Bio-Bananen mit Hilfe solarer Energie bewässern
Das gilt vor allem für die Bio-Bananen auf der 18 Hektar großen Plantage, die am Ökozentrum angrenzt. Sie sind auf ein optimales Wassermanagement angewiesen. Dafür reicht ein Gartenschlauch natürlich nicht mehr aus. Das notwendige Wasser wird aus dem örtlichen Wasserkanal bezogen, die Pumparbeit dafür wird über Stromenergie bewerkstelligt. Die öffentliche Elektrizitätsversorgung im Land ist jedoch unsicher, da die Energie-Infrastruktur veraltet und schlecht verwaltet wird. Ständige Unterbrechungen sind daher die Regel.
Unscheinbare Hightech-Platten, die kostenlose Sonnenenergie einfangen - Foto: Biotropic
Um die Pflanzen dennoch effizient zu bewässern, wurde bisher auf eine Dieselmotorpumpe zurückgegriffen, wie überall im Lande üblich. Mit der neuen Photovoltaikanlage löst sich das Ökozentrum und die Plantage von der Abhängigkeit fossiler Energieträger und baut ganz auf Sonnenkraft. Die Energie selbst ist kostenlos und für jeden zugänglich. Es ist ein anschauliches Beispiel wie eine nachhaltige Technologie in der Praxis angewendet werden kann.
Die 95.000 Dollar teure Anlage ist eine Investition für Gegenwart und Zukunft. Sie liefert aktuell folgende Zahlen:
• Leistung 34 Kilowattstunden (kwh)
• pro Tag erzeugt die Anlage rund 150 Kilowatt (kw)
• tägliche Einsparung von 58 Kilogramm Kohlendioxid (CO2)
Im Kreis ist einer der Bewässerungssprinkler zu sehen - Foto: Biotropic
"Wichtig bei der Wahl der Pumpe war, ein Modell zu finden, welches den nötigen Druck für die bereits vorhandenen Bewässerungssprinkler liefern konnte", sagt Volker Schmidt, der Agraringenieur der dominikanischen Biotropic. "Die Sprinkler benötigen etwa 1 Bar, um zu funktionieren. Erst neuere Systeme bieten diese Leistung. Das war eine große Herausforderung bei der Installation."
Auch Biobananen müssen regelmäßig bewässert werden - Foto: Biotropic
Die herkömmliche Bewässerungsmethode in der Dominikanischen Republik ist der sogenannte Überstau. Bei dieser Form wird Wasser oberflächlich auf ein Feld geleitet. Der Wasserverbrauch ist jedoch unnötig hoch, außerdem werden wichtige Nährstoffe ausgewaschen. Die dominikanische Biotropic hat damals die wesentlich gezielter arbeitenden Wassersprinkler installiert. Kostbares Wasser wird so wirtschaftlich und kontrolliert eingesetzt.
Diese neue Solaranlage reiht sich ein in die bestehenden Anlagen, welche diverse Umweltaspekte vereinen: eine Photovoltaikanlage, welche dem Büro, dem Lager und der Packstation Strom liefert, eine Pflanzenkläranlage für die Abwasseraufbereitung sowie eine Kompostieranlage.
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