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Auf der Suche nach genetischem Gold: Wie Yelloway und Chiquita eine globale Bedrohung bekämpfen

Pan-genome wird auf der Fruit Logistica vorgestellt

„Was kommt nach Cavendish?" Das ist eine zentrale Frage bei der Züchtungspartnerschaft zwischen Yelloway, Chiquita und KeyGene. Dieses Team stellte auf der kürzlich stattgefundenen Fruit Logistica ein umfassendes Bananen-Pan-Genom vor. Diese genetische Roadmap könnte die Entwicklung krankheitsresistenter Sorten erheblich beschleunigen.

© Chiquita - Keygene

Anker Sørensen, Vice President New Business bei KeyGene, sagt, das Pan-Genom biete neue Möglichkeiten, den Bananenanbau zukunftssicher zu machen. „Die Banane ist ein universelles Produkt, steht jedoch unter starkem Druck durch Krankheiten. Wir wollen neue Sorten entwickeln, die die Produktion diversifizieren und diesen Bedrohungen begegnen", sagt er.

Cavendish steht vor einer existenziellen Bedrohung
Die größte dieser Bedrohungen ist Fusarium Tropical Race 4 (TR4), ein Bodenpilz, der Bananenplantagen weltweit befällt. Und es scheint, dass die derzeit dominierende Sorte, Cavendish, besonders anfällig ist. Der wissenschaftliche Berater Gert Kema skizziert, wie ernst die Lage ist. „Cavendish rettete den Sektor in den 1950er Jahren vor der Fusarium-Pandemie, die die Sorte Gros Michel auslöschte."

„TR4 hat all das verändert", erklärt Gert. Er sagt, Länder wie die Philippinen hätten bereits etwa die Hälfte ihrer Bananenanbaufläche verloren. Neben TR4 gibt es eine weitere große Herausforderung: Black Sigatoka, ein Blattpilz, der Erträge und Qualität beeinträchtigt. Es wird immer schwieriger, diese Krankheit chemisch zu bekämpfen.

Herausforderungen durch Krankheiten und die Rolle von Yelloway
Chiquita und KeyGene gründeten 2020 gemeinsam mit Forschungsinstituten wie der Wageningen University & Research das Projekt Yelloway. Das Projekt verbindet klassische Züchtung mit moderner Genomik. Das neue Pan-Genom hilft Forschern, resistente Gene schneller zu lokalisieren. „Stellen Sie sich das wie eine Schatzkarte vor."

„Wir wissen nun, wo sich wichtige Resistenzgene befinden, und können die Züchtung somit viel gezielter steuern", sagt Gert und fügt hinzu, dass dieser Ansatz einen Sektor beschleunigt, der lange Zeit durch langsame Züchtungszyklen behindert wurde. „Durch die Nutzung genetischer Linien mit natürlicher Resistenz können wir Sorten entwickeln, die sowohl kommerziell attraktiv als auch widerstandsfähig sind."

© Chiquita - Keygene

Von der Resistenz zur Vielfalt
Dieses genetische Wissen erhöht auch die Chancen für eine größere Bananenvielfalt. „Das Pan-Genom bedeutet, dass wir Sorten mit unterschiedlichen Formen, Geschmacksrichtungen oder Farben entwickeln können. Als Niederländer würde ich gerne eine orangefarbene Banane sehen", sagt Gert. Yelloway One, ein TR4-resistenter Prototyp, wird derzeit in Ländern wie den Philippinen und Indonesien im Freiland getestet.

Zusammenarbeit und Marktintegration
Peter Stedman, Nachhaltigkeitsdirektor bei Chiquita, fügt hinzu, dass neue Sorten wirtschaftlich rentabel sein müssen. „Wir brauchen Bananen, die die durch Cavendish geweckten Erwartungen erfüllen: gleichbleibende Qualität, Geschmack und Haltbarkeit."

© Chiquita - Keygene

Das ultimative Ziel ist ein TR4-resistenter Ersatz für Cavendish, der in bestehende Lieferketten integriert werden kann. Die Partner hoffen, bis zum Ende dieses Jahrzehnts Sorten einführen zu können, die für den kommerziellen Anbau bereit sind.

„Die Suche nach diesen resistenten Genen ist wie eine Schatzsuche. Das Pan-Genom hat uns endlich die Karte offenbart", schließt Anker. (JG)

weitere Informationen:
Chiquita Brands
[email protected]
www.chiquita.com

Keygene
Agro Business Park 90
6708 PW Wageningen
Tel: +31 (0)317 466 866
[email protected]
www.keygene.com

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