Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

Einzelhändler glauben, dass Kunden 'hässliches' Gemüse kaufen würden

Es hat eine ruhige Revolution im Obst- und Gemüsegang gegeben. Nach Jahren der physischen Vollkommenheit, die durch die EU und die Verbraucher gefordert wurde, sind die Einkäufer schließlich bereit 'hässliches' Obst und Gemüse zu kaufen.

Diese Entwicklung ist für britische Supermärkte von Bedeutung, da sie sich dazu verpflichtet haben, die Nahrungsmittel- und Getränkeverschwendung vor dem Jahr 2015 um ein Fünftel zu reduzieren. Das Courtald Engagement 2025 schätzt die Verschwendung auf mehr als 19 Milliarden £ pro Jahr, und das ist durch das Waste and Resources Action-Programm (WRAP) ausgehandelt worden, die im Auftrag der Regierung arbeitet. Der Einzelhandel ist eine durch seine feinen Ränder charakterisierte Industrie. Sogar die kleinste prozentuelle Änderung kann einen bedeutenden Einfluss auf die Rentabilität und den Erfolg eines Einzelhändlers haben - auf dem heutigen Markt sind diese feineren Details kritisch.

Zu wissen, wie viel eines jeden Produktes jeden Tag verkauft wird und wie viel verschwendet wird, verlangt sorgfältige Planung.

Der Wendepunkt bezüglich 'hässliches' Gemüse und Verbrauchern, die sich diesem Standpunkt anschließen, ist mit einem TV Exposé im Januar 2016 über den 'Kampf gegen die Verschwendung' von Fernsehkoch Hugh Fearnley-Whittingstall aufgetreten. Zwei Monate später haben Supermärkte angefangen, 'hässliches' Obst und Gemüse zu testen.

Wie steht's mit den Leuten, die die Läden schmeißen? Fachmänner von Blue Yonder haben Supermarktleiter in Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Frankreich befragt und herausgefunden, dass, je älter die Betriebsleiter waren, desto begeisterter sie darüber waren, dass Kunden vergünstigteres Gemüse 'mit Macken' kaufen würden. In Großbritannien haben 43 % der jüngeren Betriebsleiter, 55 % der mittleren Betriebsleiter, 57 % der älteren Betriebsleiter und 77 % der Lebensmittelgeschäftsleiter mit “Ja, bestimmt" geantwortet”.

Blue Yonder hat im Juni 2016 152 Supermarktbetriebsleiter in Großbritannien befragt - von jüngeren Betriebsleitern bis hin zum Direktor, um einen Gesamtüberblick zu erhalten.

Es gab eine ähnliche Antwort von einem US-Lebensmittelgeschäftmarkt, wo Blue Yonder mit 300 Betriebsleitern gesprochen hat, von denen 91 % gesagt haben, dass die Kunden entweder 'vielleicht' oder 'bestimmt' vergünstigtes hässliches Gemüse kaufen würden.

Inzwischen gab es in Deutschland noch mehr Begeisterung. Blue Yonder hat dort 150 Betriebsleiter befragt, und 94 % haben gesagt, dass es funktionieren würde. Kein einziger Supermarktleiter in Deutschland hat geglaubt, dass Kunden Gemüse mit einer Macke umgehen würden.

Der Leiter von Blue Yonder Matt Hopkins sagt, dass hierbei jeder gewinnt: “In einem Kampf, um konkurrenzfähig zu bleiben, finden sich Lebensmittelhändler in einer Situation wieder, eine zunehmende Menge an Waren tagtäglich wegzuwerfen. Dieses Problem hat sich verstärkt, weil Kunden daran gewohnt sind, nicht nur ein großes Angebot bei der Wahl, sondern auch bei der frischesten verfügbaren Auswahl zu haben. Diese Forschung offenbart, dass 90 % der Lebensmittelgeschäftsleiter finden, dass Kunden glücklich sein würden, wenn es Preisnachlässe bei unvollständigem Obst oder Gemüse geben würde. Das hat den Vorteil, das Problem mit der Verschwendung in der Versorgungskette zu überwinden, und das ist ein klarer Vorteil für uns alle.”

Propagandisten, die die Nahrungsmittelverschwendung stoppen möchten, sind durch die Entwicklungen sehr erfreut. Sie zitieren Supermärkte, die diese Änderungen als das Bilden großer Schritte wahrnehmen. Da sich der Torpfosten zu schwachem Gemüse bewegt, haben sie die Nahrungsmittelverschwendung reduziert. Das Obst und Gemüse, das seit Jahren wegen falscher Größe, Gestalt oder Farbe zurückgewiesen worden ist, wird jetzt verwendet. Ein Supermarkt sagt zum Beispiel, dass die Einführung der Reihe "hässliches Gemüse" in 2014, 34.000 Tonnen Kartoffeln gesichert hat, die sonst weggeworfen worden wären.

In einem anderen Beispiel hat ein britischer Supermarkt aufgehört, grüne Bohnen von seinen Lieferanten zu fordern. Der Supermarkt schätzt ein, dass die Änderung mehr als 135 Tonnen der Nahrungsmittelverschwendung pro Jahr sparen wird. Das zeigt, wie durch Preisnachlässe, die Einzelhändler die Verschwendung reduzieren können.

Quelle: www.retailtimes.co.uk/

Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet