Der Markt für Maniok und andere Wurzel- und Knollengemüse aus Costa Rica wächst stetig. "Die Nachfrage aus Europa zieht an und die Preise stabilisieren sich", sagt Joshua Guerrero von Tropifoods, der auf eine Phase der Anpassung und Konsolidierung zurückblickt.
"2025 war ein recht stabiles Jahr für Wurzel- und Knollengemüse, insbesondere für Maniok. Nach 2024, als die Preise stark stiegen, verlief das vergangene Jahr ausgeglichener: zunächst etwas höhere Preise im ersten Halbjahr, gefolgt von einer Stabilisierung", so Guerrero.
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Für 2026 erwartet er, dass sich dieser Trend fortsetzt. "Wir gehen davon aus, dass die Preise allmählich weiter sinken, aber auf diesem Niveau bleiben werden", erklärt er. Das soll es ermöglichen, das Angebot besser abzustimmen und die Nachfrage weiter wachsen zu lassen.
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Das Wachstum des Maniokmarktes verläuft nicht spektakulär, aber stetig. "Es ist ein Produkt, das Jahr für Jahr wächst, vielleicht um 2 oder 3 %, aber es wächst immer", betont Guerrero. Dieses Wachstum zeigt sich vor allem im Volumen, weniger im Wert, aufgrund der schwankenden Preise.
Europa bleibt der wichtigste Wachstumsmotor. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die costa-ricanischen Maniok-Exporte von vorwiegend Spanien auf eine breite Palette von Zielmärkten ausgeweitet. "Heute findet man es in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Deutschland, Polen, Belgien, der Schweiz – und sogar in der Türkei und den skandinavischen Ländern", zählt er auf.
Auch das Vereinigte Königreich entwickelt sich gut als Wachstumsmarkt, während Nordamerika – vor allem die USA und Kanada – die internationale Nachfrage weiter ergänzt.
Eine auffällige Veränderung ist die Art und Weise, wie sich Maniok neu positioniert hat. Früher war es vor allem ein Produkt für ethnische Nischenläden, hat aber inzwischen ein breiteres Publikum gefunden. "Vor zehn Jahren lag es in Spezialgeschäften; heute findet man es ganz normal im Supermarkt", sagt Guerrero. Hinzu kommt, dass Verbraucher es als glutenfreie Alternative entdecken. "Wer nach glutenfreien Rezepten sucht, stößt irgendwann auf Maniok. Und das kurbelt den Konsum an."
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Auch der Tourismus und die Globalisierung der Esskultur spielen eine Rolle. Europäische Reisende, die Maniok in Lateinamerika kennengelernt haben, nehmen das Produkt mit nach Hause – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Für 2026 rechnet Tropifoods mit einem Wachstum von 8 bis 9 %, was etwa 20 bis 25 zusätzlichen Containern entspricht. "Für ein Produkt wie Maniok ist das ein beachtliches Volumen", betont Guerrero.
Gleichzeitig hat die Branche mit klimatischen Herausforderungen zu kämpfen. "Veränderungen bei Niederschlagsmustern, Wind und Temperaturen haben in den vergangenen Jahren den Anbau beeinflusst und auch die Preise unter Druck gesetzt. Die Verfügbarkeit ist gesunken und die Erzeuger arbeiten weniger effizient", schließt er.
Weitere Informationen,
Joshua Guerrero Medina
Tropifoods
Pital de San Carlos und Dorf Escazú Torre 2
Costa Rica
Tel.: +506 70133700
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www.tropifoods.com