Die Schweizer Spargelsaison nimmt nun sukzessive Fahrt auf. In der letzten Märzwoche konnte die Caviezel Giovanettoni AG, exklusiver Vermarktungspartner in der Ostschweiz, bereits auf ersten weißen Spargel des Schmitterhofs aus Diepoldsau zurückgreifen, gefolgt von Ware aus unbeheiztem Anbau. Bald werden auch die ersten grünen Stangen aus regionalem Anbau erwartet. Die Nachfrage vonseiten der Gastronomie, Hotellerie und Care-Institutionen nach dem einheimischen Edelgemüse nimmt kontinuierlich zu, berichtet Paul Fässler, Geschäftsführer der Caviezel Giovanettoni und Kesseli AG.
© Caviezel Giovanettoni AG
Obwohl sich die Preise auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, liegen die Notierungen des Edelgemüses im oberen Preissegment. Die kurzen Transportwege und die unschlagbare Frische rechtfertigen jedoch den Preis, so Fässler. "Innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte trifft die Ware beim Kunden an. Das ist unvergleichbar mit Importware aus Spanien oder Ungarn (Donau-Spargel), die wir parallel handeln, und es wird auch entsprechend vom Kunden honoriert." Das in Arbon ansässige Unternehmen greift dabei nur auf die Handelsklasse I in den beiden Sortierungen 22-26 sowie 14–16 zurück. Letztere, feinere Sortierung ist um 5-10 % günstiger.
© Caviezel Giovanettoni AGDas Handels- und Logistikunternehmen Caviezel Giovanettoni ist Teil der LAVEBA Genossenschaft St. Gallen.
Regionalität weiterhin im Aufwind
Die Caviezel Giovanettoni AG ist CULINARIUM und ISO 22000-zertifiziert und bezieht heutzutage rund zwei Drittel des gesamten Obst- und Gemüsesortiments aus regionalem Anbau. "Unsere Kunden entscheiden sich immer mehr für Regionalität", erläutert Fässler, der seit etwa zehn Jahren mit dem Schmitterhof kooperiert. Der Spargel zähle dabei zu den wenigen, ausgeprägten Saisonartikeln. "Wenn es uns die Qualität erlaubt, bieten wir bis Johannistag heimische Ware an. Nach Pfingsten lässt die Nachfrage jedoch in der Regel spürbar nach, da der Markt auch irgendwann gesättigt ist."
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Schweizer Spargel vom Partner Schmitterhof
Partnerschaftliche Kooperation
Neben Spargel kann die breit gefächerte Klientel des Unternehmens auch bereits auf ersten regionalen Rhabarber zurückgreifen. Ab der KW 17 werden voraussichtlich erste Schweizer Tunnelerdbeeren offeriert werden können. Darüber hinaus zählt die Caviezel Giovanettoni AG traditionell zu den ersten Anbietern heimischer Salate, ergänzt Einkaufsleiter Ralph Leisi: "Wir bieten bereits seit Februar eine breite Auswahl an Gewächshaussalaten an und gewähren damit einen fließenden Übergang von Import zur heimischen Saison. Auch in Anbetracht der hohen Produktionskosten, die unsere Erzeuger aktuell berücksichtigen müssen, wollen wir sie entsprechend unterstützen und leben Regionalität und die daraus resultierende Ökobilanz. Auch hier gilt es, die kurzen Transportwege, kompromisslose Frische und faire Partnerschaft entsprechend zu honorieren."
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Frische Salate im Kühllager der Caviezel Giovanettoni AG
Analog zum Vorjahr werden erste Freilandsalate ab der KW 16 auf den Markt treffen, erwartet Fässler. Eichblatt und Lollo, jeweils in zwei Farben, bilden dabei den Saisonauftakt, gefolgt von Kopfsalat und weiteren Salatspezialitäten. "Im Bereich der Salate sind wir inzwischen bereits gut bestückt, ein Artikel wie Federkohl könnte jedoch, auch angesichts der steigenden Nachfrage, noch etwas mehr angebaut werden. Dies ist jetzt aufgrund der Einschränkung der zugelassenen Pflanzenschutzmittel jedoch schwieriger geworden." Auch der regionale Obstbau wird durch den Klimawandel mitunter herausfordernder. "Die jüngste Kaltfront macht uns vor allem bei den Aprikosen einen Strich durch die Rechnung, sodass wir auch in diesem Jahr erneut mit Ernteausfällen rechnen müssen", heißt es abschließend.
Weitere Informationen:
Paul Fässler & Ralph Leisi
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Caviezel Giovanettoni AG
Schöntalstrasse 31
9320 Arbon TG
t. +41 71 447 11 00
[email protected]
www.scaviezelag.ch
https://www.kesseli-ag.ch/