"Der Mangomarkt ist wie so oft unnachahmlich, unkontrollierbar und unvorhersehbar", so Henk van der Meij von Hars&Hagebauer aus den Niederlanden. "Nach einer völlig falschen Einschätzung der peruanischen Erzeuger stürzten wir von einem Jahr mit ausreichendem Angebot in ein Jahr mit geringer Produktion."
"Hinzu kam, dass in Amerika eine starke Nachfrage nach peruanischen Mangos bestand. Wie sich das zu den Importzöllen verhält, versteht niemand, aber das hat in den vergangenen Wochen zu einer soliden Preisgestaltung geführt", fährt der Importeur fort. "Mittlerweile geht die Nachfrage aus Amerika etwas zurück."
"Auch die Produktion aus der nördlichen Region Piura geht stark zurück, und es bleibt abzuwarten, wie das von den Anbaugebieten in Motupe und Casma für die zweite und letzte Hälfte der Saison aufgefangen wird. Letztlich hoffen wir alle auf einen reibungslosen Übergang zur afrikanischen Saison, die etwa in KW 16 wieder beginnen wird."
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"Qualitativ verläuft diese Mangosaison mäßig. Vor allem zu Beginn gab es recht viele Braunverfärbungen, was darauf hindeutet, dass einige Erzeuger den schnellen Gewinn gegenüber langfristigen Beziehungen bevorzugen. Diese Unsicherheit veranlasste uns, mitten in der Saison einen zweiten Vor-Ort-Besuch zu machen, da die Situation so unvorhersehbar geworden war."
"Die Nachfrage nach Mangos ist gut, aber aufgrund der bizarren Preise brechen die Tagesmärkte ein wenig ein. Das bestätigt, dass zu hohe Preise nicht immer gut für das Geschäft sind. Insgesamt zeigt sich, dass man besonders vorsichtig sein muss und dass in diesem risikoreichen Markt Wachsamkeit geboten ist. Wir betrachten es von Tag zu Tag", sagt Van der Meij abschließend.
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Henk van der Meij
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