Emsflower feierte am vergangenen Freitag sein 20-jähriges Bestehen am Standort Emsbüren. Ein schöner Anlass, um den über 700 Kunden, Lieferanten und Kollegen aus der Zuchtbranche, die den Jubiläumstag besuchten, das neue 14 Hektar große Gewächshaus zu präsentieren. Sie erhielten eine rund 3,5 Kilometer lange Führung durch die Gewächshäuser, bei der alle verschiedenen Bereiche der Gärtnerei gezeigt wurden und die Mitarbeiter bereitstanden, um die Geschichte zu erzählen.
© Mirthe Walpot | FreshPlaza.deTom und Bart Kuipers. Weitere Fotos vom Jubiläumstag finden Sie hier.
Die Route führte quer durch die Gewächshäuser und vorbei an Anbauabteilungen, Verarbeitungslinien, Logistiksystemen und Züchtungsräumen, vor allem aber an kilometerlangen Reihen farbenfroher Pflanzen. Unterwegs erhielten die Besucher einen Einblick in die verschiedenen Produktionsschritte, vom Steckling bis zum Endprodukt. Auch wurde auf die Entwicklung des Unternehmens in den letzten zwanzig Jahren und auf die jüngste Erweiterung des Komplexes eingegangen.
Von der Gärtnerei Kuipers zu Emsflower
Das Familienunternehmen hat seinen Ursprung im Jahr 1954, als Jan Kuipers die Gärtnerei Kuipers in De Lutte gründete. 1977 trat Bennie Kuipers in das Unternehmen ein.
Im Jahr 2003 folgte ein wichtiger Schritt mit dem Baubeginn des Standorts in Emsbüren. Gleichzeitig traten Tom Kuipers und Bart Kuipers in das Familienunternehmen ein. Im März 2006 wurde der Name offiziell in Emsflower geändert und die Niederlassung in Deutschland eröffnet.
Tom und Bram, die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, sind stolz auf die Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre. „Unsere Mutter sagte immer zu uns: ‚Geht nicht in den Gartenbau, das bedeutet sieben Tage die Woche arbeiten.' Letztendlich sind wir doch beide eingestiegen, und die letzten zwanzig Jahre sind danach wie im Flug vergangen."
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Ein Teil des Anbauteams von Emsflower
Erweiterung
Während des Jubiläumstages wurde auch die neueste Erweiterung der Gärtnerei vorgestellt. Das Projekt umfasst 14 Hektar zusätzliche Gewächshausfläche, eine Logistikhalle und ein Verlade- und Bürogebäude. Der Bau begann im November 2024, und am 15. Juli 2025 wurde die erste Pflanze in das neue Gewächshaus gesetzt. Inzwischen ist das Gewächshaus vollständig fertiggestellt und einsatzbereit.
Die Erweiterung ist Teil eines Mehrjahresplans. „Vor etwa sieben Jahren haben wir einen Fünfjahresplan erstellt. Dieser Neubau ist daraus entstanden; es hat etwas länger als fünf Jahre gedauert", lacht Tom.
© Mirthe Walpot | FreshPlaza.deWeitere Fotos vom Jubiläumstag finden Sie hier.
Von Emsbüren bis Äthiopien
Der Standort in Emsbüren ist der größte Standort des Unternehmens. Hier werden Beet- und Balkonpflanzen sowie Tomaten und Gurken auf einer Fläche von 18 Hektar produziert. Insgesamt umfasst der Standort 78 Hektar Gewächshausfläche. Auf dem Gelände befinden sich auch das Gartencenter „XXL Gartenwelt" und ein „Erlebnispark", der jährlich etwa 300.000 Besucher anzieht. Zudem gibt es ein Mitarbeiterhotel mit 150 Zimmern.
Neben Emsbüren unterhält das Unternehmen einen Produktionsstandort in Erica in den Niederlanden, wo auf etwa 7 Hektar Beet- und Balkonpflanzen sowie Junggemüsepflanzen angebaut werden. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Stecklinge an einem Standort in Modjo in Äthiopien. Dort werden unter anderem Pelargonien, Osteospermum, Chrysanthemen, Lavendel und Bidens gezogen. Die Stecklinge werden anschließend zur weiteren Aufzucht nach Emsbüren gebracht. Dort werden auch Erdbeeren angebaut. Etwas, das ursprünglich nicht unbedingt geplant war, aber an diesem Standort bereits erfolgreich praktiziert wurde.
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Ein Teil des Teams von TB Emsland Gemüse.
Züchtung und neue Kulturen
Während des Rundgangs wurde auch auf die Züchtung und neue Kulturen eingegangen. Im Neubau wurden drei Gewächshäuser für die Züchtungsarbeit eingerichtet. Bart: „Bei der Züchtung achten wir auf Eigenschaften, die sich auch in größeren Mengen anbauen lassen. Man kann alles Mögliche züchten, aber letztendlich muss es auch in die Produktion passen und einen angemessenen Marktpreis erzielen."
Außerdem läuft ein Versuch mit dem Anbau von Salat auf Wasser. Laut Tom gibt es hier möglicherweise Chancen. „Beim Salatanbau steckt noch viel Potenzial im Übergang vom Freilandanbau zum Anbau unter Glas. Wir prüfen jetzt mit einem kleinen Versuch, was möglich ist."
Familienunternehmen
Emsflower beschäftigt in Europa etwa 330 festangestellte Mitarbeiter. In der Hochsaison wird diese Zahl durch zusätzliches Personal aufgestockt. Laut Bart ist die Entwicklung des Teams ein wichtiger Teil der letzten zwanzig Jahre, etwas, worauf er stolz ist. „Das Unternehmen ist gewachsen und das Team ist mitgewachsen."
Tom ist vor allem auch stolz darauf, wie gut die Gärtnerei dasteht. „Wir haben ein Konzept, bei dem wir die gesamte Kette vom Steckling bis zum Endprodukt selbst in der Hand haben. Gleichzeitig sind wir immer noch ein Familienunternehmen."
Nach dem Rundgang durch den Betrieb war es Zeit für eine Feier in der großen Scheune. Am Samstag öffnete das Unternehmen seine Türen für alle Besucher, um 20 Jahre Emsflower mitzufeiern.
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