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Polen:

Gemüse bis zu drei mal günstiger als im letzten Jahr

Daten des polnischen Ministeriums für Agrarkultur zufolge lag der Preis für Kohl im Oktober bei durchschnittlich 0.28 Zloty/kg, was 63 Prozent weniger ist, als im vorangegangenen Monat und bis zu drei mal weniger als zur gleichen Zeit des letzten Jahres. Magdalena Kowalewska, Fach-Analystin des Agrarkulturmarktes bei BGZ BNP Paribas sagte, dass das starke Absinken des Preises vor allem mit der deutlichen Zunahme der polnischen Gemüseproduktion zu tun hat. Schätzungen des Zentralen Statistikamts Polen (GUS) ist die diesjährige Weißkohlproduktion mit über 1 Millionen Tonnen, 17 Prozent größer ausgefallen als 2015.

Indessen lag der durchschnittliche Preis für Zwiebeln im Oktober bei 0.41 Zloty/kg und war somit 30 Prozent geringer, als im vergangenen Monat und weniger als halb so hoch wie im Vorjahr. "Auch der Rückgang der Zwiebelpreise auf dem lokalen Markt wurde durch das steigende Angebot ausgelöst. Dem GUS zufolge wird die diesjährige Zwiebelproduktion 15 Prozent höher ausfallen, als im vergangenen Jahr. Sie wird auf 630.000 Tonnen geschätzt," fügte Magdalena Kowalewska hinzu.

"Die Zwiebelpreise wurden außerdem von den voraussichtlich höheren Erträgen der führenden Produzenten in der EU, wie Spanien, Deutschland oder den Niederlanden, beeinflusst. Folglich wird es deutlich geringere Nachfrage nach Importen von diesen Ländern geben. In den ersten acht Monaten des Jahres, wurden fast 100.000 Tonnen Zwiebeln exportiert, was 14 Prozent weniger sind als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Prognosen zufolge wird es auch eine geringere Nachfrage nach Importen aus Brasilien, dem Senegal oder der Elfenbeinküste geben," erklärt ein Experte von BGZ BNP Paribas.

Karotten wurden durchschnittlich für 0.53 Zloty/kg verkauft, was bedeutet, dass sich der Preis, im Vergleich zum Oktober des Vorjahres, mehr als halbiert hat (-54 Prozent) und im Vergleich zum September 8 Prozent gesunken ist. Grund dafür sind die voraussichtlich höheren Erträge, die das GUS auf 786.000 Tonnen geschätzt hat. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Preis für Kartoffeln lag zur besagten Zeit bei 0.31 Zloty/kg, was 23 unter dem Durchschnitt im September letzten Jahres und 43 Prozent unter dem Durchschnitt im Oktober letzten Jahres liegt.

Bei Pilzen war der Durchschnittspreis im Oktober fast 2 Prozent höher als im Vorjahr und war mit 5.23 Zloty/kg minimal höher (+0.05 Prozent) als im September. Das ist unter anderem eine Folge der steigenden Nachfrage nach Importen aus Großbritannien, Deutschland und Weißrussland. In den ersten sieben Monaten des Jahres, ist das Exportvolumen für Pilze im Vergleich zu 2015 um 4 Prozent gestiegen, es lag bei fast 130.000 Tonnen.

"Ähnliche Entwicklungen kann man auch bei Gewächshausgurken beobachten, die im Oktober auf einen Rekordpreis von 4.42 Zloty/kg kamen, was fast ein Fünftel mehr ist, als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres," fügte Magdalena Kowalewksa hinzu.

(1 polnischer Zloty = 0.23 Euro/0.25 US$)



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