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Spanien:

Kiwi Atlántico vergrößert Produktion

Die Kiwiernte läuft seit Mitte November auf Hochtouren. In Spanien wird mehr als 60 Prozent der Kiwiproduktion von Kiwi Atlántico angebaut, das voraussichtlich innerhalb eines Jahres, wenn die Produktionsmengen in Europa um 20 bis 25 Prozent sinken werden, seine Produktion dank der Expansion der Ackerfläche, steigern kann.

Kiwi Atlántico, mit Sitz in Robadumia, in der spanischen Provinz Pontevedra, ist seit 2010 mit dem Galicia Calidade Siegel ausgezeichnet. Das Unternehmen bringt 70 Partner und 20 assoziierte Bauern aus Nordspanien zusammen. Dabei werden dennoch 60 Prozent der 350 Hektar in der Region Galicien, genauer gesagt in der Gemeinde Tomiño in der Region O Baixo Miño, vom Unternehmen selbst bestellt.

Der Manager von Kiwi Atlántico, Carlos Vila, sagte, dass sie zuversichtlich sind, dass diese Saison, die vor zwei Wochen begonnen hat, sowohl was die Qualität, als auch was die Menge angeht, gute Ergebnisse bringen wird. Und das, obwohl es nicht möglich sein wird, die Produktionszahlen aus dem letzten Jahr zu erreichen, die bisher die höchsten Zahlen des Unternehmens, das in den 80ern gegründet wurde, waren.

Sehr gute Qualität
Vila betonte, dass die "Größe der Kiwis besser ist"; das Obst ist sehr groß dank der günstigen Wetterbedingungen. Vor drei Jahren war die Ernte wegen des Wetters problematisch. In diesem Jahr hat es, wenn es geregnet hat, durchgehend geregnet und dabei waren die Temperaturen niedrig. Deswegen haben die Pflanzen nicht zu viel Wasser abbekommen," erklärte er.

Deswegen werden die, vom Unternehmen produzierten Kiwis ihren "starken Geschmack und hohen Zuckergehalt, für den sie bekannt sind", beibehalten. Tatsächlich zeigen Qualitätstest, die bei der Kiwi Atlántico Obstausstellung durchgeführt wurden, dass das Produkt dieser Saison "gut oder sehr gut ist, da es auf der Skala eine 1.7 erreicht, wobei der Minimalwert, damit das Obst vermarktet werden kann, eine 1 ist.

Nachdem das Obst die Plantagen verlässt, kommt es in den Einrichtungen von Kiwi Atlántico an, wo es in einem "belüfteten Bereich abgedeckt wird, um zu heilen", da die Pflanze nicht heruntergeschnitten wird, wenn die Früchte gepflückt werden, sondern man darauf wartet, dass die Kiwis auf natürliche Art von den Bäumen fallen.

Danach wird das Obst beschriftet und in Kühlkammern für die Distribution gelagert. In ein paar Tagen werden die ersten Kiwis der Saison in die Regale kommen und sie werden bis Ende Mai in den Läden erhältlich sein, denn bis dahin sollten die Lagerräume leer sein.

Galizische Kiwis
Kiwis wurden in den 60ern von dem Entrepreneur José Fernández López, Gründer von Zeltia and Pescanova, von Deutschland nach Galizien gebracht. Er pflanzte in Zusammenarbeit mit Ingenieur Carlos del Río die erste Plantage in Rías Baixas an.

Das galizische Klima, das dem Klima des Weltproduktionslandes Neuseeland, sehr ähnelt, erleichtert es der Pflanze sich "Zuhause zu fühlen".

Ein milder Frühling, ein warmer Sommer und im Oktober ein Monat mit viel Regen und niedrigen Temperaturen, sind, wie Vila betont, "essentiell für Kiwi Atlánticos Kiwis, um sowohl was die Qualität, als auch was die Menge angeht, perfekte Ergebnisse zu erzielen. Im November endet die Ernte." 

Vila zufolge hatte das Psa Bakterium kaum einen Einfluss auf die diesjährige Ernte, weil "die Bedingungen für die Krankheit nicht die besten waren. Das "Bacterial canker of Kiwifruit" befällt nur die Pflanze und nicht das Obst. 2010 tauchte die Krankheit weltweit auf und löschte ganze Plantagen aus.

Tatsächlich ist einer der Gründe, warum Kiwi Atlántico denkt, dass die Produktion, im Vergleich zu 2015, des Unternehmens "zwischen 10 bis 15 Prozent" wachsen wird, paradoxerweise das Auftreten des Bakteriums, das vor einigen Jahren für den Tod vieler Pflanzen verantwortlich war, die sich innerhalb dieses Jahres wieder regeneriert haben. 

"Kiwibauern"
Die Assoziation, die 1988 noch aus 30 Kiwibauern bestand, hat inzwischen 70 Mitglieder. Sie liegt vor allem in den Regionen um Galizien und Asturias und produziert 60 Prozent der 14.000 Tonnen Kiwis, die in Spanien angebaut werden.

Allerdings sind die Mengen, die im gesamten Land produziert werden, noch immer weit entfernt von den 85.000 Tonnen, die Spanier insgesamt pro Jahr konsumieren. Deswegen will Kiwi Atlántico nicht exportieren, weil die Nachfrage auf dem lokalen Markt noch immer größer ist, als das Angebot.

"Die Distributionskette des Landes sind dazu angehalten, lokale Produkte zu kaufen, wobei 70 Prozent der Verkäufe an Einzelhändler gehen, die auf der ganzen Welt Filialen haben," bestätigte Vila.

Zu wenig Anbaufläche
Allerdings ist die Distribution des Landes in Galizien nicht angemessen, um das Kiwigeschäft weiter zu expandieren. "Eine Farm mit 10.000 bis 20.000 qm ist eigentlich noch immer klein für den Kiwianbau," versicherte der Manager des Unternehmens. Das kollidiert jedoch mit dem, was Galizien zu bieten hat, da es bekannt für seinen kleinen Landbesitz ist.

Deswegen müssen wir "mehr in die Gründung neuer Kiwi Plantagen investieren, weil die Plantage "feste Strukturen, einschließlich der Strukturen für die Wasserlagerung und -Filterung, aufweisen muss." In jedem Fall glaubt Vila, dass der Impuls, der von der Banco de Terras de la Xunta ausgeht, dabei helfen kann, mehr Bauern dazu zu motivieren, Kiwis anzubauen.

Alles in allem sagt Vila, sei die Initiative aus Sicht der Kiwibauern "sehr schlecht fokussiert. Es könnte für einen Viehbauern in Ordnung sein, aber nicht für uns. Es ist die Rede von Mietverträgen für fünf Jahre, aber niemand macht eine Investition von 35.000 Euro pro Hektar, ohne zu wissen, ob der Vertrag erneuert werden wird, wenn die Produktion nach 7 Jahren in vollem Gange ist."

Deswegen hat Vila die galizische Verwaltungsbehörde dazu angehalten, große Veränderungen vorzunehmen, dabei verweist er auf die mögliche Förderung von "der gemeinsamen Nutzung durch Assoziationen, bei der die Farmbesitzer, zusätzlich zu der jährlichen Miete, einen Profitanteil für die Landvermietung erhalten, die dafür aber 20 Jahre gehen soll. Das könnte eine Lösung für die Landknappheit für galizische Kiwis sein.

Quelle: Europa Press


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