Die spanische Wintersaison für Tomaten ist nun zur Hälfte vorbei. Sie begann im November und dauert bis Ende April. „Wir sind gerade dabei, die zweite Saisonhälfte zu planen", sagt David Franco, kaufmännischer Leiter von Grupo Paloma, einem Unternehmen aus Murcia. „Die erste Hälfte verlief im Allgemeinen ruhig, was den Absatz angeht. Es gab keine großen Spitzen oder Einbrüche, allerdings war die Nachfrage schwächer, als wir es gewohnt sind. Die Weihnachtszeit war gut, aber nicht besonders stark."
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Aus anbautechnischer Sicht war es jedoch eine Herausforderung. „November und Dezember waren schwierig. Der Dezember war sogar der kälteste seit Jahren. Überraschenderweise wurde an der Küste, in Orten wie Águilas und Mazarrón, mehr Kälte verzeichnet als im Landesinneren. Aufgrund des anhaltenden Regens fiel die Ernte geringer aus als erwartet. Das hat aber gleichzeitig dafür gesorgt, dass Angebot und Nachfrage relativ ausgeglichen blieben."
Dennoch ist Franco nicht unzufrieden. „Es gab keine größeren Lieferprobleme, wie wir sie in anderen Jahren zu bestimmten Zeiten erlebt haben. Die Qualität war im Allgemeinen gut. Einige Sorten, wie Strauchtomaten und Pflaumentomaten, waren ständig verfügbar. Andere, wie Kirschtomaten, waren etwas knapper, vor allem aufgrund der Wetterbedingungen." Mit Blick auf die Zukunft sagt er: „Wir sind vorsichtig optimistisch für die kommenden Monate. Wir hoffen auf stabileres Wetter, gesunde Pflanzen, die geplanten Mengen und eine Belebung der Nachfrage."
Was die Bekämpfung von ToBRFV angeht, ist Franco ausgesprochen positiv. „Dieses Virus war eine der größten Herausforderungen der letzten vier bis fünf Jahre. Aber inzwischen können wir sagen, dass es kommerzielle Sorten gibt, die wirklich resistent sind. Alle unsere Sorten sind jetzt dagegen resistent. Und sie schneiden nicht nur beim Ertrag gut ab, sondern auch in Bezug auf Geschmack und Qualität. Wir haben zusammen mit den Züchtern drei Jahre Übergangszeit gebraucht, um hierher zu gelangen. Aber die Arbeit hat sich gelohnt."

Die Konkurrenz aus Marokko wächst von Jahr zu Jahr. Auch Länder wie die Türkei tauchen immer häufiger auf dem Markt auf. Gleichzeitig versuchen große europäische Erzeuger, ihre Saisons zu verlängern.
„Eine Tomate ist kein Salat oder Brokkoli, die man in Europa in den Wintermonaten nur aus dem Südosten Spaniens beziehen kann. Tomaten können an immer mehr Orten angebaut werden. Wir müssen also weiter an einer starken Anbaustrategie arbeiten. Spanien kann sich durch guten Service, konstante Qualität und zuverlässige Mengen von anderen abheben."
Franco fasst zusammen: „Wir versuchen auch, unsere Saison zu verlängern. Ab Mitte April setzen wir auf eine Verlängerung bis Ende Mai. Das bedeutet, dass wir uns unter anderem mit dem niederländischen Anbau überschneiden. Um das gut zu machen, muss man klug vorgehen. Dabei ist Stabilität entscheidend. Deshalb investieren wir bei Grupo Paloma stark in moderne Gewächshäuser, von denen inzwischen ein großer Teil mit Heizungen ausgestattet ist."
Besuchen Sie das Unternehmen auf der Fruit Logistica: Halle 11.2 | B-71
Weitere Informationen:
David Franco
Grupo Paloma
T: +34 968590001
[email protected]
www.gpaloma.com