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Ein Blick in die Vergangenheit: Habets Holland, Gronsveld

In Primeur Nr. 10 vom 28. Februar 1990 erschien ein Artikel über den Großhandelsmarkt Gent mit einem Interview mit Herrn L. Habets, Direktor des Obst- und Gemüseexportunternehmens Habets in Limburg. Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Ein Blick in die Vergangenheit: Habets Holland, Gronsveld

Exporteur von Obst und Gemüse
In der Nähe der Apfel- und Birnenversteigerung Gronsveld in Limburg befindet sich das moderne Obst- und Gemüseexportunternehmen Habets B.V. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich dieses Unternehmen auf den Export niederländischer Produkte vor allem nach Deutschland. Mitte der 70er Jahre wurden vorsichtige Versuche unternommen, auf den französischen Markt vorzudringen, und heute ist der französische Markt für Habets Groenten en Fruit Export B.V. genauso wichtig wie der deutsche.

© Primeur
Herr Loek Habets: "So flexibel wie möglich"

1987 wurde das Unternehmen als erstes auf dem Kontinent in die Hillsdown-Gruppe aufgenommen. Herr Loek Habets, Geschäftsführer des Unternehmens, sagt: "Die Aufnahme in eine so große Gruppe bietet viele Vorteile. Wir profitieren vom Know-how der anderen Unternehmen, und davon gibt es allein im Lebensmittelsektor mehr als 400, verteilt über die ganze Welt. Außerdem haben wir so umfangreiche Expansionsmöglichkeiten. Ich persönlich glaube, dass in Zukunft nur noch sehr große und sehr kleine Unternehmen bestehen können. Trotz der Aufnahme in den großen Hillsdown-Konzern haben wir uns eine große Freiheit in der Unternehmenspolitik bewahrt. Wir beschränken uns nicht mehr nur auf niederländische Produkte."

Auch Import
"In Bleiswijk haben wir 1988 eine separate Niederlassung für den Import unter anderem vieler chilenischer Produkte gegründet." Neben Deutschland und Frankreich exportiert Habets auch in den Nahen Osten, nach Italien, Österreich und Amerika. Das Unternehmen beschäftigt 62 Mitarbeiter. In New York haben sie ein eigenes Verkaufsbüro für niederländische Produkte. Herr L. Habets: "60 bis 80 % unseres Umsatzes erzielen wir mit großen Handelsketten. Wir verfügen über einen Fuhrpark von 17 Kombinationen und können innerhalb eines Tages bis tief in Frankreich und Deutschland liefern. Wir versuchen, so flexibel wie möglich zu bleiben. Das ist eine Voraussetzung in dieser schwierigen, aber interessanten Zeit, in der sich die Märkte schnell verändern. Schauen Sie sich zum Beispiel den niederländischen Salat an, der derzeit so gut wie vom Markt verschwunden ist und durch Eisbergsalat aus dem Süden ersetzt wurde."

© PrimeurDie modernen Räumlichkeiten von Habets

"Was mir Sorgen bereitet, ist, dass das niederländische Produkt derzeit vor allem in Deutschland ziemlich schlechte Presse bekommt. Durch die große Aufmerksamkeit, die biologische und natürliche Produkte derzeit erhalten, machen die niederländischen Gewächshäuser, die, um ehrlich zu sein, eher Intensivstationen von Krankenhäusern ähneln, auf die Abnehmer einen unnatürlichen Eindruck, und die Presse vermittelt, dass 'unnatürlich ungesund ist'. Außerdem haben nun auch Unternehmen außerhalb der Versteigerung begonnen, Tomaten zu kaufen. In ihren Werbekampagnen betonen sie, dass diese Produkte natürlich und gesund sind, und implizieren damit, dass die übrigen niederländischen Produkte dies nicht seien. Das finde ich nicht gut", so Herr Habets abschließend.

Quelle: Primeur - Jahrgang 4 - Nummer 10 - 28. Februar 1990

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