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"Obstbauern sind Spielfiguren im Europäischen Stratego"

Hundertausende Kilo's Hartobst werden vernichtet

Hundertausende Kilo's Äpfel und Birnen, verteilt über das Belgisch-Limburgische Land, liegen bereit, vernichtet zu werden. Das ist, was mit dem überschüssigen Angebot passiert, daß vom Markt 'genommen' wird, um den Markt zu schützen. Obstbauer Kris Franssens hat letzte Woche die Fots's von Obst auf den Äckern gemacht. Nach dem Russischen Boykott hat Europa mit einer Interventionsregelung dafür gesorgt, daß ein gewisser Teil der Früchte vom Markt genommen wird. Die Äpfel und Birnen dürfen nicht weggegeben werden, denn dann würden sie trotzdem auf den Markt kommen.



"Obstbauern sind Spielfiguren im Europäischen Stratego"
Kris Franssens sagt, daß dieses Obst von der belgischen Obstzentrale kommt. "Es geht hier vor allem um Obst von Landwirten, die keine Kühllager haben."Auf seiner Facebookseite schreibt er: "Die wahnwitzige Lebensmittelverschwendung wird ihnen gratis von Europa angeboten. Es geht hier nicht um gammeliges oder qualitativ minderwertiges Obst, sondern um leckere, knackige, Äpfel und Birnen frisch vom Bauem, mit einer dünnen Schicht Kalk damit sie nach dem Unterpflügen schnell zerzetzen. Europa ist und bleibt ein Stratego-Spiel und Europäische Obstbauern sind die Spielfiguren. Wir drücken allen Kollegen, die zusehen müssen, wie das Resultat von einem Jahr harter Arbeit auf diese Art und Weise vernichtet wird, unser Mitgefühl aus. Selber haben wir das Glück, daß wir gekühlte Lagermöglichkeiten haben. Es gibt aber auch Erzeuger, die das Risiko, das Obst in der Kühlung zu lagern, nicht nehmen wollen. Kühlung kostet ca. 10 Cent pro Kilo. Wenn sie das Obst im Frühjahr nicht verkaufen können, haben sie die Kosten auch noch für nichts gemacht..." 



Mehrere Möglichkeiten? 
Kris erzählt, daß auf dieses Stück Limburger Land täglich viele Tonnen Äpfel und Birnen gebracht werden. Ïnnerhalb von zwei Tagen lagen hier 600.000 Kilo Äpfel und Birnen. 300 Tonnen pro Tag und so wird es noch eine Weile weiter gehen." Der Obstbauer meint, daß die belgische Obstzentrale das Obst erst mit einem Mittel gespritzt hat, um das Problem zu lösen. "Das erwies sich aber als schlecht für die Bäume, deshalb haben die sich dazu entschlossen , das Obst auf diese Weise zu roden. Ein Teil davon soll wohl auch noch vor die Kühe geworfen werden. Persönlich halte ich das Verteilen und die Vernichtung auf dem Land für eine unglückliche Lösung. Jede Handelszentrale hat ihre eigene Lösung. Ich weiß, dass BelOrta das Obst an eine Biogasanlage gibt. Dann wird da wenigstens noch etwas Sinnvolles mit gemacht. Das hier ist eine ganz rabiate Manier. Andere Jahre wurde noch was zur industriellen Weiterverarbeitung gegeben, aber die sind auch schon gesättigt. Die kaufen das billigste Obst auf und das sind oft Äpfel aus Polen."



25.700 Tonnen Baumobst vom Markt 

Die Mitgliedsstaaten der EU haben auch dieses Jahr wieder Quoten zugeteilt bekommen, die Volumen Obst und Gemüse, die maximal von der Regierung aufgekauft werden. Die erlaubten Mengen sind geringer, da die Europäische Kommission davon ausgeht, daß sich in der Zwischenzeit eine Alternative für den russischen Markt ergeben hat. Für Belgien geht es um 25.700 Tonnen Äpfel und Birnen."

Für mehr Informationen:
Kris Fransens
kris@kris-franssens.be
+32 473220046

Erscheinungsdatum:



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