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"Exorbitante" Gewinnspannen für Bio-Obst und -Gemüse bei großen Händlern"

Die Verkäufe biologisch angebauter Produkte haben sich in den letzten 10 Jahren mit 3,5 (im Umsatz) multipliziert. Während Supermärkte und Verbrauchermärkte ständig ihren biologischen Anteil an Produkten steigern, verkaufen sie im Volumen 35 mal weniger biologisches Obst und Gemüse als Herrkömmliches.

Gemäß UFC-Que Choisir sind biologisches Obst und Gemüse, die in großen Supermärkten verkauft werden, durchschnittlich 79% teurer als ihre herkömmlich angebauten Kollegen. Diese “maßlosen Gewinnspannen” sind die Schuld der Einzelhändler, ungeachtet der Tatsache, dass sie durch das verringern der Spanne größere Mengen verkaufen würden.

Gemäß UFC-Que Choisir würde ein durchschnittlicher Haushalt (2,3 Menschen) pro Jahr 660€ für biologisches Obst und Gemüse ausgeben, im Vergleich zu 368€ für einen Haushalt, der herkömmlich angebaute Produkte kauft (292 € mehr pro Jahr). Es gibt natürlich Unterschiede in den Preisen, biologischer Blumenkohl ist nur um 27% teurer als nicht-biologischer (€ 2,02/Kilo exkl. MwSt im Vergleich zu € 1,59/Kilo exkl. MwSt). Biologische Karotten kosten jedoch doppelt so viel (€ 2,33/Kilo im Vergleich zu € 1,17/Kilo) und Pfirsiche sind zweieinhalb mal so teuer (€ 6,64/Kilo im Vergleich zu € 2,64/Kilo). Sogar Tomaten und Äpfel, die am meisten verbrauchten frischen Produkte, sind, wenn biologisch angebaut, etwa zweimal teurer. Biologisches Obst und Gemüse, die in biologischen Spezialgeschäften (z.B. Biocoop oder Naturalia) verkauft werden, sind im Durchschnitt um 25% preiswerter als in großen Einzelhandelsgeschäften.

Während biologische Produkte mehr kosten, da die Erträge nicht so hoch sind, gibt es mehr manuelle Arbeit, und die Kosten für das biologische Zertifikat müssen von den Erzeugern bezahlt werden. Der Unterschied im Preis im Supermarkt liegt an der Gewinnspanne, die die Einzelhändler machen. In der Abrechnung kosten diese Extrakosten den Verbraucher nur 141€ mehr, die Hälfte dessen, was sie bezahlen. Die Gewinnspanne ist für biologische Produkte zweimal so hoch wie nichtbiologische (96%). Für Tomaten erreicht die Gewinnspanne sogar um 145% mehr (Bruttohandelsspanne von € 0,77/Kilo nicht-biologisch, im Vergleich zu € 2,02/Kilo für biologisch) und 163% für Äpfel (€ 1,27/Kilo im Vergleich zu € 3,12/Kilo). Es sollte gesagt werden, dass die Bruttohandelsspanne den Gewinn nicht mit einbezieht, weil es die Einzelhändlerkosten (Personal, Verluste, Grundstück) einschließt. Nicolas Hulot, Minister für Ökologische Transition, hat die Einzelhändler gebeten, ihre Gewinnspannen zu reduzieren, um das Produkt allen französischen Haushalten anbieten zu können.

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