Die Mangosaison aus Peru verläuft dieses Jahr anders als üblich. Die Lieferungen waren unregelmäßig und fielen geringer aus als erwartet. Zudem waren die Mangos oft größer, während normalerweise eher kleinere Sorten aus Peru kommen, wobei auch die Qualität zu wünschen übrig ließ. Das beobachtet Joep Jongmans von Special Fruit. "In den ersten drei Monaten des Jahres, von Januar bis März, war es eindeutig keine gewöhnliche Mangosaison aus Peru."
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Kent-Mangos aus Peru
"Die Saison aus Peru ist auch bislang nicht zu Ende", fährt er fort. "Alle dachten, dass aus dem späten Anbaugebiet Casma nur wenig kommen würde, aber dennoch wurden trotz der hohen Preisvorstellungen der Exporteure noch einige Ladungen verschickt. Diese Mengen ließen sich auch gut auf dem Markt platzieren. Ein Markt, der im Vorfeld von Ostern nicht unbedingt lebhaft war. Der Absatz verlief schleppend. Bis einschließlich Sonntag war das Wetter in Europa zudem kalt und schlecht, aber ab Montag herrschten fast schon frühlinghafte bis sommerliche Bedingungen. Dennoch gab es in den vergangenen Wochen kaum große Verkaufsaktionen, weil keine großen Mengen aus Peru erwartet wurden."
"Daher wurden zusätzlich auch sehr viele Mangos aus Brasilien verschifft, sowohl der Sorte Keitt als auch der Sorte Palmer. Diese hatten ein gutes erstes Halbjahr und passten gut zum peruanischen Angebot. Obwohl das Wetter nun besser ist und die Temperaturen steigen, schlägt sich das bisher nicht in einer deutlich höheren Nachfrage nach Mangos nieder. Man merkt, dass derzeit auch viele Erdbeeren verfügbar sind, sowohl importierte als auch lokale. Die Auswahl ist groß. Der Verkauf von Mangos läuft gut, aber große Sonderaktionen gibt es daher nicht."
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Besuch bei einem Lieferanten in der Elfenbeinküste
Blick auf die Elfenbeinküste
Nun blickt die Branche auf die neue Saison in der Elfenbeinküste, traditionell der drittgrößte Lieferant von Mangos in Europa nach Peru und Brasilien. "Es scheint eine gute Saison zu werden, aber sie beginnt etwas später als ursprünglich angenommen. Der Grund dafür liegt im Wetter. Es war noch nicht besonders warm, wodurch die Ernte langsam in Gang kommt und die Menge an Mangos in den ersten Wochen begrenzt ist", erklärt Joep.
"Darüber hinaus spielen logistische Faktoren eine Rolle. Höhere Kraftstoffpreise, teurere Seefrachtkosten und längere Verfahren bei der Buchung von Containern sorgen für einen etwas späteren Saisonstart. Die Saisons in der Elfenbeinküste beginnen nun Ende April, wobei der Mai der traditionelle ivorische Mangomonat ist. Insgesamt sieht es gut aus; wir erwarten ein ausreichendes Angebot für den Markt."
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Die erste Ernte der Kent-Mangos in der Elfenbeinküste
Auswirkungen der Unruhen im Nahen Osten begrenzt
Was die jüngsten Unruhen im Nahen Osten betrifft, so haben diese laut Joep keine direkten Auswirkungen auf die Lieferung von Mangos aus Peru, Brasilien oder der Elfenbeinküste. "Die Lieferungen kommen natürlich über die Westküste Afrikas oder Südamerikas, daher sind die Auswirkungen begrenzt. Zwar sind die Kosten für Seefracht und Transport gestiegen und neue Buchungsverfahren können zu kleinen Verzögerungen führen, aber es gibt keine größeren Lieferprobleme. Probleme mit der Luftfracht für exotische Früchte aus dem Nahen und Fernen Osten gab es zwar vor einigen Wochen, aber die Situation hat sich inzwischen verbessert."
Insgesamt sieht die Mangosaison in der Elfenbeinküste vielversprechend aus. "Der Markt stabilisiert sich allmählich nach einer unregelmäßigen Saison in Peru, und wir blicken zuversichtlich auf den Sommer und die neue Saison in der Elfenbeinküste."
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Weitere Informationen:
Joep Jongmans
Special Fruit
Europastraat 36
2321 Meer, Belgien
Tel.: +32 3 315 07 73
[email protected]
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