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Jörg Friedli, Friedli Gemüse:

''Salatpreise in der Schweiz zu niedrig im Verhältnis zu Produktionskosten''

Die Wetterkapriolen haben momentan auch die Freilandproduzente in der Schweiz im Griff. Trotz der minimalen Niederschläge vergangene Woche kam es auf vielen Feldern zu erheblichen Trockenheitsschäden. Darüber hinaus seien die derzeitigen Preise zu niedrig im Verhältnis zu dem Aufwand und den Produktionskosten im Anbauverfahren (u.a. Bewässerung). Nicht umsonst wurden letzte Woche etwa 300 Tonnen Eisbergsalat für den inländischen Konsum importiert, unter anderem aus den USA. 

Einbuße zu 30 %
Auch auf den Freilandfeldern der Friedli Gemüse AG mit Sitz in Wohlenschwil kam es in den letzten Wochen zu großen Ausfällen, bestätigt Inhaber Jörg Friedli. ''Es gab letzte Woche zwar eine kleine Entspannung mit minimalen Schauern, jedoch sind die Probleme im Freilandanbau nach wie vor groß. Wir haben immer noch große Probleme im Freilandanbau. Ganz extrem ist momentan den Eissalat gesucht: Die jetzige Einbuße wegen Trockenheitsschäden bewegen sich bei uns im moment etwa um die 30 Prozent.''


Links: Inhaber Jörg Friedli des Erzeugerbetriebes

Konkurrenz im Salatbereich
Die Friedli Gemüse AG ist ein zweiteiliger Betrieb, der sich sowohl um den Anbau als auch die Vermarktung der Freilandkulturen kümmert. Zur Kundschaft gehören hauptsächlich Gastronomen im (über)regionalen Umkreis. Gerade im Freilandanbau beobachter Herr Friedli heutzutage eine interessante Tendenz, denn die Begeisterung für den klassische Kopfsalat läuft wegen der Präsenz neuer Züchtungen stark zurück. ''Der Eissalat und Kopfsalat als solches haben zuviel Konkurrenz von Sorten wie Eichenlauch, Lolo, Frisee und Salanova. Diese Entwicklung bemerken wir schon seit etwa 10 Jahren und infolgedessen haben wir die Anbaufläche für die klassische Salate tendenziell reduziert.'' 


Die Lagerhalle der Firma Friedli Gemüse

Reduzierte Anbaufläche
Statt dem klassischen Salat hat der Gemüsebaubetrieb heute eine Vielzahl an Raritäten und 'modernen' Salatzüchtungen im Anbau. Vor etwa 4 Jahren, als die neue Züchtung Salanova von Rijk-Zwaan lanciert wurde, war Herr Friedli sofort dabei die Kultur anzubauen. Und im zweiten Jahr hat die Salanova sich etabliert und der Absatz war da. Genau gegen den Trend bevorzugen die Gastronomen bzw. die Stammkunden des Unternehmens heutzutage jedoch den echten Kopf- oder Eissalat. ''Wir haben zwar einen gewissen Absatz, doch der Anteil innerhalb der Gastronomie bzw. des freien Marktes stagniert eher. Aufgrund dessen habe ich die Anbaufläche auch leicht reduziert.''


Ein Lieferfahrzeug der Firma

Anbau und Vermarktung
Die Friedli Gemüse AG wurde vor über 70 Jahren gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Lieferanten von Frischwaren in der Gastronomie entwickelt. Heutzutage baut das Unternehmen auf ca. 40 ha Freilandfläche unterschiedlichste Salatzüchtungen und übrige Kulturen an. Zudem werden ergänzende Warengruppen wie Hart- und Steinobst aus In- und Ausland zugekauft und an die Gastronomen angeboten. 

Weitere Informationen:
Friedli Gemüse AG
Moosweg 2, 5512 Wohlenschwil
T: +41 056 491 16 46
F: +41 056 491 38 75

Erscheinungsdatum:
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