Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet

Sie haben eine Software (Adblocker) installiert, der unsere Werbung blockiert.

Da wir die Nachrichten kostenlos zur Verfügung stellen, sind wir auf die Einnahmen aus unseren Werbebannern angewiesen. Bitte deaktivieren Sie daher Ihren Adblocker und laden Sie die Seite neu, um diese Seite weiter zu nutzen.

Klicken Sie hier für eine Anleitung zum Deaktivieren Ihres Adblockers.

Sign up for our daily Newsletter and stay up to date with all the latest news!

Abonnieren I am already a subscriber
Fotoreportage: 20. Jubiläum des Internationalen Berliner Kartoffelabends

Branchentreff mit neuer Location und Besucherrekord

Rund 500 Gäste aus 15 Ländern folgten der Einladung des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes (DKHV) zum 20. Internationalen Berliner Kartoffelabend (IBK). Vertreter aus der gesamten Kartoffelwirtschaft, aus Wissenschaft, Verbänden und Politik trafen sich in diesem Jubiläumsjahr erstmals im festlich geschmückten TITANIC Chaussee Berlin. Sie nutzten den Abend zum intensiven Austausch über die aktuellen Herausforderungen und die politischen Rahmenbedingungen für die Branche.

Hier gelangen Sie direkt zur vollständigen Bilderstrecke des 20. Kartoffelabends.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte DKHV-Präsident Thomas Herkenrath an die Anfänge dieser Veranstaltungsreihe am Vorabend der Fruit Logistica. Der Berliner Kartoffelabend fand 2005 das erste Mal statt. Was damals mit rund 50 Teilnehmern im Kaminzimmer des InterContinental Berlin begann, hat sich über zwei Jahrzehnte zu dem wichtigsten Treffpunkt der Kartoffelwirtschaft entwickelt.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Vertreter der deutschen Kartoffelbranche beim diesjährigen Kartoffelabend.

Große Ernte 2025 prägt die Marktlage
Inhaltlich stand die aktuelle Marktsituation im Mittelpunkt: Die Kartoffelsaison 2025 ist durch eine ungewöhnlich große Ernte gekennzeichnet. Ausgeweitete Anbauflächen und günstige Wachstumsbedingungen führten zu spürbaren Folgen am Markt. Dabei ist in diesem Jahr die Besonderheit, dass alle europäischen Länder vor der gleichen Situation stehen: Preisdruck, hohe Lagerbestände und die Veränderung internationaler Handelsstrukturen stellen den gesamten Markt vor erhebliche Herausforderungen.

Herkenrath ordnete die Situation als Teil eines typischen Marktzyklus ein. Nach hohen Preisen in den Vorjahren seien zusätzliche Produktionsentscheidungen getroffen worden, die zu dieser Situation führten. Entscheidend sei jedoch der Umgang mit dieser Phase. „Der Handel trägt Verantwortung für Stabilität in der Wertschöpfungskette, für die Lenkung von Überschüssen und für gesicherte Verwertungswege", betonte der DKHV-Präsident. Dabei müsse aber auch sichergestellt werden, dass Erzeugerbetriebe eine langfristige wirtschaftliche Perspektive behalten.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
DKHV-Präsident Thomas Herkenrath flankiert von den beiden Kartoffelköniginnen der Lüneburger Heide (l) und von Bayern.

Wettbewerbsfähigkeit unter Druck
Deutlich thematisiert wurden die strukturellen Belastungen der Branche: steigende Produktions- und Logistikkosten, im internationalen Vergleich hohe Energiepreise sowie Bürokratie und Überregulierung. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Kartoffelwirtschaft erheblich geschwächt.

Zuversicht und Verantwortung für die Zukunft
Trotz der außergewöhnlichen Marktlage zeigte sich der DKHV-Präsident zuversichtlich. Wichtig seien jetzt Besonnenheit statt Panik, Durchhaltevermögen statt Schnellschüsse und vor allem Zusammenhalt innerhalb der Branche. „Wenn Landwirte, Handel, Verarbeiter, Logistik, Verbände und Politik gemeinsam verantwortungsvoll handeln, hat die Kartoffelwirtschaft in der Vergangenheit jede vergleichbare Situation gemeistert. Wir werden das auch diesmal schaffen", so Herkenrath.

Zugleich richtete der Präsident den Blick nach vorn: Mit der Gründung des „Jungen DKHV" bindet der Verband gezielt die nächste Generation des Kartoffelhandels in seine Arbeit ein. Persönlicher Austausch, Netzwerke und Dialog blieben, trotz aller digitaler Möglichkeiten, unverzichtbar für die Zukunft der Branche.

Internationaler Berliner Kartoffelabend als Plattform für Dialog
Der 20. Internationale Berliner Kartoffelabend unterstrich erneut die Bedeutung des Formats als Plattform für Dialog und Vernetzung in der Branche. Herkenrath ermunterte alle Gäste, im Anschluss an den offiziellen Teil den Abend für persönliche Gespräche, fachlichen Austausch und internationale Kontakte zu nutzen. Der DKHV dankt allen Teilnehmenden, Ausstellern und Sponsoren sowie dem Veranstaltungsteam.

Weitere Informationen:
www.dkhv.org

Verwandte Artikel → See More