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"Hein Deprez: "Wir verbessern unser Image jeden Tag"

Die niederländische Gewächshausbranche kann Koalitionen bilden, Marken aufbauen, zusammenarbeiten und sanieren, was sie wollen, aber solange die Basis des Systems falsch ist, wird sich der Profit in diesem Sektor nicht verbessern. Das sagte Hein Deprez von Greenyard Foods beim Westland Event.

Hortikultur hat eine Zukunft. Hein Deprez ist davon überzeugt. Es ist die einzige Möglichkeit, die wachsende Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Aber, wie er auf dem Westland Event sagte, ergreift der Sektor selten seine Chancen. "Wir haben ein gutes Produkt, aber wir machen unser Image jeden Tag. Ein Konsument hört von der globalen Erwärmung, hört Treibhauseffekt und denkt, dass wir Züchter die Ozonschicht zerstören," Deprez gibt ein Beispiel. "Gewächshaus-Anbau ist das beste Beispiel für städischten Anbau. Aber wir erwähnen es nicht. Wir nutzten CO2, einen Schadstoff für die Umwelt, nachhaltig in unserer Kultivierung. Dafür bekommen wir kein Geld, wir müssen dafür zahlen. Wir kommunizieren es nicht gut." Das, obwohl hunderte an Millionen europäischen Geldes für diese Kommunikation zur Verfügung stehen. "Wir können unsere Branche nicht verkaufen. Wir nutzten das europäische Geld nur dazu, Marken aufzubauen."

Deprez findet keinen Zugang zum Aubau neuer Marken. "Niemand bedenkt die Funktion einer Marke in der Obst und Gemüse Branche. Eine Marke resultiert aus Vertrauen. Vertrauen wird durch Standardisierung entwickelt: Jeden Tag das selbe anbieten." Du kannst das vielleicht mit einem Hamburger machen, aber Obst und Gemüse ist sehr unterschiedlich. Das ist der Grund, warum Marken im Obst und Gemüse Bereich nicht funktionieren. "Mal abgesehen von Pink Lady und Chiquita, ist das Investment in Marken verlorenes Geld. Marken dienen nur dem Einzelhändler, um in die Regale zu kommen. Aber der Fokus sollte nicht auf dem Einzelhändler liegen. Das Sortiment sollte vollständig für den Konsumenten angeboten werden."



Tomaten verlassen
Deprez geht anhand des Beispiels von Kunden, die "große, rote Tomaten" auf ihrer Liste haben, vor. "Sie sehen die Tomaten und nehmen sie, weil sie auf der Liste stehen. Dann gehen sie weiter. Sie sehen mehr Tomaten und fragen sich, was der Unterschied ist. Das ist der Punkt, an dem sie über den Preis nachdenken. Sind diese etwa billiger? Dann werden sie die teureren zurücklegen. Wir denken, dass wir differenzieren, aber wir machen nur unseren Preis kaputt. Der Kunde läuft weiter und sieht doppelt so teure Bio-Tomaten. Wenn sie so teuer sind, müssen sie gesünder sein, als die anderen. Aber der Kunde findet Bio zu teuer und der Rest erscheint ungesund. Also was kaufen sie? Nichts. Kein Obst oder Gemüse. Ketchup. Joghurt mit einem Bild, auf dem Obst abgebildet ist." Deprez sieht eine ähnliche Situation im Wettbewerb zwischen frischen, Fertig- und gefrorenem Obst und Gemüse. "Wir senden störende Signale und der Kunde kauft am Ende gar nichts."

Wie können Situationen wie diese verhindert werden? Deprez glaubt nicht an die Zusammenarbeit einer horizontalen Kette. Er glaubt nicht an eine Lösung durch Zusammenarbeit mit und zwischen den Bauergemeinschaften. "Sie wurden mit dem richtigen Ziel gegründet: einen zusätzlichen Wert für die Tomate zu schaffen. Aber diese Funktion wurde binnen zwei Generationen umgekehrt. Nun müssen die Tomaten die Kosten abdecken und das hat nichts mit der Realität dieses Sektors zu tun." Es gibt nur eine Lösung dafür. "Ausräumen."

Frisch, fertig und gefroren vereinen
Statt in horizontalen Ketten, müssen wir in vertikalen Perspektiven denken: Vom Bauern zum Einzelhändler. Indem man das komplette Sortiment für einen Einzelhändler anbietet, können Lieferanten einen Wettbewerb untereinander verhindern. Das ist der Grund, warum er frisches, fertges und gefrorenes Obst und Gemüse in seinem Konzern vereinen möchte: um die Konkurrenz der drei zu lösen. "Du kannst Möglichkeiten im Markt nur mit der horizontalen Vereinigung der Produkte schaffen und ohne dabei den Kunden im Kopf zu haben. Du kannst zusammenarbeiten so viel du willst, du kannst Leute dafür bezahlen, aus der Branche auszusteigen, aber das funktioniert nicht und wird auch nie funktionieren. Mit einer vertikalen Kette verringerst du den Preisdruck und kannst mit den Einzelhändlern zusammenarbeiten, um herauszufinden, was der Kunde braucht." Er sagt, dass noch immer verschiedene Kolumnen entstehen können: Eine über jedem Einzelhändler. "Du bedienst unterschiedliche Konsumenten und musst nicht unter deinesgleichen konkurrieren. Die ganze Kette verdient." In den Niederlanden haben wir mehr, als unsere Messe preisgibt. Unser Sortiment ist gut. Wir kreiieren einen zusätzlichen Marktwert. So können wir den Sektor ausschlachten."
 
Konsum
Zusammen mit dem Einzelhändler will Deprez daran arbeiten, den Obst-und Gemüse Konsum zu steigern. "Unsere oberste Priorität ist es, den Konsum in Europa mit Fokus auf den Konsumenten zu verdoppeln. Der Verkaufspreis wird nicht ansteigen, aber wir können eine perfekt organisierte Kette bilden. Wir haben die Organisation, wir haben die logistischen Möglichkeiten. Es ist der einfachste Weg, effizient zu arbeiten und einen Mehrwert aus der Kette zu schöpfen."



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