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Volmary GmbH punktet mit Sorte Salomat für den Erwerbsgemüsebau

"Wachsendes Interesse an Erdnusspflanzen in der DACH-Region"

Neben Herausforderungen bringt der Klimawandel für den gewerblichen Gemüsebau auch neue Chancen mit sich. Zu den neuen, aufstrebenden Kulturen im hiesigen Freilandanbau zählt auch die Erdnuss. Das Interesse am Anbau der Nussart sei in den vergangenen Jahren tendenziell gewachsen, berichtet Suyunjon Rakhmonov, Produktmanager beim Jungpflanzenvermehrer und -händler Volmary GmbH aus Münster.

Seit einigen Jahren bietet Volmary zwei Sorten an, namens 'Mandala' und 'Salomat'. Letztere Sorte sei aufgrund ihrer größeren und ertragsreicheren Pflanzen bestens für den Erwerbsgemüsebau geeignet und findet ihren Ursprung in der zentralasiatischen Republik Usbekistan. Die Aussaat im Freiland erfolgt bei einer Bodentemperatur von über 18°C. Optimale Wachstumstemperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C. Sandige, durchlässige Böden seien dabei ideal, so Rakhmonov: "Im vergangenen Jahr haben wir erfolgreich eine Vielzahl von Anbauversuchen in verschiedenen Regionen durchgeführt. Dabei lag unser Fokus auf einer breiten geografischen Abdeckung, um unterschiedliche klimatische Bedingungen zu testen." Angebaut wurden die Erdnüsse bislang in der gesamten DACH-Region sowie den Niederlanden.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Suyunjon Rakhmonov (hier auf der expoSE 2025) verantwortet bei der Volmary GmbH den Produktzweig Erdnüsse.

Erdnüsse benötigen in der Regel einen sonnigen Standort und warme Temperaturen. Die Kulturdauer beträgt etwa 19 bis 20 Wochen (ca. 135 bis 140 Tage) im Freiland, abhängig von den Wetterbedingungen. Eine Aussaat oder Pflanzung kann ab Ende Mai geplant werden. Dabei sollte die Reifezeit der Erdnüsse berücksichtigt werden, sodass die Ernte in der Regel ab Anfang Oktober stattfinden könne, schildert Rakhmonov den Anbauprozess. "Wir haben sowohl mit Großbetrieben als auch mit kleineren Betrieben zusammengearbeitet. Dabei war es uns wichtig, Erkenntnisse aus dem Profi-Sektor sowie aus dem Hobby-Bereich zu gewinnen, um eine umfassende Datenbasis zu erhalten."

Wachsendes Interesse in der DACH-Region
Geboren und aufgewachsen in Usbekistan, kennt sich Rakhmonov mit dem Anbau und der Verarbeitung von Erdnüssen aus. Diese Erfahrung gibt er nun als Produktmanager und -berater sowohl an Neueinsteiger als auch an erfahrene Erdnussanbauer weiter. In beiden Bereichen beobachtet er eine wachsende Nachfrage nach der Sorte Salomat. "Wir bedienen bereits mehrere Anbaubetriebe im süddeutschen Raum mit entsprechendem Pflanzmaterial. Auch für die neue Saison werden einige Neukunden Versuche mit unserer Sorte vornehmen, was uns durchaus sehr freut. In Österreich (FreshPlaza.de berichtete) und der Schweiz wächst das Interesse an unseren Erdnüssen."

© Volmary

Der Fokus für 2026 liegt auf optimierten Versuchsplanungen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit des Anbaus in den genannten Regionen weiter zu steigern, heißt es weiter. "Im Moment können wir die steigende Nachfrage in enger Absprache mit unseren Partnern vollumfänglich decken. Dieser Prozess läuft bisher sehr erfolgreich, und wir sind durch die Einbindung neuer Betriebe für das Jahr 2026 bestens auf eine weitere Steigerung vorbereitet." Das Verhältnis von Investition zu Ertrag sei nach Angaben der Volmary GmbH bei der Erdnuss sehr vielversprechend. Da Erdnüsse Leguminosen seien, binden sie Stickstoff im Boden, was die Düngerkosten (auch für Folgekulturen) senken könne. Wenn die Standortbedingungen (Bodenbeschaffenheit und Wärme) stimmen, rechtfertige der erzielbare Endpreis am Markt den initialen Aufwand für Saatgut und Bodenbearbeitung deutlich.

Die Rentabilität bzw. das Verhältnis von Aufwand zu Endpreis sei attraktiv, hänge jedoch von den betrieblichen Voraussetzungen ab. Rakhmonov: "Die Erdnuss ist eine hochmechanisierbare Kultur. Nach eigener Erfahrung und vorliegenden Unterlagen können Aussaat, Unkrautregulierung und Ernte vollständig automatisiert durchgeführt werden. Dies macht die Kultur besonders für Betriebe mit moderner Landtechnik interessant, da der personelle Aufwand minimiert werden kann."

Hohes Potenzial im Bio-Anbau
Volmary sieht das größte Potenzial für den Erdnussanbau derzeit im Bio-Bereich, obwohl beide Sparten vom Klimawandel profitieren. "Der Grund dafür liegt zum einen in der Stickstofffixierung: Als Leguminose bindet die Erdnuss Stickstoff im Boden. Im Bio-Anbau, wo auf synthetische Düngemittel verzichtet wird, bietet dies einen massiven ökologischen und ökonomischen Vorteil für die Fruchtfolge. Zum anderen hängt es auch mit dem Marktgeschehen zusammen: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Nachfrage nach regionalen Bio-Lebensmitteln ungebrochen hoch. Die attraktiven Endpreise im Bio-Segment, die man deutlich im Einzelhandel beobachten kann, rechtfertigen die Umstellung und den Anbau."

Die Kombination aus „Regionalität" und „Bio-Zertifizierung" sei aktuell ein starkes Verkaufsargument, das höhere Margen ermögliche als der konventionelle Massenmarkt. "Während der konventionelle Anbau durch Automatisierung effizient ist, bietet der Bio-Sektor aufgrund der Bodenverbesserung und der hohen Zahlungsbereitschaft der Konsumenten in der DACH-Region momentan die vielversprechendsten Aussichten", schlussfolgert Rakhmonov.

Weitere Informationen:
Suyunjon Rakhmonov
Volmary GmbH
Kaldenhofer Weg 70
48155 Münster
Telefax: +49 (251) 27070 166
[email protected]
www.volmary.com

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