© Asayan Mexico
Im Schatten der großen Anbauländer Peru und Chile gewinnen auch Avocados mexikanischen Ursprungs wieder allmählich an Bedeutung auf den europäischen Märkten. Das Unternehmen Asayan widmet sich seit nunmehr sechs Jahren dem Export nach Europa und beobachtet eine steigende Nachfrage nach Bio- sowie konventionellen Hass-Avocados, speziell in den Niederlanden und der DACH-Region, berichtet Daniel Nitsch, Salesmanager beim Unternehmen. "Aktuell wollen auch andere Länder auf dem amerikanischen Kontinent, vor allem Peru, verst'rkt in die USA exportieren, was möglicherweise auch auf die Preise in Mexiko Einfluss hat. Bei der Preisgestaltung orientieren wir uns an der saisonalen Marktentwicklung, um wettbewerbsfähige Konditionen anzubieten."
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Das Gros der Ware wird von drei leidenschaftlichen Produzenten im Westen Mexikos bezogen.
Vermarktungspotenzial im Bio- und konventionellen Segment
Zunächst lag der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten auf dem Export von Bio-Avocados. "Unsere Hauptsaison erstreckt sich von August bis Anfang Januar. Speziell zum Saisonauftakt im September und Oktober können wir mit unseren Bio-Avocados interessante Lücken abdecken. Zudem gibt es im Vergleich zum konventionellen Geschehen nur einen überschaubaren Spotmarkt für Bio-Avocados, sodass der Markt meines Erachtens auch wesentlich stabiler ist. Im vergangenen Jahr haben wir dann auch erstmals konventionelle Avocados exportiert, da wir auch hier – nicht zuletzt aufgrund unserer Zertifizierungen wie Spring, GlobalGAP und SMETA – interessantes Vermarktungspotenzial gesehen haben. Durch das einzigartige Geschmacksprofil, den nachhaltigen Anbau und die inneren Werte unserer Avocados heben wir uns vom Standard ab", schildert Nitsch.
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Sowohl im konventionellen als auch im Bio-Bereich können sämtliche Kaliber (12-30) abgedeckt werden. Jedoch entfällt der Großteil auf die Größen 16-22.
Positive Vorzeichen zur neuen Saison
Aufgrund der optimalen Wetterbedingungen wurde im vergangenen Jahr eine Rekordernte erzielt. Nitsch: "Das hat dazu beigetragen, dass wir unsere Ware zu attraktiven Preisen anbieten konnten. Besonders herausfordernd war weiterhin der Preisdruck in der Lieferkette und der Logistik. Man muss dazu sagen, dass mexikanische Avocados aufgrund ihrer Sensibilität in der Regel etwas schwieriger in der Handhabung sind." Auch die Vorzeichen zur neuen Saison 2026 seien bislang besonders positiv, heißt es weiter. "Die derzeitigen Wetterbedingungen sind durchweg gut, ohne extreme Nässe oder Trockenheit. Demnach rechnen wir mit einer ähnlichen Saison wie letztes Jahr und einem Gesamtvolumen um rund 100 Container. Speziell im konventionellen Bereich stehen wir zum Saisonauftakt in direktem Wettbewerb mit Peru sowie Kenia, was mit entsprechenden Herausforderungen in der Preisbildung einhergeht."
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"Unsere Mission ist es, die Spezialisten für den europäischen Markt zu sein und eine zuverlässige Warenversorgung sicherzustellen", betont Nitsch.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung stehen bei Asayan im Mittelpunkt. Man orientiert sich konsequent an den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der UN und setzt sich für eine bessere Welt ein – durch volle Rückverfolgbarkeit und ethisches Handeln gegenüber den Menschen, die mit ihrer Arbeit zu unserem Erfolg beitragen. Nitsch: "Zudem haben wir eine spezialisierte Sub-Produktionskette etabliert, um die Qualität durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse – insbesondere bei der Produktauswahl – zu maximieren."
Globaler Avocadomarkt im Wandel
Avocados zählen zu den beliebtesten Frischeprodukten der Welt, Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig steht der Anbau aufgrund des hohen Wasserverbrauchs immer häufiger in der Kritik. "Es ist zu erwarten, dass der Anbau in Spanien sowie in Marokko in den kommenden Jahren stagnieren oder zurückgehen wird. In anderen Ländern wie Kenia, Kolumbien sowie Brasilien stehen die Zeichen für Flächenausweitungen aufgrund der guten Wasserressourcen hingegen auf grün. Auch hier spielen die Seefracht und Transitzeiten eine entscheidende Rolle: Im Vergleich zu Kolumbien und Brasilien sind die Transitzeiten bei mexikanischen Avocados rund eine Woche länger", erläutert Nitsch. "Wir arbeiten zudem eng mit unseren Logistikpartnern zusammen und setzen bereits erprobte Technologien ein, um das Risiko von Warenverlusten durch Mindergewicht und Verderb auf ein absolutes Minimum zu reduzieren."
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Mexikanische Avocados aus dem Anbaugebiet Jalisco werden nicht künstlich bewässert und haben aufgrund der vier Blütezeiten einen einzigartigen Geschmack und relativ große Trockenmasse (Feststoffgehalt).
Mangos, Limetten und Trockenfrüchte
Obwohl Hass-Avocados mit Abstand den größten Produktzweig der Firma Asayan bilden, widmet man sich auch dem Vertrieb weiterer Früchte aus den Gärten Mexikos, darunter Trockenfrüchte und Limetten. "Zwischen Februar und April beschäftigen wir uns mit dem Export der beiden Mangosorten Tommy Atkins sowie Ataulfo. Danach geht es nahtlos weiter mit den marktüblichen Sorten Kent und Keith, die wir in der Regel bis Ende August anbieten können", heißt es abschließend.
Weitere Informationen:
Daniel Nitsch
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