Durchschnittliche Kartoffelernte 2015 in Brandenburg
Eine Ursache war der spürbare Rückgang der Anbaufläche um fast 7 Prozent auf rund 9 200 Hektar (2014: 9 800 Hektar). Einen entscheidenden Einfluss auf die diesjährige Erntemenge hatte zudem das Wetter während der Vegetationsperiode. So waren weite Phasen der Vegetationsentwicklung durch hohe Temperaturen, verbunden mit einer fast schon extremen Trockenheit, gekennzeichnet. Erst gegen Ende August sorgten häufigere Niederschläge für eine Verbesserung der Wasserbilanz. Diese Regenfälle wirkten sich aber nur noch teilweise auf das Kartoffelwachstum aus.
Der Kartoffelertrag beläuft sich nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg auf 352,1 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha). Das sind fast 18 Prozent weniger als im Vorjahr (2014: 428,1 dt/ha). Dieses Rodungsergebnis lag gleichzeitig 4 Prozent unter dem langjährigen Mittel (2009 bis 2014: 368,3 dt/ha). Für Deutschland wurde ein Hektarertrag von 436,0 dt/ha ermittelt. Auch dies sind 8 Prozent weniger als 2014.
Um 2015 trotzdem gute Erträge einzufahren, mussten vor allem Kartoffeln auf leichten Böden beregnet werden. Mit Beregnung wurden Erträge von 383,0 dt/ha gerodet, während diese auf den Anbauflächen ohne Beregnung mit 313,8 dt/ha deutlich niedriger ausfielen.
Der Ertrag von Industriekartoffeln liegt bei 375,4 dt/ha. Bei den Speisekartoffeln wurde ein Ertrag von 317,1 dt/ha erzielt.
Quelle: www.statistik-berlin-brandenburg.de