Das brasilianische Familienunternehmen Frutas Bessa hat kürzlich den Schritt zum direkten Export von Papaya und Drachenfrucht nach Europa gewagt. An der Spitze stehen Gründer Francisco Bessa und seine Kinder Mara Bessa, Jonathan Bessa und Marcio Bessa. Gemeinsam bilden sie die Geschäftsführung und führen das Familienprojekt fort, das nun auf dem internationalen Markt weiter wachsen will.
© Frutas Bessa
"Wir sind ein Familienunternehmen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird", erzählen sie. Jahrelang haben sie ihre Produktion an andere Exportunternehmen in Brasilien verkauft. So konnten sie sich Schritt für Schritt an die strengen Anforderungen des europäischen Marktes anpassen, noch bevor sie mit einer eigenen Marke an den Start gingen. "Es hatte keinen Sinn, mit dem Export zu beginnen, solange wir nicht alle vom Markt geforderten Lebensmittelsicherheitsstandards und Zertifizierungen erfüllten. Das war unser erster Schritt."
Heute exportiert das Unternehmen vor allem Formosa-Papayas und rote Drachenfrüchte nach Europa. Die logistische Basis befindet sich in Lissabon, von wo aus das Obst unter anderem nach Spanien, in die Niederlande, nach Polen, Großbritannien, Italien und Frankreich weiterverteilt wird. Die Sendungen werden per Flugzeug transportiert. Wöchentlich sind es etwa 20 bis 30 Paletten, mit zwei Lieferterminen pro Woche, um die Frische so gut wie möglich zu gewährleisten.
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Nach Angaben des Unternehmens ist der Verzehr von Papaya in Ländern wie Spanien und Portugal bereits fest etabliert. "Die Menschen dort kennen diese Obstsorte besser und wissen auch um ihre Vorteile, da sie leicht verdaulich und gut für die Gesundheit ist", sagt Mara Bessa. Gleichzeitig sieht das Unternehmen noch Wachstumschancen in anderen europäischen Ländern, in denen Papaya weniger bekannt ist.
Über Drachenfrüchte sind sie ebenso begeistert. Sie beschreiben sie als ein noch exotischeres Produkt. "Sie sind noch bekömmlicher als Papayas und enthalten viele Antioxidantien und Vitamin C", sagen sie und positionieren die Frucht damit eindeutig als funktionelles Produkt. "Vor allem der Geschmack ist ausschlaggebend für Wiederholungskäufe. Kunden, die die Frucht einmal probiert haben, bestellen sie erneut, weil sie einen ganz besonderen und sehr süßen Geschmack hat."
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Der Anbau ist mit ständigen Herausforderungen verbunden. "Wir haben 365 Tage im Jahr Früchte, die erntereif sind", erklären sie. Die Produktion läuft also das ganze Jahr über, wobei das endgültige Volumen stark von der Marktnachfrage abhängt. Für dieses Jahr strebt das Unternehmen ein Wachstum von 20 % an, unterstützt durch ein stabiles Angebot und engere Kundenbeziehungen.
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"Der Markt dreht sich natürlich um Angebot und Nachfrage, aber im Vergleich zum letzten Jahr ist er stabil", sagen sie über die Preise. Neben Europa exportiert Frutas Bessa auch in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Für die Familie Bessa geht es nicht nur um das Volumen, sondern auch um die Verbindung zwischen Anbau und Absatzmarkt. "Wir haben festgestellt, dass unsere Kunden eine engere Verbindung zum Anbau wünschen, dass sie die Herausforderungen auf dem Feld besser verstehen wollen und Obst mit mehr Qualität und mehr Geschmack erhalten möchten", sagen sie abschließend.
Weitere Informationen:
Jonathan Bessa
Frutas Bessa
Brasilien
Tel. +351 926 114 572
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www.frutasbessa.com