Der südafrikanische Export von Äpfeln und Birnen wächst. 2017 wurden 560.000 Tonen Äpfel und über 260.000 Tonnen Birnen ausgeführt. Was die Äpfel betrifft, handelt es sich um 10 Prozent mehr als voriges Jahr und bei den Birnen ein paar Prozentpunkte mehr. Das hat The South African Revenue Service (SARS) bekanntgegeben: Diese Quelle veröffentlicht die Daten der gesamten südafrikanischen Einfuhr und Ausfuhr auf der Basis von Daten der Zollbehörden. Laut der südafrikanischen Branchenorganisation der Obsterzeuger (Hortgro) ist der Export von sowohl Äpfeln als auch von den Birnen dieses Jahr fast gleich groß als voriges Jahr. Über die Jahre hat der südafrikanische Export von Hartobst laut Hortgro auch zugenommen, aber weniger als SARS angegeben hat. Der Gesamtwert der südafrikanischen Hartobstausfuhr beträgt fast eine halbe Million Euro: respektive 325 Millionen Euro was die Äpfel betrifft und 175 Millionen Euro für die Birnen. Südafrika ist weltweit die Nummer 7 Exporteur von Äpfeln und die Nummer 6 der Birnen, das geht aus den Zahlen von Fruit and Vegetable Facts hervor.

Anbaufläche scheint sich zu stabilisieren

Bis zur letzten Saison (September 2016 – August 2017) hat die südafrikanische Anbaufläche von sowohl die Äpfeln aus von den Birnen (leicht) zugenommen. 2016/17 ist die Anbaufläche der Äpfel mit 24.200 Hektar gleichgeblieben, von denen 21.000 Hektar in Produktion war. Die Anbaufläche war etwas geringer als in der vorgehenden Saison. Die Birnenanbaufläche ist mit 13.000 Hektar konstant geblieben, von denen 11.600 Hektar in Produktion war. Das war etwas weniger als in der vorgehenden Saison.





In der Saison 2017/18 eine kleinere Produktion
Die gesamte Produktion betrug 2016/17 über 900.000 Tonnen Äpfel und 430.000 Tonnen Birnen. Für die jetzige Saison 2017/18 erwartet das USDA, das amerikanische Landwirtschaftsministerium, übrigens eine Abnahme der Produktion vor allem wegen der Wasserknappheit.

Jahrrund Export Äpfel nach Afrika

Wenn man die ganze Saison in Betracht nimmt, exportiert Südafrika die meisten Äpfel in Länder auf dem eigenen Kontinent. Die Ausfuhr der Äpfel nach EU-Ländern fängt Ende März an und dauert bis Anfang September. Der Export nach afrikanischen Ländern findet jahrrund statt, aber namentlich wenn wenig oder nichts in andere Länder ausgeführt wird. Das bedeutet in der Periode Oktober bis Februar. Der Schwerpunkt des Exportes in die übrigen Ländern fällt größtenteils mit dem Ausfuhr in die EU zusammen, nämlich in der Periode März bis Juni. Die südafrikanische Birnensaison kommt im Januar in Gang. Der Export in die EU dauert bis Anfang Juli. Die Saison der Ausfuhr der anderen Länder läuft größtenteils parallel.



Wichtigkeit EU nimmt ab
Der Apfel- und der Birnenexport haben langfristig gesehen zugenommen. Die Ausfuhr in die EU-Länder wächst auch aber die Wichtigkeit der EU nimmt ab. 2005 war der Anteil der EU bei den Äpfeln über 60 Prozent, 2016 waren es noch über ein Viertel. Bei den Birnen handelte es sich respektive um 75 und zirka 50 Prozent. Dieses Jahr wurden über 180.000 Tonnen Äpfel und etwa 130.000 Tonnen Birnen in die EU-Länder ausgeführt. Laut der Eurostat Daten was der Gesamtexport aus Südafrika in die EU-Länder betrifft, handelte es sich dieses Jahr um 80.000 Tonnen Äpfel und 90.000 Tonnen Birnen.

Bei den Äpfeln hat namentlich der südafrikanische Export in die afrikanischen Länder zugenommen. Auf Jahrbasis gesehen werden heute viel mehr Äpfel nach afrikanischen Ländern als nach EU-Ländern ausgeführt, nämlich über 200.000 Tonnen. Süd- und Ostasiatische Länder kaufen jetzt auch beträchtlich mehr südafrikanische Äpfel. 2016 handelte es sich um über 110.000 Tonnen und dieses Jahr wird der Export in diese asiatischen Ländern wieder um fast zehn Prozent wachsen. Die Golfstaate führten 2016 34.000 Tonnen ein. Dieses Jahr ist es weniger. Die Ausfuhr nach Russland hat beträchtlich zugenommen.

