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Beginn der Zitrusfrucht-Saison auf Sizilien

Gerade hat die Saison 2017/18 für Zitrusfrüchte auf Sizilien begonnen, die anscheinend - im Falle einiger Sorten- unter der Trockenheit des heißen Sommer zu leiden hat. Pietro Russo hat zu Saisonbeginn eine Analyse gemacht. Er ist Experte/ Unternehmer im Sektor Zitrusfrüchte in Lentini (SR), der eine Übersicht zu den Hauptsorten bei den Zitrusfrüchte, die auf Ost-Sizilien zu finden sind, gibt.


Pietro Russo

Blondorangen
"Die Saison beginnt mit den ersten Speditionen der Orangen mit blondem Fruchtfleisch, der Navelina. Die Produktion ist gut, die Menge zufriedenstellend, mit durchschnittlichen Kaliber, wobei die äußere Farbe intensiver als in den letzten Jahren erscheint".

Ein wichtiger Fakt ist das beinahe komplette Ausbleiben der Attacken der Mittelmeer-fruchtfliege.

Im Moment ist der Verlauf des Verkaufs für die Navelina normal, mit einer linearen Nachfrage verglichen mit den letzten Jahren und somit einer kompletten Aufnahme durch den Markt. Ein größeres Interesse gilt der biologischen Ware von Seiten der Großhandelsketten.

Zitronen
"Bei den Zitronen sieht es etwas anders aus. Anfangs gibt es weniger Ware, da die Produktion kleinere Kaliber hervorbringt und man einen Monat abwarten sollte, für mehr Produkt. Das heißt im Moment gibt es die höhere Preise und eine Verlangsamung des Verkaufs, besonders auf den ausländischen Märkten, wo sie Konkurrenz aus anderen Produktionsländern, z.B. Spanien, bekommen".

Die rote Orange
"Die Erwartungen für die rote Orange ist noch etwas unsicher, auch bei erfreulicher Produktion. Die Ware scheint ein kleines Kaliber zu haben, Folge der großen Hitze. Das bringt eine große Unsicherheit mit sich, da kleinere Früchte Schwierigkeiten beim Verkauf mit sich bringen, mit daraus folgendem Abstieg des Warenpreises bei den großen Ketten".

Der Vermarktung
"Das Risiko liegt darin, dass die Großhandelsketten höhere Preise bei den Lieferketten akzeptieren. Die Gefahren einer verzerrten Kampagne sind ausgeprägter, wenn unerfahrene Betreiber die Verhandlungen durchführen, die das Angebot stückeln um Abschlüsse zu schließen und Ware zu liefern. Es sollte an die Vergangenheit gedacht werden und daran, den Export zu reorganisieren, dabei die Kontrollen zu aktivieren und die Arbeit beim Export zu regeln, mit Bezug auf Kaliber und Sorten".



Positiver Trend bei Bio, aber auch Besorgnis und 'Tristeza'
Für die roten Orangen, die biologisch angebaut werden, ist der Trend ansteigend. Doch es sollte nicht vergessen werden, wie schwierig die Situation durch den Virus Tristeza (CTV) war. Die größeren Betriebe haben begonnen, resistente Unterlagen zu pflanzen, aber das alles braucht auch seine Zeit.

"Die Landwirte ergreifen Gegenmaßnahmen gegen den Virus, aber es ist beinahe unmöglich, die Produktionen zurückzusetzen, wenn der Sektor keine Unterstützung erhält. Darum denke ich, dass die rote Orange für viele Jahre mit diesen Problemen zu kämpfen haben wird, mit unverkäuflicher Ware und schwankenden Produktionen", kommentiert der Experte.

Erscheinungsdatum:



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