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Patrick Santana von Santana Ginger (Brasilien):

Chinesischer Ingwer profitiert in Europa von der Abwesenheit brasilianischer Produkte

Brasilien steuert auf eine Ingwersaison mit einem größeren Angebot zu, doch der internationale Markt steht weiterhin unter Druck durch chinesische Konkurrenz, logistische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen, die die Transportkosten in die Höhe treiben.

Patrick Santana, Vertriebsleiter von Santana Ginger, erwartet ein gutes Erntejahr. "Als 2025 gepflanzt wurde, deuteten die Erwartungen bereits auf ein positiveres Produktionsszenario als im Vorjahr hin", sagt er. Er betont jedoch, dass die tatsächliche Situation erst klar wird, wenn die Haupternte beginnt, die für Juni und Juli geplant ist.

© SANTANAS COMERCIO E EXPORTACAO DE ALIMENTOS LTDA

Brasilianischer Ingwer wird fast ausschließlich im Bundesstaat Espírito Santo angebaut. Die Boden- und Klimabedingungen dort – mit Plantagen in 600 bis 800 Metern Höhe – sorgen für auffallend große Wurzeln, das Markenzeichen des brasilianischen Ingwers. "Die Kombination aus Boden, Höhe und Klima macht brasilianischen Ingwer zu einer echten Riesensorte", so Santana.

Europa ist der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt. "Zwischen 85 % und 90 % unseres Ingwers gehen auf den europäischen Markt", bestätigt er. Die Vereinigten Staaten spielen für brasilianischen Ingwer eine viel geringere Rolle; dort dominiert Peru das Angebot.

© SANTANAS COMERCIO E EXPORTACAO DE ALIMENTOS LTDA

China gibt den Ton an
Der Weltmarkt für Ingwer wird stark von China beeinflusst, insbesondere in den Zeiten, in denen Brasilien kein Angebot hat. "Es ist der beste Zeitpunkt für China, in Europa aktiv zu sein, da Brasilien derzeit keinen Ingwer hat", erklärt Santana. Zudem hatte der asiatische Ingwer in letzter Zeit mit Qualitätsproblemen und Verzögerungen zu kämpfen, was auf dem europäischen Markt zu vorübergehenden Engpässen führte.

Das trieb die Preise am Ende der vergangenen Saison schnell in die Höhe. "Ingwer, der für 16 bis 17 EUR pro Karton verkauft wurde, schoss innerhalb von ein bis zwei Wochen auf 25 bis 28 EUR, sobald eine Marktlücke entstand", erinnert sich Santana. Derzeit haben sich die Preise stabilisiert: Neuer chinesischer Ingwer wird auf dem europäischen Markt für etwa 30 EUR pro Karton gehandelt.

© SANTANAS COMERCIO E EXPORTACAO DE ALIMENTOS LTDA

Logistik bleibt Schwachstelle
Die Transportkosten bleiben ein entscheidender Faktor. Luftfracht, die manchmal für Eilsendungen eingesetzt wird, ist deutlich teurer geworden. "Luftfracht kann bis zu 50 % des Warenwerts ausmachen. Dann ist es einfach sehr schwer, wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt Santana.

Im Jahr 2025 sorgten Handelskonflikte und die Umleitung von Produkten nach Europa für zusätzlichen Preisdruck nach unten. "Es gab Momente, in denen wir zum Selbstkostenpreis oder sogar darunter verkauft haben", gibt er zu.

Vorsichtiger Optimismus
Für die kommende Saison bleibt die Branche vorsichtig. "Ingwer haben wir genug, wir haben Produkte zu verkaufen. Was wir nicht wissen, ist, wie sich der Markt verhalten wird", fasst Santana zusammen.

Weitere Informationen:
Patrick Santana
Santana Ginger
Brasilien
Tel.: +55 27 99656 1133
[email protected]
www.santanasginger.com

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