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Belgien:

Das Versuchszentrum Hoogstraten beginnt mit Anbauversuchen für Passionsfrüchte

Seit diesem Jahr führt das Versuchszentrum Hoogstraten Untersuchungen zum Anbau von Passionsfrüchten auf belgischem Boden durch. Die ersten Früchte wurden inzwischen geerntet und das Ergebnis ist positiv. „Letztlich hoffen wir natürlich, damit denselben Weg einzuschlagen wie mit den Charentais-Melonen", sagt Nele Bruyndonckx vom Versuchszentrum Hoogstraten.

© Proefcentrum Hoogstraten

Vergleichbar mit Paprika und Tomaten
Die Entscheidung für Passionsfrüchte war laut Nele eine logische Konsequenz aus laufenden Forschungen zu neuen Anbaukulturen. „Wir beschäftigen uns bereits seit einigen Jahren mit Charentais-Melonen im Versuchszentrum Hoogstraten. Von dort aus haben wir uns nach anderen neuen Anbaukulturen umgesehen, die in Flandern eingeführt werden könnten. Passionsfrüchte erwiesen sich dabei schnell als interessante Option. Es handelt sich um eine Kultur, die relativ schnell Früchte trägt und in Bezug auf die Anbautechnik Paprika und Tomaten ähnelt, die im Versuchszentrum bereits intensiv erforscht werden. Darüber hinaus spielt auch der Markt eine Rolle. Für den Verbraucher ist es kein völlig neues Produkt. Passionsfrüchte sind bereits bekannt, was die Hemmschwelle senkt."

Das Projekt wurde in diesem Jahr gestartet und steckt daher noch in den Kinderschuhen. „Über das endgültige Potenzial lässt sich daher noch wenig sagen, aber wir evaluieren derzeit aktiv, welche Sorten für die weitere Arbeit am interessantesten sind", erklärt sie. „Derzeit haben wir fünf verschiedene Sorten im Anbau. Dabei achten wir nicht nur auf den Ertrag, sondern auch auf die Wuchskraft, den Geschmack und die allgemeine Leistungsfähigkeit. Für das nächste Jahr erwägen wir, einige Sorten zu ersetzen, da sich bereits jetzt abzeichnet, dass einige Varianten etwas hinterherhinken. Durch diese Bewertungen können wir den Anbau Schritt für Schritt weiter optimieren und besser auf das abstimmen, was in der Praxis am besten funktioniert."

© Proefcentrum Hoogstraten
Die fünf verschiedenen Sorten

Fünf Sorten
Mit der ersten Ernte sind alle zufrieden. „Die ersten Früchte, die wir geerntet haben, sahen besonders gut aus und haben uns Vertrauen in das Projekt gegeben", sagt Nele. „Innerhalb der fünf Sorten gibt es deutliche Unterschiede. Eine Sorte entspricht in ihrer Größe weitgehend den Passionsfrüchten, die man im Laden findet. Die anderen vier Sorten produzieren jedoch deutlich größere Früchte. Diese erreichen ein Fruchtgewicht von etwa 120 Gramm, während handelsübliche Früchte in der Regel etwa 50 bis 60 Gramm wiegen. Es handelt sich also um auffallend große Passionsfrüchte, die sich deutlich von anderen unterscheiden."

Die Forscherin weist darauf hin, dass auf dem Markt durchaus Interesse an einer lokalen Passionsfrucht besteht. „In Bezug auf die Farbe sehen wir Unterschiede zwischen den Sorten. Zwei davon haben einen eher rötlichen Farbton, während die anderen Sorten das typische violette Aussehen haben, das viele Menschen mit Passionsfrüchten assoziieren. Diese Unterschiede machen das Sortiment optisch attraktiv und bieten Möglichkeiten, Entscheidungen hinsichtlich der Marktpositionierung zu treffen."

© Proefcentrum Hoogstraten

Auch beim Geschmack glaubt man, sich unterscheiden zu können. „Auch hier sehen wir deutliche Unterschiede. Eine Sorte entspricht stark dem Geschmack der im Handel erhältlichen Passionsfrüchte. Die anderen Sorten werden als etwas saurer empfunden, haben aber gleichzeitig einen volleren und intensiveren Geschmack. Gerade diese Kombination sorgt dafür, dass sie als geschmackvoller empfunden werden als das Standardprodukt aus dem Handel."

Weiterentwicklung
Ob nach dem Erfolg der Melonen und diesem Start mit Passionsfrüchten nun auch weitere Obstsorten beim Versuchszentrum auf dem Plan stehen? „Derzeit liegt der Fokus vollständig auf der Weiterentwicklung und Verfeinerung des Anbaus von Passionsfrüchten. In Zukunft könnten möglicherweise auch andere Kulturen untersucht werden, aber im Moment entscheiden wir uns bewusst dafür, uns voll und ganz darauf zu konzentrieren und diesen Weg zunächst weiter auszubauen."

© Proefcentrum Hoogstraten
Es musste ein Auffangsystem entwickelt werden, damit die Früchte nicht auf den Boden fallen

Weitere Informationen:
Nele Bruyndonckx
Proefcentrum Hoogstraten
Voort 71,
2328 Meerle, Belgien
Tel.: +32 (0)3 315 70 52
[email protected]
www.proefcentrum.be

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