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Belgisches Compack präsentiert neue Verpackungslösung auf der Fruit Logistica

"Champignons verpackt in dem Nährboden, auf dem sie gewachsen sind"

Ein Neuling auf der diesjährigen Fruit Logistica. Das Verpackungsunternehmen Compack ist zum ersten Mal in Berlin vertreten, wo es seine neue nachhaltige Verpackungslösung einem internationalen Publikum vorstellen wird. Können sie damit mit den bekannten blauen Schalen konkurrieren? „Unser Ziel ist es nicht unbedingt, mit traditionellen Plastikschalen zu konkurrieren, aber die Welt verändert sich und Unternehmen sollten sich anpassen können. So bieten wir die Chance, eine neue Richtung einzuschlagen", erklärt Marie-Elise Cannie von Compack.

© Compack

Das Unternehmen ist aus dem Pilzbetrieb Archi-Duc hervorgegangen, der seit Generationen in Lievegem in Flandern Champignons züchtet. „Ein echtes Familienunternehmen, das meine Großeltern und Eltern vor Jahren gegründet haben. Vor einiger Zeit bin ich schließlich als dritte Generation ebenfalls in das Unternehmen eingetreten", erklärt Marie-Elise. „Aus unseren Aktivitäten heraus entstand auch das Verpackungsprojekt. In der Champignonzucht wurden schon immer viele Kunststoffverpackungen verwendet, und außerdem bleiben große Mengen an Champignonsubstrat übrig. Für diese Restströme müssen die Züchter oft viel bezahlen. Wir haben uns gefragt: Können wir aus diesem Problem eine Lösung machen?"

Die Welt ist bereit dafür
Und so geschah es. „Vor zwei Jahren wurde das Unternehmen schließlich offiziell gegründet, aber die Idee gab es schon viel länger. Wir selbst haben bereits vor einigen Jahren begonnen, mit der Verarbeitung von Pilzsubstrat in einer bestimmten Form zu experimentieren und zu untersuchen, ob wir daraus eine Verpackung herstellen können. Das erwies sich als möglich, aber es war ein komplexer Prozess, der mehrere Jahre in Anspruch nahm. Außerdem war die Welt damals noch nicht bereit für einen so großen Schritt in Richtung nachhaltiger Verpackungen. Es gab bereits viele Alternativen, aber die Restströme blieben oft ungenutzt."

„Auch dank der strengen Gesetzgebung in Bezug auf Kunststoffe können wir unsere Ideen in die Realität umsetzen. Und da wir buchstäblich an der Quelle sitzen, wollten wir etwas schaffen, das wirklich einen Unterschied macht. Um das zu realisieren, haben wir Forschungen durchgeführt und mit Pack4Food zusammengearbeitet. So ist es uns gelungen, aus einem Reststrom ein nützliches Produkt zu schaffen, das innerhalb der Pilzindustrie, aber auch darüber hinaus dringend benötigt wird und nun marktreif ist."

Kompatibel mit bestehenden Top-Seal-Systemen
Das Ergebnis ist eine Verpackung, die aus Restströmen von Pilzsubstrat hergestellt wird. „Unter anderem durch das Vorhandensein von Myzel ist die Verpackung sehr wasserbeständig. So kann das Material zu einer stabilen Verpackung verarbeitet werden. Vorläufig verwenden wir die Verpackungen für unsere eigenen Champignons, aber das Konzept ist breit einsetzbar und kann in Zukunft auch für andere Gemüsesorten wie Beeren, Tomaten und Trauben und sogar für Non-Food-Produkte verwendet werden. Die Verpackungen sind für Lebensmittel geeignet, vollständig recycelbar, kompostierbar und entsprechen den europäischen Rechtsvorschriften."

© Compack

Dabei wurde auch darauf geachtet, dass der Übergang für Erzeuger, Handel und Einzelhandel so reibungslos wie möglich verläuft. „Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung war, dass der Übergang einfach sein musste. Unsere Kartons sind mit bestehenden Top-Seal-Systemen kompatibel, sodass keine Investitionen in neue Maschinen erforderlich sind. Das macht den Schritt zu nachhaltigen Verpackungen für Erzeuger, Handel und Einzelhandel wesentlich einfacher."

Es besteht eindeutig Bedarf an solchen Lösungen, betont Marie-Elise. „Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen wächst, und der Umgang mit Restströmen bleibt eine Herausforderung. Die Vorschriften in Europa werden diesen Prozess nur beschleunigen, und wir sind bereit dafür. Was den Preis angeht, haben wir versucht, ihn mit dem von Kunststoff und Karton vergleichbar zu halten. Das war während der Entwicklung ein wichtiger Faktor, da der Preis für viele Unternehmen entscheidend ist. Gleichzeitig bietet unser Produkt den Vorteil, dass es Restströme nutzt, was die Kosten teilweise ausgleicht und die Nachhaltigkeit stärkt."

Fruit Logistica
Die erste Präsentation dieses Projekts findet auf der Fruit Logistica statt. „Wir präsentieren hier nicht nur unseren Champignonbetrieb, sondern auch unsere neue Verpackung. Auf der Messe wollen wir auch die internationalen Möglichkeiten erkunden. Unser Produkt ist international interessant, da es Restströme nutzt, vollständig in Europa hergestellt wird und völlig frei von PFAS ist. Es handelt sich um eine natürliche, gesunde Verpackung. Das wird für Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, immer wichtiger. Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach und gleichzeitig besonders: Champignons, verpackt in dem Nährboden, auf dem sie gewachsen sind", sagt Marie-Elise abschließend.

Compack ist auf der kommenden Fruit Logistica in Halle 27, Stand A-40 zu finden. Das Unternehmen gehört zu den Nominierten für den Fruit Logistica Innovation Award.

Weitere Informationen:
Marie-Elise Cannie
Compack
Kruipuit 58
9991 Adegem, Belgien
[email protected]
www.compack.be

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