Die chilenische Walnussernte 2026 wird voraussichtlich in etwa zwei Wochen beginnen. Den Auftakt macht – wie üblich – die Sorte Serr, während die Sorte Chandler, die den größten Anteil der Produktion ausmacht, gegen Ende März geerntet werden dürfte, heißt es im neuesten Marktupdate des Hamburger Unternehmens Bösch Boden Spies.
Nach aktuellen Einschätzungen wird das Gesamtvolumen der Ernte mit rund 175.000 Tonnen voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr liegen. Größere Mengenabweichungen werden derzeit nicht erwartet. Auch in Bezug auf die Qualität sind die Aussichten positiv: Chile verzeichnete einen guten Winter sowie einen etwas wärmeren Sommer als üblich, jedoch ohne extreme Hitzeperioden. Aus heutiger Sicht rechnen Produzenten daher mit stabiler Qualität und einer insgesamt soliden Ernte.
© Bösch Boden Spies
Ein potenzieller Risikofaktor bleibt allerdings Niederschlag während der Erntezeit. Meteorologen weisen darauf hin, dass mit dem möglichen Eintreten von El-Niño-Bedingungen die Wahrscheinlichkeit für Regen im April steigen könnte. Niederschläge während der Ernte können insbesondere die Trocknung und Weiterverarbeitung der Walnüsse beeinflussen. Die Entwicklung der Wetterlage wird daher weiterhin genau beobachtet. Sollte es hier relevante Veränderungen geben, werden wir zeitnah darüber informieren.
Mit Beginn der Ernte wird sich auch ein klareres Bild hinsichtlich Qualitäten, Kalibern und Preisentwicklungen der neuen Ernte ergeben. Diese Phase ist für viele Marktteilnehmer entscheidend, um erste Mengen zu sichern und die Versorgung für die kommenden Monate zu planen.
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