Vom 4. bis 6. Februar 2026 ist Berlin erneut der internationale Treffpunkt für die Obst-, Gemüse- und Kartoffelbranche. Auf der Fruit Logistica sind 36 flämische Unternehmen und Verbände gemeinsam am Stand des Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing (VLAM) vertreten.
„Auch 2026 wird Flandern auf der Messe deutlich präsent sein", betonen sie. „Im Mittelpunkt des Standes steht das Flandria-Gütesiegel, das für nachhaltigen Anbau und die zusätzlichen Qualitätsgarantien flämischer Familienbetriebe steht. Mit rund 70 verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, von Auberginen bis zu Süßkartoffeln, zeigt Flandern die Breite seines Angebots an Obst und Gemüse."
„Die Branche ist in Bewegung. In den vergangenen Jahren hat eine Konsolidierungswelle sowohl den Einzelhandel als auch den Handel mit Obst und Gemüse geprägt. Auch auf der Seite der flämischen Lieferanten ist diese Entwicklung sichtbar. Die Unternehmen sind heute gut positioniert, um strengere Anforderungen zu erfüllen und größere Mengen zu liefern. Darüber hinaus spielt das Klima eine immer wichtigere Rolle. Dank seines gemäßigten Klimas hat sich Flandern vor dem Hintergrund des Klimawandels zu einem zuverlässigen Partner entwickelt. Auch Länder wie Spanien und Italien setzen dabei zunehmend auf stabile Lieferketten."
© VLAM
Fruit Logistica 2025
Das flämische Who-is-Who in Halle 27 - Stand A-50
Frisches Obst und Gemüse: Archi.Duc-Compack, Bel'Export, Bosporus, BP Fruitcraft, Calsa, Frans Michiels Belgium (FMB), Demargro, Devos-Wouters, Dries Sebrechts Fruit (DSF), Elite Foods, Fresh Fruit Service (FFS), GEMEX, Nicolaï Fruit NV, Rotom, Orca, De Plecker-Lauwers, Special Fruit, ADW Fresh Trade (Group A. De Witte), Van Dijk Foods (Gruppe A. De Witte), Van Lier, Vergro Group, Devleeschouwer (DVL) und VHM Fruit Trade.
Ebenfalls vertreten sind die drei Versteigerungen: BelOrta, Coöperatie Hoogstraten und REO.
Mehr Informationen: www.flandersfruitsandvegetables.com
Kartoffeln: De Aardappelhoeve, Pomuni, RTL Patat und Warnez.
Mehr Informationen: www.flanderspotatoes.com
Obstbau/Obstbäume: ABCz Group, Carolus Trees, Decock Plants, Deroose Plants und Johan Nicolaï.
Mehr Informationen: http://www.flandersplants.com
Neben Vertretern von VLAM stehen auch die Branchenverbände Fresh Trade Belgium, die Auktionsvereinigung LAVA und der Verband belgischer Gartenbaugenossenschaften (VBT) den Besuchern der Fruit Logistica Rede und Antwort.
FLIA-Nominierung
Das flämische Unternehmen Compack (Archi.Duc) gehört zu den Nominierten für den FLIA. Im konventionellen Pilzanbau fallen heute noch Kunststoffverpackungen und Restströme von Pilzen an, was laut Compack keine nachhaltige Lösung auf lange Sicht ist.
Das Unternehmen denkt Nachhaltigkeit neu: Aus Champignonresten produziert Compack zirkuläre Zelluloseverpackungen, die kunststofffrei, PFAS-frei, kompostierbar, recycelbar und PPWR-konform sind. Diese Innovation spart nicht nur Kunststoff, sondern senkt auch den Papierverbrauch im Vergleich zu klassischen Faserpackungen.
Zahlen und Fakten über den belgischen Obst- und Gemüseanbau
Trotz seiner begrenzten geografischen Größe gehört Belgien zu den fünf größten Obst- und Gemüseexporteuren Europas. Im Jahr 2024 wurden in Belgien 1,86 Millionen Tonnen Gemüse für den Frischmarkt und die industrielle Verarbeitung produziert, davon 1,46 Millionen Tonnen Freilandgemüse und 398.881 Tonnen Gewächshausgemüse. Die wichtigsten Freilandkulturen für den Frischmarkt sind Lauch (106.080 Tonnen), Karotten (89.050 Tonnen) und Chicorée (30.400 Tonnen). Bei Gewächshausgemüse führen Tomaten mit 283.587 Tonnen die Rangliste an, gefolgt von Paprika (32.670 Tonnen), Gurken (29.720 Tonnen) und Kopfsalat (20.825 Tonnen).
Belgisches Gemüse gewinnt auch im Ausland an Beliebtheit. Von Januar bis September 2025 wurden 650.000 Tonnen exportiert, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die wichtigsten Abnehmer sind die Niederlande, Frankreich und Deutschland.
Die belgische Birnenernte erreichte 2025 mit 392.000 Tonnen ein Rekordergebnis, wodurch Belgien den ersten Platz unter den Birnenerzeugern in der EU-27 einnahm. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wurden weltweit mehr als 200.000 Tonnen Birnen verkauft. Neben Italien wächst das Interesse an belgischen Conference-Birnen auch in weiter entfernten Märkten wie China und Brasilien.
Auch die Apfelernte erreichte 2025 mit fast 222.000 Tonnen ein hohes Niveau, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre entspricht. Von Januar bis September 2025 wurden etwa 56.000 Tonnen exportiert, davon 88 % im innergemeinschaftlichen Handel.
Der Erdbeeranbau bleibt mit mehr als 50.000 Tonnen auf einem hohen Niveau stabil. Die Exporte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 werden auf etwa 34.000 Tonnen geschätzt, was einem Anstieg von 17 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Im Jahr 2024 wurden in Belgien etwa 3,9 Millionen Tonnen Speisekartoffeln angebaut. Von Januar bis September 2025 wurden etwa 622.000 Tonnen Speisekartoffeln exportiert, davon 97 % innerhalb des europäischen Binnenmarktes.
Im Jahr 2024 verarbeitete die belgische Kartoffelindustrie mehr als 6 Millionen Tonnen Kartoffeln. Das wichtigste Exportprodukt sind nach wie vor Tiefkühlpommes frites, von denen etwa 90 % in mehr als 120 Länder weltweit exportiert werden. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden fast 2,5 Millionen Tonnen Kartoffelprodukte exportiert. Damit bestätigt Belgien erneut seinen Status als wichtiger globaler Akteur in der Kartoffelverarbeitung.
Der VLAM-Pavillon ist auf der kommenden Fruit Logistica in Halle 27, Stand A-50 zu finden.
Weitere Informationen:
VLAM
Tel: +32 2 552 80 32
[email protected]
www.vlam.be