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"Ernesto Machancoses (Frutas Inma): "Von den verbliebenen 30%, können wir 90% abschreiben"

Nachtfrost verwüstet Kaki Ernte in Valencia



Letzte Woche bereitete sich Frutas Inma, genau wie andere Exporteure in Benimodo (Valencia), auf den Endspurt der Kaki Saison vor. Die Früchte waren gut und bereit für die Ernte. Dann änderten jedoch einige sehr kalte Nächte alles. "Von den verbliebenen 30%, die wir noch ernten können, sind 90% ungeeignet. Es ist ein Disaster", sagt Technikmanager Ernesto Machancoses und zeigt dabei die beschädigten Früchte.


Kein Industriemarkt für Kakis
"Normalerweise gibt es diesen Frost im Januar oder Februar und nicht im Dezember. Wir sind komplett hilflos, weil wir mit den Produkten nichts machen können. Sie haben bereits schwarze Flecken und innerhalb der nächsten zehn Tage werden sie so weich wie Schwämme sein. Außerdem haben die Kakis keine zweite Chance; es gibt keinen Industriemarkt, auf dem sie beispielsweise in Saft weiterverarbeitet werden können", sagt Ernesto.



"Nicht nur für die Bauern ist es eine schreckliche Situation. Ich schätze, dass nur 70% aller Bauern versichert sind. Diese werden zwar keinen Profit machen, können aber von neu beginnen. In unserer Region verläuft die Wirtschaft entweder direkt oder indirekt, je nach Kaki Produktion. Aber auch für die Erntehelfer und Arbeiter in den Verpackungsstationen ist es eine schlimme Situation. So etwas passiert leider. Wir müssen damit umgehen. Ich denke, dass wir nicht mehr als 25% unserer vertraglichen Mengen liefern können."



"Wir haben unsere Kunden informiert. Der Preis wird vermutlich steigen, aber ich denke nicht, dass er in den kommenden Tagen plötzlich hochschießen wird. Denn jeder wird nun seine Produkte so schnell wie möglich verkaufen wollen", sagt er. Obwohl der Frost in jeder Region anders ausfällt, hat die gesamte Kaki Produktion in Valencia darunter gelitten. "In Spanien werden auf 25.000 Hektar Kakis angebaut, 23.000 davon allein in Valencia. Deswegen wird der Frost riesige Folgen für die Marktsituation haben. In diesem Jahr hätten wir eigentlich eine normale Saison erwartet und etwa 300.000 Tonnen Kakis geerntet. Durch die neuen Pflanzen, die bald produktiv werden, werden wir in den nächsten drei Jahren voraussichtlich 500.000 Tonnen ernten."



Fokus auf weit entfernte Zielmärkte
Während sich mehr Exporteure auf den europäischen Markt konzentrieren, hat sich Frutas Inma vor sieben Jahren dazu entschieden, sich auf andere Zielmärkte in der Welt zu spezialisieren. "Die Hälfte unserer Produktion geht auf weit entfernte Märkte. Das macht uns in diesem Geschäft zu einer Ausnahme. Gute Märkte für uns sind Kanada, Brasilien, Uruguay, Hong Kong, Singapur, Malaysia, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien und Qatar. Innerhalb von Europa sind Deutschland und Frankreich mit Abstand unsere größten Märkte. Kakis sind in Spanien sehr bekannt, die Verkäufe fallen aber immer etwas enttäuschend aus, da die Leute selbst Kaki Bäume im Garten stehen haben."



In den letzten Jahren ist die Kaki Produktion in Valencia stark gestiegen. Ernesto glaubt jedoch nicht, dass es größere Mengen geben wird, als der Markt aufnehmen kann. "In diesem Jahr ist das Angebot sogar 10% kleiner als im letzten Jahr. Das Potential des Kaki Markts ist riesig. Immer mehr Verbraucher entdecken das Obst. Normalerweise ist der Konsum unter bestimmten ethnischen Gruppen am höchsten, bevor sich der Trend auch auf andere Märkte ausweitet. Zurzeit importiert China große Mengen aus Südkorea und Japan. Wenn sich dieser Markt öffnet, werden sich für spanische Kakis noch viel mehr Möglichkeiten bieten. Vor dem russischen Boykott, kaufte Russland gut 20% unserer Kakis. Würde sich dieser Markt erneut öffnen, hätten wir sofort ein Unterangebot."



"Die Mengen des Obsts sind nicht das Problem, sondern die Art, wie wir sie verkaufen. Wir verschicken Qualitäts-Kakis, verkaufen sie aber als Massenware. Das ist in unserem Sektor nicht ungewöhnlich. Aus dem Ausland kommen Kakis mit einer schlechteren Qualität, die aber zum gleichen Preis verkauft werden. Wir machen es den Einzelhändlern viel zu einfach", sagt Ernesto.


Die Verbraucher wollen das ganze Jahr über Kakis
Auch wenn Frutas Inma bereits neue Sorten testet, bevorzugen die Kunden noch immer die Rojo Brillante. "Wir fragen unsere Kunden, was sie wollen und wir sehen Potential in der Verlängerung der spanischen Saison. Das wird aber nicht mit der Rojo Brillante gehen"; sagt Ernesto. Durch Joint Ventures in Peru und Uruguay kann das Unternehmen seine Kunden das ganze Jahr über mit Kakis beliefern. "Unsere Kunden wollen ein ganzjähriges Angebot. Das ist noch immer eine Herausforderung, aber ich denke, dass die Kaki Saison innerhalb von fünf Jahren auf 10 Monate verlängert werden kann."



Außerdem hat Frutas Inma sein Sortiment in den vergangenen Jahren um Avocados erweitert. "Genau wie Kakis sind Avocados klassische Exoten. Wir können all unsere permanenten Kaki Kunden auch mit Avocados versorgen. Der Avocado Anbau in Valencia ist nicht einfach, aber es ist möglich. Wir bauen sie außerdem in Peru auf einer Fläche von 200 Hektar an. So können wir unsere Kunden ganzjährig beliefern. Unsere anderen Produkte, wie Granatäpfel, haben natürlich auch Potential. Wir haben uns allerdings dazu entschieden, uns auf Kakis und Avocados zu konzentrieren. Man kann schließlich nicht in allen Bereichen Experte sein."



Für weitere Informationen: 
Ernesto Machancoses
Frutas Inma
Carrer de L’Olivera,
46291 Benimodo (Valencia)
Tel: +34 96 253 14 71
info@frutasinma.com
www.frutasinma.com


Erscheinungsdatum:



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