Fa. Johann Koch e.K.

"Kartoffeln: "Ein Problem nach dem Anderen"

"Wir haben zurzeit ein Problem nach dem Anderen", erklärt Ioannis Ioannidis von der Fa. Johann Koch e.K., "Zum einen haben wir wenig groß fallende Kartoffeln und zum anderen haben wir mit Beschädigungen zu kämpfen." Der heiße und trockene Sommer hat seine Spuren an der Produktion in Süddeutschland hinterlassen. "Wir hatten viele Probleme mit der Trockenheit", so der Experte weiter, "In diesem Jahr gibt es kaum 50+ Ware. Das ist vor allem für den Export problematisch."

"Die Tür ist zu"
"Zudem verlangen die Produzenten höhere Preise für Ihre Erzeugnisse", schildert Ioannidis, "Die Tür ist zu. Die Bauern verlangen mehr als 20 Euro pro 100 kg. Aber die absolute Obergrenze liegt für uns bei rund 17 bis 18 Euro." Ein Problem, dass vor allem im Export zu Schwierigkeiten führt.



Während die Nachfrage in Deutschland recht stabil ist und auf einem ähnlichen Niveau wie im letzten Jahr verharrt, ist es für die süddeutschen Händler momentan schwer die Nachfrage aus dem Ausland zu stillen, so Ioannidis. "Die Nachfrage im Export ist da, aber die aufgerufenen Preise sind zu niedrig. Dort werden Preise von 17 Euro aufgerufen, die wir aber kaum bedienen können. Dort ist es momentan ganz schlimm."

Konkurrenz
"Zudem fallen die Kartoffeln für den Export zu klein aus", berichtet der Experte, "Die Länder, in die wir exportieren, verlangen großkalibrige 50+ Kartoffeln. Aber groß fallende Ware ist knapp." Konkurrenz droht aus Frankreich. "Ich habe da ein bisschen Angst. In Frankreich werden zurzeit die Preise gesenkt und dies könnte für die deutsche Kartoffel durchaus zum Problem werden. Wenn dies passiert, dann müssen auch wir mit den Preisen runter gehen."

Auch mit der derzeitigen Witterung hat der deutsche Kartoffelhandel zu kämpfen. "Das Wetter ist ein Problem. Wir hatten gestern um die 20 Grad. Bei ungekühlten Lägern kann das zu Problemen führen. Die Kartoffeln treiben dann aus." Dies führt zu Beschädigungen und zu Qualitätseinbußen.

Zwei Preisstufen
"Ich befürchte, dass wir auf eine Situation mit zwei Preisstufen zusteuern", so Ioannis Ioannidis, "Ein Preis für Exportware, welche ein bisschen billiger verkauft wird, und ein Preis für packfähige Ware für den deutschen Markt."

Steigende Nachfrage zu Weihnachten
Für die kommenden Wochen sieht Ioannidis eine steigende Nachfrage. "Bis Weihnachten wird die Nachfrage weiter steigen. In Osteuropa, beispielsweise in der Slowakei und Tschechien, wird die Nachfrage steigen. Dort ist man jetzt mit der eigenen Ware durch und startet nun mit dem Import. Aber auch dort wird man sehen müssen, wie zufrieden die Kunden mit den deutschen Kartoffeln sind."

Ioannis Ioannidis
Fa. Johann Koch e.K.
Eternitweg 17-19, 86633 Neuburg/Do.
Tel. +49 8431 6795-52
ioannis@johann-koch.de
www.johann-koch.de

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