„Pro Ecuador ist Ecuadors Förderinstitut. Unsere Aufgabe ist es, ecuadorianische Exporte nach Deutschland zu fördern und deutsche Investitionen nach Ecuador zu holen", erklärte César Rohon, Leiter des Handelsbüros von Pro Ecuador in Deutschland.
Mit 23 Handelsbüros weltweit konzentriert die Institution einen wesentlichen Teil ihrer Aktivitäten auf den deutschen Markt, insbesondere im Agrar- und Lebensmittelsektor.
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Ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit ist die Teilnahme an der Fruit Logistica, die als die führende Messe für die Obst- und Gemüsebranche in Europa gilt. Rohon koordiniert über das Handelsbüro in Deutschland die Organisation des ecuadorianischen Pavillons und unterstützt die Exportunternehmen des Landes bei dieser wichtigen Veranstaltung. Pro Ecuador organisiert einen nationalen Pavillon mit subventionierten Teilnahmegebühren für Exportunternehmen. „Ecuadorianische Unternehmen präsentieren ihre Produkte weltweit und heben dabei die Qualität sowie das Engagement der Branche für Nachhaltigkeit und gute landwirtschaftliche Praktiken hervor. Dies dient als Plattform, auf der sie direkt mit Käufern und Partnern aus aller Welt in Kontakt treten können", sagte Rohon. Die Teilnahme an der Messe sei Teil einer umfassenderen Strategie zur Handelsförderung, fügte er hinzu.
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Die Organisation unterhält zudem eine Vereinbarung mit dem Import Promotion Desk (IPD), einer Initiative des Verbandes der deutschen Importeure, von der derzeit mehr als 123 ecuadorianische Unternehmen profitieren. „Die vom IPD ausgewählten Unternehmen erhalten spezielle Schulungen, Unterstützung bei der Teilnahme an Messen und direkten Zugang zu potenziellen Käufern", so Rohon. Für die letzte Fruit Logistica fanden vier Schulungen statt: drei virtuelle und eine in Berlin mit dem IPD.
Pro Ecuador setzt verschiedene Werbestrategien ein. Die Gastronomie hat sich als besonders wirksam erwiesen, um ecuadorianische Produkte bei deutschen Verbrauchern bekannt zu machen. „Ein Produkt zu sehen ist eine Sache, aber seinen Geschmack in einem Gericht zu erleben, hinterlässt einen stärkeren Eindruck. Wenn jemand einen Chifle oder ein ecuadorianisches Gericht probiert, versteht er sofort das Potenzial der Zutat", sagte Rohon.
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In diesem Zusammenhang haben die preisgekrönten ecuadorianischen Köche Carlos und Juan Sebastián Gallardo die Gastronomie Ecuadors aktiv gefördert und dabei die hochwertigen Produkte des Landes hervorgehoben. Diese Köche, die mit dem Preis für das beste Restaurant Lateinamerikas ausgezeichnet wurden, haben Initiativen unterstützt, die darauf abzielen, das internationale Profil der ecuadorianischen Küche und ihrer Zutaten zu stärken.
Deutschland spielt eine Schlüsselrolle im Handel Ecuadors, insbesondere in der Bananenindustrie. Die Europäische Union ist der Hauptmarkt, und Deutschland ist der größte europäische Importeur ecuadorianischer Bananen. Laut Rohon hat Ecuador im Jahr 2025 seine Nicht-Öl-Exporte nach Deutschland verdoppelt, hauptsächlich aufgrund gestiegener Bananenexporte und eines starken Anstiegs des internationalen Kakaopreises.
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Neben Bananen arbeitet das Büro auch daran, andere ecuadorianische Früchte auf dem deutschen Markt zu fördern. Dazu gehören Pitahaya, Ananas, Mango, Grapefruit und andere tropische Sorten. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie besteht darin, etablierte Geschäftsbeziehungen im Bananensektor zu nutzen, um die Einführung dieser neuen Produktkategorien zu unterstützen.
Das Hauptziel sei es, Deviseneinnahmen und Arbeitsplätze in einer dollarisierten Wirtschaft zu schaffen, sagte er. „Wenn man mit Disziplin, Strategie und Engagement arbeitet, werden sich irgendwann Chancen ergeben", betonte Rohon.
Weitere Informationen:
César Rohon
ProEcuador
[email protected]
www.proecuador.gob.ec