anbaus kann ich zur Zeit jedoch schwierig beurteilen. Wir machen die Kultur dieses Jahr erstmalig in größerem Stil auf 8 Hektar und wissen nicht wie die Beliebtheit des Produktes sich langfristig entwickelt. Im Moment wird unseren regionalen Rosenkohl gut angenommen, der Löwenteil kommt allerdings nach wie vor aus den Niederlanden.'' Trotz der hohen Ausfallraten soll das regionale Kohlgemüse die nächsten Monate noch im Großhandel angeboten werden. ''Wir werden sicherlich über Weihnachten hinaus bzw. bis Ende Januar liefern können.''

Weitere Informationen:
Hellmann Gemüsebau
Kautzengasse 
67360 Lingenfeld 
hellmann90@web.de

WASGAU Produktions & Handels AG
Blocksbergstraße 183
66955 Pirmasens
Tel.: +49 (0) 6331 / 558-0
Fax: +49 (0) 6331 / 558-109
Email: info@wasgau-ag.de 
www.wasgau-ag.de 


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