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Bilderreportage: 29. Wilhelm Weuthen Kartoffeltag

Trotz schwieriger Saison gute Stimmung im Kartoffelsektor

Während der 29. Ausgabe des Wilhelm Weuthen Kartoffeltags standen moderne Kartoffelsorten und Verwertungstechniken ganz einheitlich im Fokus. Eine Vielzahl deutscher und niederländischer Züchtungsunternehmen, Maschinen- und Verpackungslieferanten sowie übrige relevante Akteure der Branche waren auf dem Kartoffelfeld nah am Hauptsitz der Wilhelm Weuthen GmbH in Schwalmtal anwesend. Bevor die anwesenden Besucher die vielen Sortenausstellungen und Maschinendemos bestaunen konnten, wurden die Aussichten auf die diesjährige Saison präsentiert.


Dürre wirft Schatten über den Kartoffelmarkt
Die Versorgungslage wird das große Thema der diesjährigen Saison, erwähnte Herr Ferdi Buffen, Geschäftsführer der Firma Weuthen und Gastgeber des Tages. Man erwarte im gesamten HAFPAL-Gebiet eine historisch kleine Ernte. Nur in Teilen Süddeutschlands, Österreichs, Polens und Südosteuropas habe man halbwegs normale Aufwüchse vorzuweisen. Die Verarbeitungsindustrie hat erhebliche Kapazitäten geschaffen und wird versuchen, diese durch Rohstoffschonung und kreativen Umgang mit den verfügbaren Kartoffeln weitestgehend auszulasten. Die knappe Versorgung innerhalb der letzten Wochen mit Chips, Püree und TK-Waren, seien ein deutliches Signal, vor welcher Aufgabe die europäische Kartoffelwirtschaft steht.



Auch bei Pflanzkartoffeln werden deutlich unterdurchschnittliche Erträge mit guten Qualitäten und hohen Ausbeuten in pflanzfähiger Sortierung erwartet. Frühe Verarbeitungs- und Doppelnutzungssorten werden voraussichtlich sehr gefragt sein.
Auch die bewährten Pommes-Frites- und Chipssorten der Haupternte werden knapp sein.
In Zahlen wird die gesamte Haupternte wie folgt prognostiziert:
Deutschland: 8,25 – 8,75 Mio. to
EU 5: 20,00 – 22,00 Mio. to

Dies würde bedeuten, dass die Kartoffelbranche in Deutschland ca. 2 Mio. Tonnen und im HAFPAL-Gürtel 6 bis 7 Mio. Tonnen weniger Rohstoff verfügbar hat als im Durchschnitt der letzten Jahre.


Gelbfleischige Kartoffeln prägen den deutschen Handel
Die Saatgut-Lieferanten sammelten sich auf ein eigenständiges Feld und legten eine bunte und vielseitige Sortenausstellung an den Tag. Die aktuelle Sortenauswahl im Kartoffelbereich verzeichnet zwei erwähnenswerten Tendenzen: Einerseits sei man ständig auf der Suche nach modernen Sorten mit einer hohen Resistenz und einem hohen Ertrag pro Hektar. Dies sei der Fall für alle Produktgruppen im Kartoffelsektor (Speise-, Pommes- und Chipskartoffeln). Dieser Trend steht im engen Zusammenhang mit dem stetigen Zuwachs der Bio-Kartoffeln. Diese Produktgruppe verzeichnet spezifisch in Deutschland momentan ein starkes Wachstum.

Auf der anderen Seite hat der deutsche Markt eine starke Präferenz für gelbe Sorten, so die Saatgutlieferanten. Dies wirkt sich auch auf alle drei Produktgruppen aus und gilt als Trend, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Im Zuge dieser Entwicklung gibt es aber auch Platz für verschiedene Premium-Sorten wie die rotfleischige Varietäten. Diese Warengruppe wird jedoch in erster Linie als Nischenmarkt, mit einem begrenzten Anteil bezeichnet; aufgrund dessen sei die allgemeine Erwartung, dass dieses Segment in den kommenden Jahren eher auf gleicher Höhe bleibt. 


Lagerung, Verarbeitung und Verpackung
Was ist der Kartoffelmarkt ohne geeignete Einlager- und Verarbeitungstechniken? Auch dieser Stufe der Wertschöpfungskette wurde auf dem Weuthen Kartoffeltag genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Unter anderem Anbieter von Sortier- und Verpackungslinien, aber auch Hersteller von Holzlagerkisten waren mit einem eigenen Stand vertreten. Diese letzte Lagertechnik gewinnt gegenüber dem Abfluss vor Ort immer noch an Bedeutung, da die Kisten zu niedrigen Ausfallen und somit zu höheren Renditen führen. Da die Kisten auch übereinander gestapelt werden können, wird der Lagerraum voll ausgenutzt und somit eine optimale Effizienz gewährleistet. 

Schließlich stand auch die Verpackung der Kartoffeln im Fokus. Auch im Kartoffelbereich seien nachhaltige Verpackungsmaterialien momentan ein heikles Thema. Unter anderem werden kleinere Verpackungseinheiten und die Verwendung nachhaltiger Materialen erprobt. Die altehrwürdigen Plastiknetze verschwinden immer mehr zugunsten von Papiertüten. Diese robusten und besonders nachhaltigen Verpackungen finden sich heute häufig in den Formaten 1,5 und 2KG im deutschen und westeuropäischen Lebensmitteleinzelhandel. Alternativ sind unter anderem kleine Boxen aus Karton: diese Verpackungslosung findet man jedoch vereinzelt im Supermarkt, sondern vor allem in kleineren Obst- und Gemüseläden und Hofläden, welche dennoch in Deutschland nach wie vor ein wichtiges Marktsegment sind.



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