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Vergessene Wurzel kommt wieder zurück

''Pastinake erlebt eine Renaissance''

Die Pastinake setzt sich allmählich bei den salonfähigen Herbstgemüsesorten. Der Verbrauch des Gemüses steigert sich in diesem Jahr voraussichtlich um 80 Prozent im Vergleich zu 2016. Ein definitiver Nachweis, dass die einzigartige Wurzel mit dem leicht bitteren Nachgeschmack den Grenzen des Biobereichs entwachsen ist? Oder wird die Gemüsesorte immer ein Nischenprodukt bleiben?

Rückbesinnung
Selten wächst die Nachfrage einer Gemüseart in so einem rasanten Tempo als bei der Pastinake momentan der Fall ist. Deren gesamte Absatzmenge wird in diesem Jahr voraussichtlich die magische Grenze von 10.000 Tonnen überschreiten. Das ist eine Steigerung von 80 Prozent im Vergleich zu den 1.000 Tonnen im letzten Jahr. Der durchschnittliche Absatz liegt schon seit einigen Jahren bei rund 2.000 Tonnen per annum, wie das AMI aufgrund einer GFK-Analyse bezifferte.


Die Pastinake ist zur Zeit eine beliebte Gemüseart

Die Entwicklung habe schon vor mehr als einem Dezennium angefangen, so Einkäufer Norbert Schick des Grell Naturkost-Großhandels Kaltenkirchen. "Im Biosegment wurde die Pastinake vor allem als Babynahrung betrachtet, da es eine nitratarme Gemüseart ist. Später hat dann auch die Spitze-Gastronomie bzw. Feinkostläden sich für Pastinaken interessiert. Da ist dieser Trend tatsächlich eingesetzt worden. Zur Zeit erlebt die Pastinake eine Renaissance."

Gab es vor einigen Jahren nur ein eingeschränktes, modernes Gemüsesortiment in den Regalen, heutzutage ist Vielfalt wieder im Kommen. Schick: "Es gibt im Moment eine Rückbesinnung was alte Gemüsearten angeht. Saatgutanbieter gehen darauf ein mit Züchtungsprojekten Ökologischer Art wie Saat:gut E.V.‘‘ Trotz dieser Entwicklung haben die Erzeuger des Grell Großhandels im Norden nur 5 Prozent ihrer Anbaufläche für Pastinaken eingeräumt.


Das Gelände des Naturkostladens Grell

Nischeprodukt
Auch bei der Biogärtnerei Auehof Reese ist die Pastinake noch kein großer Betriebszweig. ,,Mit nur 3 Hektar von der 190 Hektar großen Gesamtfläche ist es bei uns noch ein Nischeprodukt‘‘, so Geschäftsführer Ernst Röhrs. Der ökologische Anbauer beliefert Bioläden in der ganzen Bundesrepublik wie die großen Ketten Natura und Bio Company. Röhrs: ,,Ich bemerke dass Biokunden mehr interessiert sind an Pastinaken als die normale Kunden.‘‘

Obwohl die Nachfrage da ist, gibt es bestimmt auch Hindernisse für die Weiterentwicklung der Pastinake. Einer dieser Nachteile ist der hohe Preis: im Vergleich zu den Möhren bezahlt man beim Naturkost Grell 0,99 Euro je Kg für Möhren gegenüber 2,49 Euro je Kg für Pastinaken. Der Grund liegt bei den schweren Anforderungen denen die Stange entsprechen muss. "Die Pastinake darf nicht zu groß sein, das heißt bis 70 Millimeter Durchmesser und nicht über 250 Gramm", so Günter Gellert, Geschäftsführer von Biomarkt Nord. 


Weitere Informationen:
C.F. Grell Nachf. Naturkost GmbH & Co. KG
Geschäftsführer: Andreas Ritter-Ratjen
Boschstraße 3
24568 Kaltenkirchen
Telefon: +49 (0)4191 9503 0


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