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BayWa-Umstrukturierung durch US-Politikwechsel beeinträchtigt

Die Restrukturierungsstrategie von BayWa wurde durch Veränderungen im regulatorischen Umfeld in den USA beeinträchtigt, was sich auf den Sanierungsplan des Unternehmens auswirkt. Der Münchner Konzern verhandelt derzeit mit seinen Bankpartnern über eine Verlängerung der Finanzierungsfristen, um die Liquidität zu sichern.

Das Management strebt eine Stillhaltevereinbarung mit Finanziers und Aktionären an, mit dem Ziel, die Finanzierungsvereinbarungen bis Herbst 2026 zu verlängern. Damit soll der laufende Betrieb in den Geschäftsbereichen Landwirtschaft und Baustoffe unterstützt werden. Der Aktienkurs des Unternehmens schloss bei 14,25 EUR (15,40 USD), was einem Rückgang von mehr als 32 Prozent in den letzten zwölf Monaten entspricht.

© BayWa AG

Die Veröffentlichung des Finanzierungsberichts 2025 von BayWa könnte sich aufgrund erforderlicher Anpassungen der Geschäftsplanung verzögern. Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Fertigstellung bis Ende April vor. Analysten weisen darauf hin, dass der Ausgang der Verhandlungen mit den Gläubigern und ein überarbeiteter Restrukturierungsplan die kurzfristige Geschäftstätigkeit des Unternehmens bestimmen werden.

Der Restrukturierungsplan stützte sich auf den für 2028 geplanten Verkauf der Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, BayWa r.e., der voraussichtlich rund 1,7 Mrd. EUR (1,84 Mrd. USD) einbringen sollte. Dieser Plan wurde durch das Auslaufen der US-Steuergutschriften für Wind- und Solarprojekte im Rahmen des „One Big Beautiful Bill Act" beeinträchtigt, was zu Änderungen der Finanzprognosen führte.

Die Prognose der Tochtergesellschaft für 2030 geht nun von einem EBITDA von 150 Millionen Euro (162 Millionen US-Dollar) aus, verglichen mit einer früheren Schätzung von 230 Millionen Euro (248 Millionen US-Dollar) für 2028. Diese Anpassung wirkt sich auf die Grundlage des früheren Restrukturierungsplans aus.

Andere Veräußerungen von Vermögenswerten, darunter der Verkauf der niederländischen Tochtergesellschaft Cefetra im Februar, reichen nicht aus, um die revidierten Finanzprognosen auszugleichen.

Quelle: Ad Hoc Nachrichten

Erscheinungsdatum:

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