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Familienunternehmen in dritter Generation sieht stabile Nachfrage und Herausforderungen beim Reststromfluss

Kontrolle der Lieferkette, um Preisschwankungen zu überstehen

Witlofkwekerij LOF ist ein niederländisches Familienunternehmen, das sich in über 60 Jahren zu einem voll integrierten Chicorée-Betrieb mit internationalem Vertrieb entwickelt hat. Die dritte Generation der Familie, Hugo Jongejan und sein Schwager Gerwin de Vries, leitet heute das Unternehmen. Trotz der Expansion bleibt ein Grundsatz entscheidend: "Im Kern geht es immer noch um die Arbeit der Menschen. Ohne unsere Mitarbeitenden können wir nichts erreichen", sagt Hugo.

© Witlofkwekerij LOF

© Witlofkwekerij LOF

Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in die 1950er Jahre zurück, als der Großvater von Hugos Frau einen gemischten Bauernhof gründete. Zwanzig Jahre später pflanzte er seinen ersten Chicorée, und Ende der 1980er Jahre hatte sich der Hof vollständig auf diesen Anbau umgestellt. Unternehmertum und Innovation sind seitdem der rote Faden. Das wurde deutlich, als Hugos Schwiegervater Jan nach dem Fall der Berliner Mauer Chancen in Ostdeutschland sah. Was als Wissensaustausch begann, entwickelte sich zu einem soliden Export von Chicoréewurzeln, heute ein wichtiger Pfeiler von LOF.

Wachstum durch Optimierung und Akquisitionen
LOF hat sich in den letzten zehn Jahren weiter professionalisiert. Ein wichtiger Schritt war die Übernahme einer deutschen Gärtnerei, eines ehemaligen Kunden, der in Schwierigkeiten geraten war. Mit eigenen Wurzeln und einer Neugestaltung der Prozesse wurde dieser Standort wieder rentabel. LOF ist nun an zwei Standorten in Deutschland tätig. Auch in den Niederlanden expandierte das Unternehmen durch die Übernahme von Koelvries Creil und erlangte damit die vollständige Kontrolle über die Sortierung und Lagerung von (biologischen) Chicoréewurzeln.

© Witlofkwekerij LOF

Das Unternehmen verwaltet fast die gesamte Kette, vom Anbau, der Lagerung und der Ernte der Wurzeln bis hin zur Sortierung, Verpackung und Logistik. Nur das Saatgut wird zugekauft. "Dadurch haben wir maximale Kontrolle über Qualität und Mengen." Die Wurzeln werden über Flevolof verkauft, wobei etwa 70 % ins Ausland gehen. Den größten Teil ihres frischen Chicorées verkaufen sie über ZON, hauptsächlich in den Niederlanden.

© Witlofkwekerij LOF

Markt unter Druck
Obwohl die Nachfrage stabil ist, steht der Sektor unter Druck. Weniger verfügbare Pflanzenschutzmittel erschweren den Anbau. "Blattminierer und Phytophthora erfordern ständige Aufmerksamkeit", sagt Jongejan. Außerdem verursachen Preisschwankungen Unsicherheit. "Ein Anstieg der Wurzeln um 10 % kann zu 40 % niedrigeren Preisen führen." Er bevorzugt einen stabileren Markt, "damit alle einen fairen Lebensunterhalt verdienen können".

Nachhaltigkeit, Restströme und die Zukunft
LOF, das seit 2010 vollständig gasfrei ist, verwendet Restwärme aus der Kühllagerung wieder, verfügt über 1.200 Sonnenkollektoren und sammelt Regenwasser. Auch Restströme finden Beachtung: Marktfähiger Chicorée wird an die Tafel geliefert, aber für Chicoréeblätter wird noch nach besseren Verwendungsmöglichkeiten gesucht.

Das Unternehmen sieht eine Zukunft in der Robotisierung. "Das wird in fünf bis sechs Jahren üblich sein", erwartet Hugo, insbesondere beim Pflanzen und Ernten von Wurzelgemüse. Der Fokus von LOF bleibt jedoch klar: verantwortungsbewusstes, schrittweises Wachstum. "Vor allem aber steht immer die menschliche Dimension im Vordergrund. Mit einem guten Team kann man alles erreichen", fasst Hugo zusammen. (JG)

Weitere Informationen:
Witlofkwekerij LOF
Pilotenweg 28/1
8311 PL Espel
Tel.: +31 (0) 527 271 616
[email protected]
www.witlofkwekerijlof.nl

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