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Fotoreportage TSW 2026:

Polen als Zentrum der zentral- und osteuropäischen Agrarbranche

Die TSW, die größte Garten- und Obstbaumesse Polens, fand dieses Jahr erstmals am Freitag und Samstag statt. Die zweitägige Fachveranstaltung gilt als größte Plattform für die polnische zentral- und osteuropäische Agrarbranche und war auch in diesem Jahr besonders gut besucht. Zum Ausstellerspektrum zählen u. a. Verpackungslieferanten, Baumschulen sowie Anbieter von Gewächshäusern und Folien, Ernte-, Lagerungs- und weiterer Anlagentechnik. Insgesamt zogen rund 500 Aussteller und ca. 17.000 Besucher nach Kielce. Auch wir waren dieses Mal erstmals vor Ort.

"Wir blicken auch in diesem Jahr auf zwei tolle und ziemlich gut besuchte Messetage sowie viele interessante Gespräche zurück. Wir freuen uns über die vielen konkreten Anfragen vor Ort und die Nacharbeit die nun vor uns liegt", so Leo Vöhringer, Obstbauzulieferer und Geschäftsführer der VOEN Vöhringer. Auch André van de Wiel von Fruit Support Europe blickt auf einen gelungenen Messeauftritt zurück. "Die Veranstaltung war sehr professionell aufgesetzt und besonders am ersten Tag erstaunlich gut besucht. Aufgrund der Sprachbarriere war es aber gut, dass wir einen polnischen Kollegen vor Ort dabeihatten."

Die Vielzahl an anerkannten Obstbauzulieferern deutet nach Angaben Van der Wiels auf die stetige Entwicklung der polnischen Branche hin. "Es wird sehr viel investiert in Hagelnetzen und Beton- statt Holzpfählen. Ein Zeichen, dass es den Betrieben durchweg gut geht und viele moderne Anlagen, speziell im Bereich Äpfel und Kirschen, entstehen. Dies gilt übrigens nicht nur für Polen, sondern auch für das benachbarte, osteuropäische Ausland, wie die Ukraine und den Baltikum. Für uns war die Messe also eine gute Plattform, mit dieser Zielgruppe ins Gespräch zu kommen."

© Thijmen Tiersma | FreshPlaza.de
Deutschsprachige Aussteller auf der diesjährigen TSW. Im Uhrzeigersinn: das Team von VOEN Vöhringer, die Vertretung von Fruit Security/Fruit Support, Raphael Schulze Heuling (r) mit zwei Kollegen, und Jürgen Braun von Adema GmbH hielt einen Vortrag zum Thema Sortenmanagement.

Zukunftspotenzial für Clubäpfel
Für Jürgen Braun, CEO von Adema (vormals Kiku GmbH), ist die TSW bereits seit vielen Jahren ein fester Messetermin. "Die diesjährige TSW war auch in diesem Jahr sehr gut besucht. In meinem Referat widmete ich mich der Frage: 'Club oder Commodity – was ist der richtige Weg für den Apfelerzeuger?' Im Grunde benötigt man heutzutage einen Mix aus bewährten Standard- sowie Clubsorten. Dies hängt aber auch stark vom jeweiligen Anbauland und den dortigen Strukturen ab."

In seiner Präsentation stellte Braun eine Reihe an Clubsorten und deren Eigenschaften vor. "Was aber sämtliche Sorten vereint, ist eine gewisse Angebotsbeschränkung bzw. Produktknappheit in der Nische sowie ein einzigartiges Erscheinungsbild mit Topqualitäten und entsprechendem Branding. Grundvoraussetzung dabei ist, dass die jeweiligen Sorten, ob in Polen oder anderswo, ausführlich getestet werden, bevor sie dem Markt freigegeben werden."

© Adema GmbH
Jürgen Braun (l) war nicht nur auf der Bühne, sondern auch am Stand des langjährigen Partners Baumschule Jankowski anzutreffen.

Weitere Informationen:
https://tsw.pl/en-us/

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