Die Internationale Grüne Woche (IGW) feierte in diesem Jahr ihr Jahrhundertjubiläum. Seit ihrer Gründung im Berlin der Goldenen Zwanziger im Jahr 1926 hat sich die Grüne Woche zu einem internationalen Ereignis entwickelt, das Aussteller und Besucher aus aller Welt anzieht. Die Messe gibt aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung eine Bühne.
Auf der 90. Ausgabe der Messe, vom 16. bis 25. Januar 2026, fanden beeindruckende rund
© Gaus-Lüttje GbR. 350.000 Aussteller und ca. 1.600 Fachbesucher den Weg nach Berlin. Dies entspricht einem Besucherzuwachs von rund 40.000 im Vergleich zum Vorjahr. Am Schlusswochenende war es teilweise so voll, dass ab dem frühen Samstagnachmittag die Tore erst mal dichtgemacht werden mussten. Hunderte Menschen standen zeitweise in der Kälte an. „Das enorme Besucherinteresse war überwältigend. Die Grüne Woche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch nach 100 Jahren so relevant ist wie eh und je", sagt Dr. Mario Tobias, CEO der Messe Berlin.
FreshPlaza.de hat mit viel Sorgfalt die schönsten Bilder und Impressionen zur diesjährigen Jubiläumsausgabe gesammelt.
Rechts:
Gaus-Lüttje präsentierte sich auch in diesem Jahr wieder am niedersächsischen Gemeinschaftsstand. Im Vordergrund standen u. a. die Kartoffelchips aus eigener Rohware sowie Süßkartoffeln.
© Reichenau-Gemüse eGJohannes Bliestle und Christian Müller von der Reichenau-Gemüse eG mit Peter Hauk (m), dem Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Der baden-württembergische Gemeinschaftsstand trug in diesem Jahr ein Motiv der Insel Reichenau. „Unsere Insel steht damit sinnbildlich für Baden-Württemberg. Für uns als Reichenauer Gemüseerzeuger ist dies eine besondere Wertschätzung und wir sind stolz, unsere Region zu vertreten", heißt es vonseiten der süddeutschen Genossenschaft.
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ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf und Landgard-Vorstand Moritz Krannich eröffneten gemeinsam den Blumenhallenempfang auf der Grünen Woche 2026. „Die Grüne Woche bietet uns eine wichtige Gelegenheit, mit politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen, die aktuellen Herausforderungen des Gartenbaus zu adressieren und gemeinsam über zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die Branche zu diskutieren. Der direkte Dialog ist und bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Verbandsarbeit", heißt es vonseiten des ZVG.
© ZVG
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zeigte sich beeindruckt von der Blumenhalle, die in diesem Jahr unter dem Motto Babylon Garden steht. „Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren das Schaufenster der Branche. Die Messe hat auch bei ihrer Jubiläumsausgabe diesem Ruf alle Ehre gemacht: Die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Gartenbau haben mit ihren hochwertigen Produkten erneut bewiesen, dass ‚Made in Germany' ein Markenversprechen ist und bleibt – und zwar weltweit. Als Bundesregierung unterstützen wir unsere heimischen Hersteller dabei, ihre Produkte international noch bekannter und erfolgreicher zu machen", gab Rainer zu bedenken.
© BLW/lid
Auch die Schweiz war wieder reichlich vertreten: BLW-Direktor Christian Hofer heißt die Besucher zum Messeauftakt am Schweizer Gemeinschaftsstand herzlich willkommen.
© REWEDer Netzwerkabend der REWE Group im Rahmen der Grünen Woche fand in diesem Jahr unter besonderen Voraussetzungen statt: Französische Botschaft statt Messestand, Ordensverleihung statt Standparty. Denn Emilie Bourgoin, Leiterin Public Affairs der REWE Group und Vorsitzende des Kompetenzzentrum Landwirtschaft, wurde mit dem „Ordre du Mérite agricole", dem französischen Verdienstorden für Landwirtschaft, ausgezeichnet.
© Rewe Group
Zum Final-Wochenende teilte Hans-Jürgen Moog, CPO und Group Vorstand der REWE Group, seine Vision der Wertschätzungskette mit den Messebesuchern: „In meinem Job sprechen wir viel über Wertschöpfungsketten, wir vergessen dabei aber die Wertschätzungskette nicht und zeigen, wie wichtig uns die heimische Landwirtschaft ist. Ein Beleg dafür ist eine Zahl, die mich immer noch stolz macht: Bei REWE und PENNY Deutschland arbeiten wir hierzulande mit über 33.000 lokalen Erzeugern zusammen. Wir sprechen mit ihnen auf Augenhöhe, leben gegenseitige Wertschätzung und entwickeln uns gemeinsam weiter."
© Glastuinbouw Nederland
Auch Femke Wiersma (r), Landwirtschaftsministerin der Niederlande, zeigte auf Einladung des Branchenverbandes 'Glastuinbouw Nederland' Präsenz in Berlin.
© Messe Berlin
Der Bio-Obsthof Glocker wurde mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau 2026 ausgezeichnet.
© Messe Berlin
Merit Ulmer-Kasak vom Startup eco:fibr erläuterte im Jury-Interview das Potenzial der Verarbeitung von Ananasabfällen zu Fasern für die Verpackungsbranche (FreshPlaza.de berichtete).
© Messe Berlin
DBV-Präsident Joachim Rukwied und Außenminister Johann Wadephul beim Messerundgang.
© Förderverein Integriertes Obst aus dem Alten Land e.V.
Unter dem Dach der Wirtschaftsförderung beteiligten sich alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet, der Landkreis Stade, die Sparkasse Stade-Altes Land, die Kreissparkasse Stade, die Volksbank Stade-Cuxhaven und der Förderverein Integriertes Obst aus dem Alten Land am Messestand, finanziell unterstützt von der Frugro und der Marktgemeinschaft Altes Land MAL, die auch drei Tonnen Äpfel bereitstellt. „Dieses Jahr nehmen wir die auch in Berlin sehr beliebte Apfelsorte Wellant mit und die neue Sorte Bloss, eine herrlich süße und knackige Sorte, die jetzt neu auf den Markt kommt", freute sich Hilke Ehlers vom Förderverein.
© Rijk Zwaan GmbH
Am niederländischen Stand präsentierte die Rijk Zwaan GmbH eine ganz besondere Spezialität: die tropische Snackpaprika Tatayoyo®. Mit ihrem süßen, leicht tropischen Geschmack begeisterte sie zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Weitere Informationen:
https://www.gruenewoche.de/