Bananen gehören zu den am häufigsten konsumierten, aber auch zu den empfindlichsten Obst- und Gemüsesorten. Logistische Herausforderungen, variable Reifungsprozesse sowie hohe Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Zertifizierung erschweren die Lieferkette. Das österreichische IT-Unternehmen activeIT hat daher das Softwaresystem FIPS speziell für die Bananenbranche entwickelt – von Importeuren und Reifungsbetrieben bis hin zum Einzelhandel.
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Im Kern ist das System eine zentrale Plattform für alle Geschäftsprozesse wie Mengenplanung, Bestellungen, Transport, Lagerung und Reifung. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht mehr für jede Abteilung separate Systeme oder Tabellenkalkulationen verwenden müssen. Unerwartete Änderungen, beispielsweise aufgrund verspäteter Schiffe, sich ändernder Verkaufszahlen oder Qualitätsabweichungen, werden sofort zentral verarbeitet und automatisch in alle nachfolgenden Schritte integriert.
Laut Gert van Geest, Benelux-Vertriebsleiter bei activeIT, ist moderne Software mittlerweile unverzichtbar geworden. „Excel-Systeme reichen einfach nicht mehr aus. Nur mit der richtigen Software können Unternehmen die Kontrolle über Mengen, Zeitplanung und Qualität zurückgewinnen. Das kostet zwar Geld, sorgt aber letztendlich für zuverlässige Prozesse in einem unsicheren Umfeld", sagt er.
In einer Branche mit hohem Preis- und Zeitdruck ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Falsch kalkulierte Mengen können zu Überbeständen, zusätzlichen Lagerkosten und erhöhtem Ausschuss führen. Eine zentrale Datenbank ermöglicht es, Bestellungen besser an aktuelle Verkaufszahlen anzupassen und bedarfsgesteuerte Reifungsprozesse zu planen.
„Das bedeutet auch eine effizientere Überwachung von grünen Bananen, um sicherzustellen, dass sie nicht überreif sind, wenn sie den Markt erreichen." Das System trägt zudem dazu bei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Zudem bietet es vollständige Rückverfolgbarkeit, was besonders für Produkte wichtig ist, die beispielsweise als Bio- oder Fairtrade-zertifiziert sind.
Vermeidung unnötiger Verschwendung
Verschiedene europäische Unternehmen nutzen das FIPS-System bereits. Zu den ersten gehören der Schweizer Einzelhändler Migros und der britische Importeur und Reifungsunternehmen SH Pratt. Fabian Pfrunder von Migros Luzern sagt, dass die Prozesssicherheit den größten Gewinn darstellt. „Bestellungen werden nun präzise an die Verkaufszahlen angepasst", sagt er.
„So vermeiden wir ein Überangebot an grünen Bananen und unnötige Verschwendung. Dank FIPS wissen wir genau, wie viel Volumen wir vor Ort haben, bis hin zur einzelnen Binde." Das System kommt auch dem Unternehmen selbst zugute. „Jeder Bereich hat nun jederzeit Zugriff auf dieselben Informationen. Das ist weitaus transparenter als zuvor", sagt Fabian.
Effizienzsteigerungen auf allen Ebenen
Auch Rob Wells von SH Pratt sieht deutliche Verbesserungen im Tagesgeschäft. „Dank FIPS werden logistische Probleme, wie verspätete Frachtschiffe, sofort zentral angezeigt; wir können so sofort darauf reagieren", erklärt er.
Alle Import-, Transport- und Reifungsdaten werden in diesem einzigen System gespeichert. Daraus werden dann Prognosen, Bestellungen und die Logistikplanung generiert, sodass alle Glieder der Kette mit denselben Informationen arbeiten.
Laut activeIT wird FIPS kontinuierlich weiterentwickelt, unter anderem mit KI-gestützten Prognosen, Datenanalysen und Tracking-Lösungen. Das System lässt sich auch für andere importierte Frischwaren nutzen und eignet sich somit sowohl für Bananenimporteure als auch für Händler, Erzeuger und Exporteure.
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