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Polysense setzt KI ein, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden

"Jedes Kilo vermiedener Abfall ist ein Kilo Geld, das sonst verloren geht"

Für viele Unternehmen ist Abfall ein ständiges Problem. Variable Inputprodukte und stabile Qualitätserwartungen am Ende der Kette führen oft zu Lebensmittelverschwendung. Polysense, ein Start-up aus Gent, will diese Herausforderung mit KI-Anwendungen angehen.

"Dass dies ein Problem ist, mit dem viele Unternehmen zu kämpfen haben, liegt natürlich auf der Hand. Bevor wir jedoch mit der Technologie begonnen haben, haben wir zunächst untersucht, woher die Abfallströme hauptsächlich stammen", erklärt Yarne De Munck, Mitbegründer des Unternehmens. Dabei hat sich gezeigt, dass vor allem in der Lebensmittelindustrie die größten Probleme bestehen. Die Parameter der Produktionsprozesse bleiben oft statisch eingestellt, während die Inputs stark variieren. Dadurch entsteht am Ende des Prozesses eine große Variation, und ein Teil der Produktion entspricht nicht den Qualitätsanforderungen. Das führt direkt zu Abfall. Genau dieses Problem möchten wir lösen."

© Polysense
Yarne De Munck (CEO), Lucas Van Dijck (CTO) und Jarne Bogaert (COO)

Automatisierung als erster Schritt
Also richtete man den Blick auf die Technologie, um etwas dagegen zu unternehmen. Polysense konzentriert sich dabei auf KI-Anwendungen in Produktionsprozessen, um weniger Abfall zu produzieren und die Effizienz zu steigern. "Zunächst automatisieren wir die Inline-Qualitätskontrolle vollständig. Derzeit erfolgt die Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie oft noch manuell. Der Prozess ist zeitaufwendig und subjektiv. Nur ein kleiner Teil der Produktion wird kontrolliert, sodass Abweichungen oft erst spät oder gar nicht mehr nachverfolgt werden können. Durch die vollständige Inline-Kontrolle erhalten wir objektive Daten zu jedem Produkt. Damit können wir die Prozessparameter dynamisch optimieren und eine stabile Produktion ohne Abfallströme gewährleisten."

Ein konkretes Beispiel ist das Schälen von Kartoffeln. "Mit Bildverarbeitungssystemen beurteilen wir jede Kartoffel: Wie viel Schale ist noch vorhanden? Anschließend steuern wir die Schälmaschinen automatisch. So vermeiden wir sowohl Über- als auch Unterschälung und benötigen für diesen Prozess keine Bediener mehr."

© Polysense

Von Kartoffeln bis zu Obst und Gemüse
Das Prinzip ist jedoch nicht nur auf Kartoffeln anwendbar, sondern auf viele Produkte in der Lebensmittelindustrie, versichert Yarne. "Derzeit konzentrieren wir uns mit unserer Arbeit jedoch vor allem auf Kartoffel-, Obst- und Gemüseunternehmen sowie industrielle Bäckereien, wo viel Gewinn zu erzielen ist. Denken Sie beispielsweise an die Schimmelerkennung. Ein schimmliges Produkt kann ganze Verpackungen verderben. Indem wir diese Produkte frühzeitig aussortieren, verhindern wir, dass schlechte Produkte in den Laden gelangen. Das hat enorme Auswirkungen auf die Abfallreduzierung."

Das Unternehmen besteht nun seit etwa drei Jahren. "Wir haben mit drei Personen angefangen und sind inzwischen auf etwas mehr als 30 Mitarbeitende angewachsen. Eine kürzlich erfolgte Investitionsrunde in Höhe von 2 Millionen Euro hat dazu beigetragen, das Team weiter zu vergrößern. Das ermöglicht es uns, den Markt besser zu unterstützen und das Produkt weiterzuentwickeln, insbesondere in technischer Hinsicht. Vor allem international sehen wir viel Bewegung."

© Polysense

Markt unter Druck
Die Nachfrage aus der Branche ist groß, versichert Yarne. "Die Lebensmittelindustrie steht unter Druck, insbesondere in Europa. Unternehmen suchen ständig nach Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten und ihre Margen zu verbessern. Jede Technologie, die dazu beiträgt, Abfall zu reduzieren und das Geschäftsergebnis zu verbessern, ist sofort interessant. Jedes Kilogramm vermiedener Abfall ist buchstäblich ein Kilogramm Geld, das sonst verloren geht." Und das kommt dem Unternehmen sehr zugute, denn mittlerweile arbeitet es bereits mit Unternehmen wie Agristo, Roger & Roger, Aviko und Warnez zusammen.

Polysense hat sich bewusst für den Fokus auf Lebensmittel entschieden. "Durch die Spezialisierung bauen wir domänenspezifisches Wissen auf und liefern schneller einen Mehrwert. Die Bereitschaft, Technologien wie KI einzusetzen, entspringt weniger der Innovation als vielmehr der Notwendigkeit. Unternehmen brauchen Lösungen für die Abfallreduzierung und Margen. Die Technologie ist dabei zweitrangig, solange das Ergebnis klar ist."

Ziele für die Zukunft
Langfristig möchte Polysense zunehmend die Rolle des "Food Factory Partner" übernehmen. "Wir möchten Lebensmittelunternehmen weltweit bei Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und automatisierter Qualitätskontrolle unterstützen. Wir möchten, dass Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Inputs einen stabilen, hochwertigen Output erzielen können, nicht nur in Belgien und den Benelux-Ländern, sondern weltweit."

© Polysense

Yarne sieht, dass es noch wenige andere Lösungen auf dem Markt gibt, die das bieten können, was Polysense bietet. "Viele andere Plattformen sind generisch. Die Lebensmittelbranche hat einzigartige Herausforderungen: lebende Produkte, Saisonabhängigkeit und Variation. Diese Komplexität erfordert einen spezialisierten Ansatz, und genau diese Nische unterscheidet uns."

Debüt auf der Fruit Logistica
Das noch relativ begrenzte Wissen über Technologie im Lebensmittelsektor bedeutet, dass viel in internationale Verbindungen investiert werden muss. Deswegen ist Polysense derzeit auf vielen Messen weltweit vertreten. Von der Gulfood in Dubai bis zum Debüt auf der Fruit Logistica in Berlin. "Wir reisen viel und sprechen mit Unternehmen, damit sie verstehen, wie wir ihnen helfen können. Sobald sie die Möglichkeiten erkennen, sind sie oft bereit zur Zusammenarbeit. Es bleibt unerlässlich, dieses Wissen zu verbreiten."

Weitere Informationen:
Polysense
Amelia Earhartlaan 2/0301
9051 Gent, Belgien
Tel.: +32 (0)784 354 767
[email protected]
www.polysense.ai

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