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Obstbauseminar 2026 gestartet:

Pflanzenschutz und Zulassungen im Fokus

Mit einem dichten Fachprogramm ist am vergangenen Montag das dreitägige Südtiroler Obstbauseminar gestartet. Die 37. Auflage der Fachveranstaltung, organisiert vom Verein der Absolventen Landwirtschaftlicher Schulen (A.L.S), bringt Obstbauern, Experten und Nachwuchskräfte zusammen. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Bildungszentrum Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten, um sich über aktuelle Entwicklungen im Obstbau zu informieren.

Nach der Begrüßung durch Klaus Kapauer (Arbeitsgruppe Obstbauseminar A.L.S) richtete Luis Walcher, Landesrat für Landwirtschaft, Grußworte an das Publikum. „Ich komme gerade von der Grünen Woche in Berlin zurück. Auch dort zeigt sich: Die Themen, die hier heute diskutiert werden, sind hochaktuell und beschäftigen nicht nur Südtirol, sondern ganz Europa", betonte Walcher.

© Südtiroler Apfelkonsortium
Blick in den vollen Saal beim 37. Obstbauseminar.

Im ersten Themenblock stand die Frage im Mittelpunkt, wie Obst im Spannungsfeld zwischen Gesundheitsbewusstsein, Risikoempfinden und öffentlicher Debatte wahrgenommen wird. Gaby-Fleur Böl vom deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sprach in ihrem Vortrag „Obst: gesund oder giftig?" über reale Risiken, subjektive Wahrnehmung und die Rolle medialer Darstellung. Dabei wurde deutlich: Für Konsumentinnen und Konsumenten sind neben Fakten vor allem Vertrauen entscheidend, insbesondere bei Themen wie Rückständen und Pflanzenschutz.

Anschließend rückte der Pflanzenschutz aus Sicht der Praxis in den Fokus. Jörg Hilbers (Bundesfachgruppe Obstbau, Berlin) thematisierte den Verlust zentraler Wirkstoffe im Obstbau und zeigte auf, welche Konsequenzen dies für die Produktionssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit haben kann. Gleichzeitig wurden Perspektiven diskutiert, welche Alternativen und Strategien künftig notwendig sind, sowohl auf Ebene der Betriebe als auch der Regulierung.

Einen vertiefenden Blick auf die Rahmenbedingungen der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bot Maria Rosaria Fidanza (CREA – Centro di ricerca Politiche e Bioeconomia). In ihrem Beitrag stellte sie Szenarien und Governance-Vorschläge auf europäischer und nationaler Ebene vor. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Steuerung und Prioritätensetzung in Zulassungsprozessen, mit Blick auf Planbarkeit, Wirksamkeit und die Anforderungen an eine moderne Landwirtschaft.

© Südtiroler Apfelkonsortiumv.l.n.r. Maria Rosaria Fidanza, Jörg Hilbers, Gaby-Fleur Böl, Klaus Kapauer, LR Luis Walcher

Weitere Informationen:
www.apfelwelt.it
www.suedtirolerapfel.com

Erscheinungsdatum:

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