Nationale Produktion deckt nur 50% des Konsums

Italienische Kartoffeln immer rarer

Italien produziert nur die Hälfte des eigenen Verbrauchs. Dennoch liegen die Preise unter den Erwartungen der Produzenten. Das Management könnte besser sein. Die Zukunft könnte in kurzer Zeit für Kundenzufriedenheit sorgen.

Das bestätigt Roberto Cera (Foto), Vorsitzender der Coop Patfrut aus Molinella (Bologna). "Die Qualität war dieses Jahr sehr gut, da ein Zusammenhang mit den hohen Temperaturen hergestellt werden konnte. Die Preise sind bis jetzt ziemlich hoch, wir sind aber optimistisch was die kommenden Wochen betrifft, da die Nachfrage stetig zunimmt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Italien 50% des Eigenkonsums produziert, und der Verbraucher ein italienisches Produkt bevorzugt".

Das bestätigt auch Gabriele Ferri, Direktor der Nutritalia, während der Konferenz "Der Kartoffelanbau in der Region Bologna feiert sein 200jähriges Bestehen. Konkurrenzfähigkeit und Nachhaltigkeit einer Produktionskette. Organisatorische Modelle und Strategien zur Unterstützung des Ertrags für den Landwirt". Das Treffen wird in Molinella durch die Kooperative Patfrut in Zusammenarbeit mit der Naturitalia und Unterstützung der Emil Banca organisiert.


Momentaufnahme der Konferenz: Stehend Minister Gianluca Galletti

"Unter den führenden Merkmalen für Kartoffelkauf liegen an erster Stelle Frische und Qualität, darauf folgt die Herkunft, Güte/Geschmack, Zertifizierung und Lebensmittelsicherheit, Information auf dem Etikett, Kontrolle bei der Produktionslinie".

"Der Kartoffelkonsum in Italien ist zu 35,8% außerhäuslich und zu 64,2% häuslich. Letzter Wert ist geteilt, was die unterschiedlichen kommerziellen Kanäle betrifft: Supermärkte 59%, herkömmlicher Vertrieb 37%, Direktverkauf 4%. Anzumerken ist die große registrierte Verarbeitung in den letzten 15 Jahren, in 2000 wurden noch 62% des Produkts durch den herkömmlichen Einzelhandel erworben und 36% bei den Supermärkten. In 2016 gab es praktisch eine Inversion mit 62% des Erwerbs bei den Supermärkten und 38% bei dem herkömmlichen Einzelhandel".


Von links Matteo Passini, Vizedirektor der Emil Banca; Dario Mantovani, Bürgermeister von Molinella, Gabriele Ferri, Naturitalia; Roberto Cera von der Patfrut; Arnaud Delacour, (UNPT); Fausto Bosca (UNAPA); Davide Pasini, Patfrut.

"Auch unter Beachtung dieses Trends, ist es unerlässlich, ein gutes Level an Aggregation und eine Konzentration des Angebotes zu erreichen, um somit den Produzenten eine passende ökonomische Antwort garantieren zu können".

Arnaud Delacour, Vorsitzender der Nationalen Vereinigung von Produzenten von der französischen Kartoffel ( 'Unione Nazionale dei Produttori di Patata francesi (UNPT), hat eine detailliere Aufnahme des Kartoffelanbaus jenseits der Alpen geliefert. Es gibt eine mehr als 125.000 Hektar große Anbaufläche mit einer Produktion von über 6 Millionen Tonnen (Schätzung 2017). "Unsere Union gruppiert alle französischen Produzenten die sich in 4 Märkten aufteilen: Neue Kartoffeln, Kartoffeln für den Frischverzehr, Verarbeitungsprodukt und Stärkekartoffeln. Die Investitionsprogramme konzentrieren sich besonders auf die Qualität, Lagertechniken mit geringer Umweltbelastung, integrierte Schutzmaßnahmen und Präzisionslandwirtschaft".

Der Direktor der Nationalen Union der Produzenten der italienischen Kartoffel (Unione Nazionale Produttori Patate italiana (UNAPA), Fausto Bosca hat betont, dass die Produzenten weiterhin an die Kartoffel glauben und investieren, auch wenn sie auf Gemeinschaftsebene als ein Erzeugnis zweiter Klasse betrachtet wird.



"Die Gemeinsame Agrarpolitik hat angemessene Mittel zu Sicherung der Einkommen der Produzenten im Falle eines Ungleichgewichts zwischen Nachfrage und Angebot für alle Produktionen, außer für die Kartoffel, vorgesehen. Ein Manko, dem die einzelnen Staaten durch eigene Ressourcen, die es gestatteten, wichtige professionelle Abkommen zu unterzeichnen, zuvorkommen wollen. Seit 2011 wurde auch dieser Weg verlassen. Die EU entschied, dass die Länder der Union keine Ressourcen zu diesem Zweck zuteilen durften. Wenn der Markt das Produkt nicht mehr aufnimmt und die Preise rapide zurückgehen, findet sich der Bereich komplett ohne jegliche Mittel, um das Einkommen der Erzeuger zu sichern".

Bei dieser Situation ist es normal, sich zu fragen, ob es überhaupt noch eine Zukunft für den italienischen Kartoffelanbau gibt. Mit dieser Aussicht glaubt Bosca, dass Italien interessante Besonderheiten besitzt, die zu Optimismus verleiten.

Vor allem neigen die Verbraucher immer mehr dazu, der Herkunft eines Produktes Vorrang zu geben. Dank der besonderen Beschaffenheit und Verbreitung des Kartoffelanbaus von Nord nach Süd hat Italien den Vorteil, ein frisches Produkt für 10 Monate im Jahr garantieren zu können. Letztlich sorgt die nationale Produktion für ein hohes Niveau an Sicherheit bei den Lebensmitteln, dank der strengen wirksamen Normen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten.

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