Ecuador, der weltweit größte Bananenexporteur, übernimmt die Führung bei einem regionalen Ansatz zur genetischen Stärkung der Cavendish-Banane gegen Krankheiten wie Fusarium TR4 und Moko. Diese Krankheiten sind bereits in Lateinamerika vorhanden und stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Bananensektor dar.
Während des CAF-Wirtschaftsforums in Panama unterzeichneten das ecuadorianische Landwirtschaftsministerium, der ecuadorianische Bananenexporteurverband Aebe und die lateinamerikanische Entwicklungsbank CAF eine Absichtserklärung. Diese bildet die Grundlage für ein neues Programm zur genetischen Verbesserung der Cavendish-Sorte.
Der Plan umfasst eine Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Forschungsinstitut Embrapa. Ziel ist es, technische Lösungen zu entwickeln, mit denen Bananenkrankheiten rechtzeitig und wirksam bekämpft werden können.
Aebe arbeitet unterdessen mit Unterstützung der CAF daran, die Finanzierung für ein gemeinsames Programm mit Brasilien aufzubauen. Dieses Programm soll technisches Wissen stärken, Fachwissen austauschen und praktische Lösungen für Bananenanbauer liefern.
Der Ansatz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Sektor zunehmend mit Krankheiten, Klimadruck und sich ändernden Marktanforderungen konfrontiert ist. Trotz dieser Herausforderungen schloss Ecuador das Jahr 2025 mit einem Export von über 378 Millionen Kartons ab. Das Wachstum blieb trotz aller Widrigkeiten stabil.
Laut Aebe ist die Cavendish-Banane von strategischer Bedeutung für die Ernährungssicherheit und den weltweiten Handel. Krankheiten wie TR4 und Moko bedrohen nicht nur die Ernte, sondern auch Arbeitsplätze und Einkommen. Wissenschaftliche Forschung und wirksame Prävention sind daher für die Zukunft des Bananensektors in der gesamten Region von entscheidender Bedeutung.
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AEBE
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