Mit der Schließung des Kölner Großmarktes endete auch für das alteingesessene Familienunternehmen Heep eine Ära. Doch mit der Neugründung der Frischezentrum Heep GmbH und der Eröffnung des neuen Firmensitzes am Blumengroßmarkt unweit vom Kölner Dom schlägt Geschäftsführer Norbert Heep nun ein neues Kapitel auf. Am zukunftsfähigen Standort möchte der Fruchtgroßhändler in den kommenden Jahren organisch weiterwachsen.
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Norbert Heep am Haupteingang seines Frischezentrums.
Die Ursprünge des Familienunternehmens gehen auf die 50er Jahre zurück, so Heep, der den Betrieb nun in 3. Generation führt. "Mein Großvater hat die Firma zunächst in Koblenz gegründet und dort aufgebaut. Danach waren wir rund 50 Jahre auf dem Kölner Großmarkt vertreten." Als die unabwendbare Schließung näher rückte, zog auch der ehemalige Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Kölner Großmarkt einen Umzug zum neuen Frischezentrum in Köln-Gremberghoven in Erwägung. Doch die vorhandene Verkehrs- und Infrastruktur sowie die Kapazität der verfügbaren Units haben ihm nicht wirklich zugesagt.
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Der Flieger ist weiterhin fester Bestandteil des Markenportfolios.
Nur wenige Monate nach dem Umzug zieht Heep eine erste positive Zwischenbilanz. "Neben der großen Nutz- und Kühlfläche finden wir hier mehr als ausreichend Parkplätze sowie
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de zeitgemäße Photovoltaik auf dem Hallendach vor. Optimal wären noch Verladerampen, aber insgesamt sind wir mit den Räumlichkeiten äußerst zufrieden." Trotz des Standortwechsels und der damit einhergehenden Unannehmlichkeiten seien die Umsatzergebnisse sehr erfreulich gewesen, ergänzt er. Als geschäftsführender Gesellschafter teilt er die Anteile der neuen GmbH mit seiner langjährigen rechten Hand sowie einem großen Gemüseproduzenten aus der Region. "Eine spannende, jedoch zukunftsträchtige Konstellation."
Rechts:
Treibhauserdbeeren vom Partner Edelrot aus Viersen.
Herausforderungen auf Beschaffungsebene
Heep bedient weiterhin einen breit gefächerten Kundenstamm, bestehend aus dem Großhandel, Facheinzel- und Wochenmarkthandel, Gastronomie sowie Hofläden und inhabergeführten LEH-Filialen. Auf Beschaffungsebene setzt er sowohl auf Partnerschaften mit regionalen Erzeugern, auf Direktimporte aus allen namhaften Anbauländern, Direktkauf an den Versteigerungen in Holland und Belgien als auch auf die Zusammenarbeit mit Importeuren an den Flug- und Seehäfen. "Demnach bieten wir Saisonartikel wie Spargel und Erdbeeren bevorzugt aus mehreren Ursprungsländern an, sodass für jeden was dabei ist. Spargel beziehen wir derzeit aus regionalem Anbau, ergänzend aus den Niederlanden und Belgien, während Erdbeeren noch aus Spanien und Holland stammen, obwohl in der KW 13 auch erste regionale Treibhausware der Marke Edelrot bei uns eintraf."
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Aufgestapelte Paletten im Kühlhaus.
Die mitunter extremen Wetterbedingungen in Südeuropa und Nordafrika machen sich in der Beschaffung zunehmend bemerkbar, bestätigt Heep. "Himbeeren sind bereits seit einigen Wochen ein knappes Gut. Normalerweise ist im März Ware aus Spanien, Portugal oder Marokko vorhanden. Das war dieses Jahr aber nicht der Fall, weshalb sich die Preise im Vergleich zu anderen Jahren mitunter verdoppelt haben. Auch bei Heidelbeeren war es teilweise schwierig, die Nachfrage zu bedienen." Gleiches gelte für die Kategorie Gemüse, ergänzt er. "Portugiesischer Spitzkohl etwa wurde zuletzt auch zu sehr hohen Preisen offeriert."
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Avocados der Marke Struwwelpeter.
Exklusivmarken seien weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Produktpalette, führt Heep weiter aus. Dies erstreckt sich von regionalen Erzeugnissen über Zitrus bis hin zu Exoten aus Übersee. "Ein Dauerbrenner ist unsere Zitrusmarke 'Der Flieger', die sich über die Jahre hinweg etabliert hat. Gleiches gilt für die Exotenmarke Struwwelpeter aus dem Hause Westfalia (vormals Hausladen), die eine vergleichbare Qualität wie die handelsübliche 'Eat Me' (Nature's Pride, Anm. der Red.) aufweist."
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Blick in die Kernobstabteilung.
Französische Salatkampagne mit guten Ergebnissen
In der Kategorie Salate setzt Heep bereits seit vielen Jahren auf Direktimporte aus Südfrankreich. Die Saison neigt sich nun sukzessive dem Ende zu, während erste deutsche Treibhausware sowie Salate belgischen Ursprungs auf den Markt treffen. Importware sei die gesamte Wintersaison hindurch in ausreichenden Mengen vorhanden gewesen. "Lollo Biona repräsentiert dabei das größte Volumen, gefolgt von Lollo Rosso und Eichblatt. Auch Mixsteigen mit drei bunten Sorten finden in der Gastronomie sehr guten Anklang. Insgesamt waren wir mit dem Absatzvolumen um 100-120 Paletten die Woche durchweg zufrieden", heißt es abschließend.
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Weitere Informationen:
Norbert Heep
Frischezentrum Heep GmbH
Barbarastr. 69
50735 Köln (Blumengroßmarkt)
Telefon: +49 - (0)221 - 93 70 73-0
E-Mail: [email protected]
Website: www.frucht.de