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Eiffelturm, Arc de Triomphe, Nationalversammlung... Hundert Traktoren in Paris

Autobahn Frankreich-Spanien gesperrt: Der Verkehr steht still

Die Unzufriedenheit unter den Landwirten hält an und scheint in Frankreich sogar noch zuzunehmen. Wie zuvor nach Beratungen mit Premierminister Gabriel Attal und Landwirtschaftsminister Sébastien Lecornu angekündigt, haben die Landwirte ihre Aktionen am Donnerstag, dem 8. Januar, fortgesetzt und verstärkt. Im ganzen Land fanden Protestaktionen statt.

Blockaden in den Pyrénées-Orientales: Autobahnen in der Nähe von Perpignan gesperrt
Im Süden Frankreichs versammelten sich Landwirte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen drei Uhr morgens an den Mautstellen Le Boulou und Perpignan-Sud. Beide Stellen auf der Autobahn A9 wurden vollständig blockiert. Laut lokalen Quellen und dem Autobahnbetreiber Vinci Autoroutes war die Ausfahrt Perpignan Sud (Nr. 42) gesperrt und auf der Mautstelle Le Boulou war in beiden Richtungen kein Verkehr möglich.

Die Coordination Rurale des Pyrénées-Orientales teilte auf Facebook mit, dass sie an der Mautstelle Perpignan-Sud auf der A9 zusätzliche Kontrollen von importierten Waren durchführt. Die Proteste richten sich unter anderem gegen unlauteren Wettbewerb aus dem Ausland.

Über die Grenze hinweg: Spanische Landwirte sperren Autobahn mit 100 Traktoren
Der Protest macht nicht an der Landesgrenze Halt. Auch in Spanien fuhren Landwirte auf die Autobahn AP-7, wo inzwischen etwa hundert Traktoren einen Teil der Autobahn auf einer Länge von etwa dreißig Kilometern südlich der französisch-spanischen Grenze bei Le Perthus blockierten.

© Agència Catalana de Notícies

Laut dem katalanischen Verkehrsportal Trànsit kam der Verkehr vollständig zum Erliegen. Auf der N-II zwischen Bàscara und Vilademuls gab es einen vier Kilometer langen Stau. In der Umgebung von Pontos blockierten Landwirte die AP-7 und die N-II. Spanische Medien berichteten, dass sich die Aktion gegen das Mercosur-Handelsabkommen und angekündigte Kürzungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU richtete.

In Paris: Landwirte drangen durch und führten Aktionen an nationalen Symbolen durch
Trotz Verboten und verschärften Sicherheitsmaßnahmen gelang es Landwirten am frühen Donnerstagmorgen, in das Zentrum von Paris vorzudringen. An verschiedenen ikonischen Orten wie dem Eiffelturm, dem Arc de Triomphe und dem Parlament wurden symbolische Aktionen durchgeführt.

Mehreren Quellen zufolge wurden Polizeisperren in der Nacht umgangen oder durchbrochen. Einem Landwirt gelang es sogar, mit seinem Traktor bis zum Palais Bourbon vorzudringen, wo er sich einigen hundert Aktivisten anschloss, die sich dort versammelt hatten.

© CR47

Yaël Braun-Pivet, die Präsidentin der Assemblée Nationale, schlug vor, um 14 Uhr Gespräche mit Gewerkschaftsvertretern aufzunehmen. Eine frühere Beratung am Morgen verlief laut France Info ergebnislos.

Die Bauernorganisation FNSEA hat bereits zu einem neuen landesweiten Aktionstag am 20. Januar in Straßburg aufgerufen, sollte die EU das Mercosur-Abkommen endgültig unterzeichnen.

© CR 86

Die Unruhen im ganzen Land breiteten sich weiter aus
Unterdessen fanden im ganzen Land weiterhin Aktionen statt. Von Autobahnblockaden über Bummelstreiks bis hin zu Protesten vor Vertriebszentren: Die Unzufriedenheit unter den Landwirten ist weit verbreitet und tief verwurzelt. Und solange strukturelle Antworten ausbleiben, scheint eine schnelle Lösung noch in weiter Ferne zu liegen.

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