Der Einsatz von Ozon zur Desinfektion von Bewässerungswasser gewinnt im Gemüseanbau zunehmend an Bedeutung. Lange Zeit wurde diese Technologie vor allem wegen ihrer Fähigkeit geschätzt, Bakterien abzutöten und Rohrleitungen frei von Biofilm zu halten. Doch es gibt einen weiteren Vorteil, der immer mehr Beachtung findet: eine bessere physiologische Verfassung des Wurzelsystems.
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Dies war das Thema eines Workshops, der von Ecofarm Storti am 20. Januar im italienischen Guidizzolo (Mantua) im Rahmen der Veranstaltung „Orticoltura in Campo" organisiert wurde.
"Ozonwasser hat eine starke Oxidationskraft und zerfällt schnell zu Sauerstoff", erklärt Giorgio Zaffani, Biotechnologe bei Ecofarm. "Dadurch hilft es, Hypoxie in der Wurzelzone zu verringern. Sauerstoffmangel im Substrat oder Boden ist einer der wichtigsten Stressfaktoren im intensiven Gemüseanbau, insbesondere bei häufiger Bewässerung oder schlecht drainierendem Boden. Bei Hypoxie nehmen die Wurzeln weniger Wasser und Nährstoffe auf, sie schwächen sich ab und werden anfälliger für Bodenpathogene wie Phytophthora, Pythium und Fusarium – Erreger von Wurzelfäule und plötzlichem Pflanzenausfall."
© Cristiano Riciputi | FreshPlaza.deGiorgio Zaffani, Massimo Bizzarri, Matteo Benvegnù, Enrico Storti und Gianfranco Festa
Ozon wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Es eliminiert Bakterien, Pilze und Sporen im Bewässerungswasser und sorgt für ein besser belüftetes Wurzelmilieu. Das Ergebnis ist ein kräftigeres Wurzelsystem – aktiv, weiß und funktionsfähig –, das ein gleichmäßiges und langanhaltendes Pflanzenwachstum unterstützt. Eine Pflanze mit gesunden Wurzeln reagiert zudem besser auf Nährstoffe und Umweltstress, was zu höheren Erträgen und besserer Qualität führt.
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"Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind beträchtlich", fährt Zaffani fort. "Eine einheitlichere Produktion bedeutet weniger Ausfälle und weniger Qualitätsschwankungen. Das erleichtert die Planung von Ernte und Lieferungen erheblich. Wer konstante Qualität liefert, baut sich einen zuverlässigen Ruf auf, und das zahlt sich aus."
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"Ozon", so der Experte abschließend, "kann sich von einem einfachen Desinfektionsmittel zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil entwickeln. Es ist sozusagen der unsichtbare Nährstoff für den Gemüseanbau."
Weitere Informationen:
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