Der BLV-pro e.V. sieht die deutsche Speditionsbranche am Rande des Kollapses. "Die dramatisch gestiegenen Dieselpreise aufgrund des Nahostkonflikts haben viele Unternehmen in eine existenzbedrohende Situation gebracht und gefährden die gesamte Logistikversorgung des Landes. Urgente Maßnahmen sind zeitnah erforderlich, um die Existenzen von unzähligen Spediteuren und deren Beschäftigten zu sichern", so der Verband in einem Statement.
Die explosionsartigen Anstiege der Dieselpreise haben für die Spediteure nicht nur massive finanzielle Belastungen zur Folge, sondern auch irreparable Schäden für die gesamte Branche, so der Verband weiter. "Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre Geschäfte drastisch einzuschränken oder gar Insolvenz anzumelden. Diese Entwicklungen haben verheerende Konsequenzen: Arbeitsplätze sind in Gefahr, und die Stabilität der Logistik, die für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist, wird akut gefährdet. Die momentane Situation ist unerträglich. Die Politik muss endlich einschreiten und eine sofortige Entlastung für die Spediteure schaffen. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie mit der Dringlichkeit handelt, die dieser Krise gebührt", fordert Konstantin Popov, Vorsitzender des BLV-Pro e.V.
„Es ist nicht nur eine Frage des Überlebens der Unternehmen, sondern auch eine Frage der wirtschaftlichen Stabilität unseres Landes." meint Björn Fröder aus Gießen, Mitglied des Vorstands.
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Reduzierung der Energiesteuer vonnöten
Mirko Reichelt, BKF-Beauftragter im BLV-pro e.V. betankte auf seiner Tour seinen DAF heute in Tschechien: "Wieso ist der Diesel in Deutschland so teuer? Rundum im Ausland ist das Tanken viel günstiger! Wir fordern daher sofortige Senkung der Energiesteuer: Eine zeitlich befristete Reduzierung der Energiesteuer ist unerlässlich, um den Unternehmen kurzfristig Entlastung zu bieten. Darüber hinaus fordern wir die Einrichtung eines Krisenstabs, um innovative Lösungsansätze zu erarbeiten und die Branche aktiv zu unterstützen. Zu guter Letzt fordern wir eine Deckelung der Dieselpreise. Dies wird eine volatile Preisanpassung verhindern, was wiederum notwendig ist, um Planbarkeit und Stabilität zu gewährleisten."
Die deutsche Speditionsbranche verlangt entschlossene und zügige Schritte von den Verantwortlichen. "Sollte die Regierung nicht zeitnah handeln, sind die negativen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft gravierend, aufgrund wegbrechender Lieferketten und Insolvenzen der kleinen und mittelständischen Spediteure!"
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