Vereinigtes Königreich ist der wichtigste Abnehmer von Äpfeln

Wenn es sich um die separaten Länder handelt, ist das Vereinigte Königreich der wichtigste Abnehmer südafrikanischer Äpfel. Laut den SARS-Zahlen wurden bis September dieses Jahr über 150.000 Tonnen ins Vereinigte Königreich ausgeführt, letztes Jahr handelte es sich um fast 110.000 Tonnen. Aus den Zahlen der Erzeugerorganisation Hortgro geht hervor, dass dieses Jahr etwa 70.000 Tonnen ins Vereinigte Königreich ausgeführt wurden. Laut Eurostat handelt es sich dieses Jahr um 65.000 Tonnen. Die weiteren großen Abnehmer von südafrikanischen Äpfeln sind: Malaysia, Nigeria, Bangladesch, die Vereinigten Arabischen Emiraten, Kenia und die Niederlande. Der Export in die Niederlande umfasste laut den SARS-Zahlen dieses Jahr zirka 15.000 Tonnen. Das ist etwas weniger als die 16.800 Tonnen im Jahre 2016. Die Ausfuhr in die Niederlande wechselt jährlich, aber war früher mal über 30.000 Tonnen. Normalerweise weichen die SARS-Daten nicht sehr von den Eurostat-Daten der Niederlande ab, nur in diesem Jahr zeigt Eurostat eine Einfuhr in die Niederlande von 11 bis 12.000 Tonnen.





Niederlande sind der wichtigste Birnenabnehmer
Die Niederlande sind mit Abstand der wichtigste Abnehmer der südafrikanischen Birnen. Laut den SARS-Daten handelt es sich dieses Jahr um fast 70.000 Tonen: einen Rekord. Laut den Eurostat-Daten haben die Niederlande dieses Jahr zirka 45.000 Tonnen Birnen aus Südafrika eingeführt. Im Vergleich zu den vorgehenden Jahren sind es etwas weniger. Weitere wichtige Abnehmer der südafrikanischen Birnen sind: die Emiraten, Russland und das Vereinigte Königreich. Genauso wie bei den Äpfeln sind dieses Jahr beträchtlich mehr Birnen nach Russland ausgeführt worden. Die große Zunahme der Ausfuhr ins Vereinigte Königreich wird nicht von den Einfuhrzahlen ins Vereinigte Königreich bestätigt (Quelle: HM Revenue & UK customs, das heißt: Eurostat).

Golden immer noch die wichtigste

Golden Delicious ist in Südafrika immer noch die wichtigste Sorte. Golden nimmt etwa ein Viertel der gesamten Anbaufläche ein. In den letzten Jahren nimmt der Anteil der Golden nur langsam ab. Granny Smith steht gerade noch an zweiter Stelle, aber ist immer weniger wichtig. Royal Gala/Gala ist stark im Kommen. Sie machen jetzt 17 Prozent der südafrikanischen Anbaufläche aus. Ebenso im Kommen sind: Pink Lady, Fuji und vor allem Cripps Red/Joya. Sonst umfasst die Anbaufläche der Kanzi in Südafrika inzwischen 266 Hektar. Bei dem Export ist Golden immer noch die wichtigste Sorte, aber dieser Anteil ist schnell zurückgegangen und beträgt jetzt ein Viertel. Der Anteil der Royal Gala/Gala war 2015 kurz 23 Prozent, aber später hat es etwas abgenommen. Grannies machen 18 Prozent der gesamten Apfelausfuhr aus Südafrika aus. Die Ausfuhrzahlen der weiteren Sorten sind: Cripps Pink/Pink Lady 12 Prozent, Fuji 8,4 Prozent, Starking 6,7 Prozent, Breaburn 4,0 Prozent, Cripps Red/Joya 3,0 Prozent und Kanzi 0,3 Prozent.

Auch Grannies nach Afrika; Pink nach Europa und Red nach Asien
Die grünen Sorten werden vor allem nach den afrikanischen Ländern verkauft. Nach Europa werden namentlich die (Bi-)Pink Sorten ausgeführt. Nach dem VK werden relativ viele (BI-)Red Sorten exportiert. Diese werden auch relativ viel in den Nahen Osten und in den Fernen Osten verkauft. Von der gesamten Apfelproduktion wird ein wichtiger Teil ins Ausland verkauft. Auf der Basis von den SARS/USDA-Daten beträgt die Ausfuhrquote sogar fast 60 Prozent. Auf der Basis der Hortgro-Daten sind es fast die Hälfte.


Laut Hortgro werden mehr (100.000 Tonnen) Äpfel an die Industrie verkauft als die USDA-Daten aussagen (das amerikanische Landwirtschaftsministerium).

Packhams wichtigste Birnensorte
Bei den Birnen ist Packham's Triumph die wichtigste Sorte und der Anteil wächst immer noch. Heute macht diese Sorte ein Drittel der südafrikanischen Birnenanbaufläche aus. Mit Abstand ist Forelle die zweite Sorte und Williams die Dritte. Der Anteil von Forelle ist stabiler, aber der Anteil von Williams geht stark zurück. Im Kommen sind Rosemarie und vor allem Cheeky. In dem südafrikanischen Birnenexport ist der Anteil von Packhams immer noch etwas mehr als ein Drittel. Forelle ist mit über 20 Prozent die zweite Ausfuhrsorte. Aus den SARS/USDA Daten geht hervor, dass zirka 60 Prozent der südafrikanische Birnenernte ins Ausland ausgeführt wird. Hortgro zufolge sind es etwas mehr als die Hälfte. Laut Hortgro werden mehr Birnen an die Industrie verkauft als das USDA aussagt.


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Für weitere Informationen:
Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
www.fruitandvegetablefacts.com
E: fruitvegfacts@gmail.com
T: +31 (0)654687684

Quelle: Fruit and Vegetable Facts