Die Mangosaison in Indien wird je nach Sorte unterschiedlich verlaufen. Für Alphonso-Mangos könnte die Saison schwieriger werden als für andere Sorten, sagt Yashwant Chakve Patil, Direktor des indischen Obstexporteurs AA Reyach International:
„Die indische Mangosaison 2026 hat mit gemischten und regional unterschiedlichen Ergebnissen begonnen. Die ersten Lieferungen aus Maharashtra, dem Alphonso-Anbaugebiet, begannen planmäßig Mitte März und entsprachen den typischen Erntezyklen. Die Saison war jedoch schnell von wetterbedingten Schwankungen geprägt. Westindien, wie Ratnagiri und Sindhudurg, meldet schwere Ernteschäden aufgrund unregelmäßiger Blüte und klimatischer Belastungen, von denen insbesondere die Alphonso-Sorte betroffen ist", erklärt er. „Die südlichen Regionen wie Andhra Pradesh, Karnataka und Tamil Nadu verzeichnen einen relativ stabilen Verlauf, wobei bis April und Mai stetige Lieferungen erwartet werden. Insgesamt ist die Saison nicht einheitlich; in einigen Anbaugebieten ist sie stark, in den Premium-Anbaugebieten der Alphonso-Sorte jedoch deutlich schwächer, was zu einer unausgewogenen Versorgungslage führt."

Laut Patil wird die Verfügbarkeit von Alphonso in dieser Saison im Vergleich zu anderen Sorten sehr begrenzt sein. „In diesem Jahr sind die Mengen stark segmentiert. Die Verfügbarkeit von Premium-Sorten wie Alphonso ist aufgrund klimatischer Störungen deutlich geringer, während andere Sorten wie Kesar, Banganapalli und Totapuri relativ stabil sind. Insgesamt bleibt Indiens Gesamtmangoertrag stark, aber Premium-Früchte in Exportqualität sind deutlich knapper als in der letzten Saison."
Abgesehen von der Verfügbarkeit sieht sich der Mangoexporteur mit mehreren weiteren Herausforderungen konfrontiert, erklärt Patil: „Klimaschwankungen haben sowohl den Ertrag als auch die Konsistenz beeinträchtigt. Daneben bleiben Logistik und Compliance-Anforderungen entscheidend, insbesondere für hochwertige Exportmärkte. Um dies zu bewältigen, konzentrieren wir uns auf eine diversifizierte Beschaffung, starke Partnerschaften mit Landwirten und Investitionen in die Nacherntebehandlung und Kühlkettensysteme. Flexibilität und Planung sind auf dem heutigen Markt unverzichtbar geworden."
Die geringeren Mengen an Alphonso-Mangos wirken sich natürlich auf die Preisgestaltung in diesem Jahr aus, betont Patil. „Die Preise, insbesondere für Premium-Sorten wie Alphonso, sind aufgrund der Versorgungsengpässe deutlich höher als im letzten Jahr. Gleichzeitig sind die Preise für andere Sorten relativ stabil, gestützt durch eine gute Verfügbarkeit. Insgesamt ist auf dem Markt ein klarer Trend zur Premiumisierung zu beobachten, bei dem qualitativ hochwertiges Obst einen hohen Wert erzielt."
Der Konflikt im Nahen Osten hat sich auch auf die Geschäftstätigkeit des Exporteurs ausgewirkt: „Der Nahe Osten ist für uns ein Schlüsselmarkt, daher hat jede geopolitische Spannung indirekte Auswirkungen. Wir beobachten gewisse Schwankungen bei den Frachtkosten und kleinere logistische Herausforderungen. Die Nachfrage in der Region bleibt jedoch stabil, und die Handelsströme verlaufen ohne größere Störungen. Bislang sind die Auswirkungen eher operativer Natur als nachfragebedingt."
„Wir erwarten, dass die Saison nachfrageseitig stark bleibt, auf der Angebotsseite jedoch eingeschränkt sein wird, insbesondere bei Premium-Sorten. Der Fokus wird auf Qualität, effizienten Lieferketten und Marktdiversifizierung liegen. Insgesamt zeichnet sich eher eine Saison mit hohem Wert als mit hohem Volumen ab, und Exporteure, die Konsistenz und Qualität gewährleisten können, werden gut abschneiden. Dies ist keine volumenorientierte Saison, sondern eine wertorientierte. Die Gewinner in diesem Jahr werden diejenigen sein, die Qualität und Zuverlässigkeit in Einklang bringen und eine kluge Marktpositionierung haben", schließt Patil.
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Yashwant Chakve Patil
AA Reyach International
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